Happy End und zweiter Heimerfolg

TSV Zizishausen – SG Lauterstein  30:29 (16:16)

  In einer hochspannenden und hart umkämpften Partie setzte sich der TSV Zizishausen mit 30:29 gegen die SG Lauterstein durch und feierte den zweiten Saisonsieg.

  Lange hatten die Zizishäuser Fans nicht mehr einen so hochklassigen Schlagabtausch in der Eisenlohr-Halle erlebt, und am Ende war auch das nötige Quäntchen Glück auf Seiten der Schnaken, die sich den zweiten Heimsieg mit großartigem Einsatz und Kampfgeist verdient hatten.

  Die Gastgeber starteten konzentriert in die Partie und legten von Beginn an vor. Mit einer offensiven und aggressiven Deckung versuchte man die Tormaschinerie der Gäste zu stören, die vor Wochenfrist mit 39:35 gegen den TSV Deizisau gewonnen hatten – jener Gegner, gegen den die Schnaken mit 28:38 untergingen, wonach Trainer Florian Beck gegen musste. Unter dem neuen Coach Georgios Chatziegietim geht es aufwärts, doch das Team zeigt hat immer wieder extreme Abfälle im Spiel. Dieser folgte diesmal nach der letzten Führung beim 7:6 (11.) durch Jonas Jacobs.

  Nach zwei Pfostentreffern und einigen technischen Fehlern stand es plötzlich 7:11 (17.) und Chatzigietim nahm die Auszeit. Im letzten Spiel in Schmiden bekamen die Schnaken keinen Fuß mehr auf den Boden und handelten sich einen 11:19-Rückstand ein. Doch diesmal fingen sich die Schnaken und kämpften sich zurück. Symptomatisches Beispiel Lennard Müller, der den Pfosten traf, aber sofort zurücksprintete und den gegnerischen Konter abfing. Beim 11:13 waren die Zizishäuser wieder dran. Auch den Ausfall von Torhüter Mika Gemlich, der nach einer tollen Parade umknickte, steckten die Gastgeber weg – Yannik Beck fügte sich mit zwei gehaltenen Bällen sofort prächtig ein.  Philip Strobel besorgte kurz vor dem Pausenpfiff den 16:16 Gleichstand, und Trainer Chatzigietim sprach nach der Partie von einem Lerneffekt: „dass wir uns in solchen Phasen nicht hängen lassen und weiter kämpfen“ und war „stolz auf die Mannschaft, die immer weiter Fortschritte macht“.

  Der TSV startete wieder stark in die zweite Hälfte und ging durch Müller und Kai Schäffner mit 18:16 (33.) in Front. Doch die engagierte Abwehr forderte ihren Tribut, und als die „Schnaken“ drei Zeitstrafen innerhalb von vier Minuten kassierten, traf Jochen Nägele per Strafwurf zum 20:21 (40.). Die Umstellung auf eine defensivere Abwehrvariante zeigte Wirkung und die Hausherren gingen durch Moritz Müller und zwei Konter von Leon Agner mit 24:21 (47.) in Führung.

  Diesen Vorsprung verteidigte der TSV  lange erfolgreich bis zum 29:26 (58.), auch weil Strobel und Simon Dudium in dieser wichtigen Phase dreimal unter Druck aus der zweiten Reihe trafen. Doch die Gäste warfen alles in die Waagschale und erzielten durch Nägele und Stefan Trunk den 29:29 -Ausgleich (60.). Im Gegenzug kämpfte sich Lenny Müller durch und traf zum 30:29. Der letzte Wurf der Gäste blieb im Zizishäuser Abwehrblock hängen und der Rest war Jubel der Zizishäuser Fans und Spieler.

TSV Zizishausen: Gmelich, Beck; Agner (3), Wisst (1), Schäffner (3), Keim (3), Nothdurft (1), Dudium (1), Strobel (4), Götz (4), Jacobs (1), M. Müller (2), Thumm, L. Müller (7/3).

SG Lauterstein: Nagel, Wagner; Lackinger (1), Helfrich (1), Clement (3), Lenz (1), Trunk (6), Ziller, S.Nägele (3), Kölle (2), Bäuerle (2), J.Nägele (7), Widmann (3), Thrun.

Schiedsrichter: Banzhaf / Bastian (SG Ober-/Unterhausen / HSG Fridingen/Mühlheim)

Zeitstrafen:

Zizishausen: L.Müller (2), Schäffner, Keim, Strobel, Götz, M.Müller.

Lauterstein:  Trunk, Kölle.

7m:

Zizishausen: 3/3

Lauterstein: 4/4