Weilheim eine Nummer zu groß – Männer 2 verabschieden sich nach kämpferischer Leistung aus dem Pokal

20. November 2015
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Am  vergangenen Mittwoch traf die Mannschaft um Trainer Arkin Eker im Pokal auf Alen Dimitrijevic, seines Zeichens Trainer des TSV Weilheim. Die Rollenverteilung vor Beginn war klar: Weilheim als ambitionierter Bezirksligist war, trotz einiger fehlender Leistungsträger, klarer Favorit. Trotzdem konnten die Schnaken phasenweise gut mithalten, die Gäste zu Fehlern zwingen und den TSV Weilheim etwas ärgern.

Die Anfangsphase war geprägt durch ein schnelles Angriffsspiel der Gäste auf der einen und Martin Feuchter auf der anderen Seite. In der Abwehr hatten die Gastgeber wie schon in den vergangenen Wochen einige Probleme in der Absprache, was die Weilheimer zu nutzen wusste und die Außenspieler immer wieder in aussichtsreichen Positionen anspielen konnte. Gegen die offensive Deckung der Gäste taten sich die Schnaken in der Anfangsphase unheimlich schwer und so war es Martin Feuchter sich ein Herz fasst und gleich 3 Mal in den ersten 5 Minuten aus dem Rückraum einnetzen konnte (3:5).

Bis zum Stand von 9:11 in der 20. Minute entwickelte sich ein offenes Spiel, dass bis zu diesem Zeitpunkt auf Augenhöhe stattfand. Vor Allem Manuel Weiler im Tor der Schnaken war es zu verdanken, dass es bis zu diesem Zeitpunkt noch so eng war. Weilheim mit einfachen Toren über die erste und zweite Welle musste allerdings deutlich weniger Aufwand betreiben als die Gastgeber, die sich im Angriff aufrieben und gegen die gute Abwehr der Weilheimer um jedes Tor kämpfen mussten. Das sollte sich in den folgenden Minuten rächen, als den Männern aus Zizishausen gegen Ende der Halbzeit etwas die Puste ausging, was einige Fehlpässe, schlechte Abschlüsse und technische Fehler zu Folge hatte. Hier wurde dann sehr schnell klar, dass Weilheim nicht im Sinn hatte, Hoffnung auf eine „Pokal-Sensation“ aufkommen zu lassen und schickte den TSV aus Zizishausen mit einem 2:8 Lauf in die Pause.

Viel vorzuwerfen hatte man sich bisher nicht wirklich, daher fiel die Kabinenansprache von Trainer Eker auch recht kurz aus. Einig waren sich alle, kampflos ergeben und eine Klatsche kassieren war keine Option. Dementsprechend motiviert kamen die Schnaken aus der Pause und konnten mit 3 Toren in Folge den Abstand wieder auf 5 Tore verkürzen. Mehr ließ der TSV aus Weilheim aber nicht zu und zeigte den Gastgebern in den folgenden Minuten deutlich die Grenzen auf. Florian Braun auf Seiten der Gäste lief heiß und erzielte gleich 5 Tore beim 1:9 Lauf, der die Partie endgültig entschied (41.). Trotz des 13-Tore Rückstandes ließen die Gastgeber die Köpfe nicht hängen und versuchten weiterhin, dagegen zu halten. Der Klassenunterschied war allerdings doch zu groß, weswegen Weilheim den Vorsprung weiter ausbauen konnte. Da die Messe gelesen, die Klappe zu, der Affe tot und der Drops gelutscht war, hatten die verbleibenden Minuten eher den Charakter eines Trainingsspiel. Beide Mannschaften wollten Verletzungen um jeden Preis vermeiden, weswegen auch die Intensität, in der zwar körperlichen, aber stets fairen, Partie, etwas nachließ. Als die Anzeigetafel der Neckarsporthalle die Partie nach 60 Minuten beendete, stand die 20:37 Niederlage der Schnaken fest.

Es ist allerdings eine Niederlage, die weniger schmerzt als andere. Zu groß war der Klassenunterschied, zu abgeklärt die Weilheimer. Wichtig für die Mannschaft war, die Entwicklung der letzten 3 Wochen weiterzuführen und Kampfgeist, Wille, Leidenschaft und Zusammenhalt zu demonstrieren. Und das ist, da ist sich die Mannschaft wieder einig, gelungen. Karl-Heinz Karius sagte einst: „Eine Niederlage, die deinen Ehrgeiz weckt, nützt dir mehr, als ein Sieg, der dich überheblich macht.“ In diesem Sinne werden die Schnaken aus der Partie gegen Weilheim die richtigen Schlüsse ziehen und mit 2 spielfreien Wochenenden hat man nun die Möglichkeit, in den kommenden 4 Einheiten gut zu trainieren, den Schwung der letzten Wochen mitzunehmen und beim kommenden Auswärtsspiel in Lenningen den nächsten Schritt zu machen. Weitere zwei Punkte auf der Haben-Seite wären immens wichtig, um weiter Abstand zum Tabellenkeller herzustellen.

An dieser Stelle vielen Dank an alle Schnaken-Fans, die am gestrigen Mittwoch Abend den Weg in die Halle gefunden haben und die Mannschaft unterstützt haben.

Es spielten:

Daniel Hoss, Manuel Weiler, Frieder Schäfer, Albert Vargyas (2), Sebastian Scholz (2/1), Florian Schietinger (1), Alexander Schilling (2), Arkin Eker, Dominic Pflug (4), Florian Smykalla (4), Martin Feuchter (5).

smy

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