Baden-Württemberg-Oberliga

TSV Zizishausen – TSV Birkenau 32:29 (14:17) Der TSV Zizishausen hat auch den zweiten Vergleich mit dem TSV Birkenau für sich entschieden. Dabei deutete 50 Minuten lang nichts auf einen Erfolg der Schnaken hin, die mit einer famosen kämpferischen Leistung einen Vier-Tore-Rückstand drehten und am Ende mit 32:29 (14:17) die Oberhand behielten.
Ein glücklicher Kapitän Matthias meinte nach dem Schlußpfiff: “wir haben super gekämpft und alles gegeben, es ist unglaublich, dass wir das Spiel noch gewonnen haben.“
Besonders bemerkenswert, dass die Gastgeber wieder nur mit 7 Feldspielern antreten konnten und am Ende mit den Zuschauern im Rücken doch die größeren Reserven zu haben schienen. Bitter lief die Partie für die Gäste aus Birkenau, die die Partie bis zum 23:27 (50.) im Griff hatten, sich ihrer Sache vielleicht zu sicher waren, und dann nach fünf Gegentreffern in Folge völlig konsterniert nicht mehr gegenhalten konnten.
Die Begegnung der beiden abstiegsgefährdeten Mannschaften, wobei man sich im Zizishäuser Lager keinen allzu großen Illusionen hingibt diesen noch zu vermeiden, verlief in der ersten Hälfte relativ offen. Der 14:17-Pausenstand war auch den Vorteilen der Gäste auf der Torhüter-Position geschuldet, da Birkenaus Nils Heckmann einige gute Chancen der Schnaken vereiteln konnte. Daran änderte auch der Wechsel der Hausherren auf Mika Gmelich im zweiten Durchgang zunächst wenig, denn die Gäste zogen schnell auf 16:21 (36.) davon und hielten diesen Vorsprung bis zum 23:27 (50.).
Zizishausens Coach Florian Beck nahm eine Auszeit, damit seinen arg strapazierten Jungs etwas Luft holen konnten – und danach lief es plötzlich. Bälle wurden in der Abwehr erkämpft, vom Torhüter pariert und nach drei schnellen Kontern stand es 27:27 (54.). Die Zuschauer rieben sich verwundert die Augen und feuerten die Schnaken an, die nach der Auszeit der Gäste durch Philip Strobel sogar mit 28:27 in Führung gingen. TSV-Keeper Gmelich hatte den richtigen Moment abgepasst und parierte den Strafwurf des 12-fachen Torschützen Simon Spilger, worauf Zizishausen erfolgreichster Werfer, Leon Agner, mit einem frechen Unterhandwurf und Lennard Müller das 31:28 (59.) besorgten. Zizishausens zweiter Heimsieg war perfekt – nach fünfmonatiger Durststrecke.

TSV Zizishausen: Gross, Gmelich; Wisst, Lohmann (3), Tonn (1), Götz (5), Strobel (7), Agner (10/4), Lennard Müller (6), Schäffner (n.e.).
TSV Birkenau: Heckmann, Clemens; Keil, Gutsche (3), Büttel (5), Spilger (12/5), Kuch (1), Böhm, Dietrich (1), Zehrbach (1), Hirsch (5), Schwarz (1), Weis, Brock.
Schiedsrichter: Baltz / Michels (SG Leutershausen/ TSG Ketsch)

Zeitstrafen:
Zizishausen: Wisst, Tonn, Strobel, Müller.
Birkenau: Schwarz (2), Büttel, Kuch, Dietrich, Weis.
7m:
Zizishausen: 5/4 – Aigner scheitert einmal an Heckmann
Birkenau: 6/5 – Spilger verwirft gegen Gmelich.