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Handball, Baden-Württemberg-Oberliga:

Bericht der Nürtinger Zeitung

05.11.2018, Von Heinz Ulrich Schmid —

Handball, Baden-Württemberg-Oberliga: „Schnaken“ unterliegen nach Torfestival knapp mit 34:36 beim Dritten TV Plochingen

Für die Fans beider Lager boten Plochingen und Zizishausen ein wahres Spektakel. Die Trainer Daniel Brack und Vasile Oprea kritisierten aber unisono die mangelnde Aggressivität ihrer Abwehrreihen, die das Torfestival erst möglich machten. Aufsteiger Zizishausen hatte in Plochingen gut mitgehalten, musste aber nach drei Siegen in Folge mit 34:36 eine knappe Niederlage einstecken.

„Wenn wir Lukas Fischer und Dominik Eisele einigermaßen ausschalten können, haben wir schon viel gewonnen“, hatte Zizishausens sportlicher Leiter Alexander Himpel im Vorfeld der Partie noch erklärt. Trainer Vasile Oprea musste dann nach dem Spiel bekennen, dass genau das nicht gelungen war. „Wir hatten große Probleme mit Fischer und Eisele, konnten vor allem auch ihre Kreisanspiele nicht unterbinden.“

Die beiden waren es so auch, die von Anfang an die Akzente bei den Gastgebern setzten. Der TSV Zizishausen aber hielt mit dem Selbstvertrauen einer Mannschaft, die zuletzt drei Mal in Folge als Sieger das Parkett verlassen hat, mit seinem starken Rückraum dagegen. Julian Baum begann da, wo er in Bittenfeld aufgehört hatte. Baum (3) und Mark Reinl (2) sorgten mit fünf Rückraumtreffern dafür, dass es nach acht Spielminuten 5:5 unentschieden stand. Gute zwei Minuten später allerdings hatte sich der TVP durch ein Tor von Kreisläufer Julian Mühlhäuser sowie Treffer von Eisele und Fischer auf 8:5 abgesetzt.

Diesem Rückstand liefen die Gäste fortan hinterher, ohne noch ein weiteres Mal den Gleichstand zu schaffen. In der ersten Halbzeit traf Mühlhäuser vom Kreis fast nach Belieben. Julian Mühlhäuser spielte bis zur B-Jugend beim TSV Köngen, bevor er in die Jugend zu Frisch Auf Göppingen wechselte, wo er weiter in der A-Jugend-Bundesliga aufläuft und mit Zweifach-Spielrecht in Plochingen parallel Erfahrungen im Aktivenbereich sammelt.

Zizishausen ließ sich jedoch nicht abschütteln. Mit vier Gewaltwürfen innerhalb von sechs Minuten hielt der eingewechselte Max Friessnig seine Farben auf Kurs. Mit dem Halbzeitpfiff aber stellte Marvin Fuß mit dem 20:17 wieder den Drei-Tore-Abstand her.

„20 Gegentore in einer Halbzeit waren natürlich viel zu viel“, kritisierte Oprea hinterher. Sein Trainerkollege Daniel Brack war mit seiner Offensive dagegen hochzufrieden: „Im Angriff besser zu spielen ist nicht möglich.“

Auch nach dem Seitenwechsel ging das Geschehen in unveränderter Form weiter. Plochingen lag stets mit zwei, drei Toren vorne. Zizishausen zog nach, blieb immer dran und hielt die Partie stets spannend. Beim 25:26 durch Reinl und 26:27 durch Maximilian Schmid-Ungerer waren die „Schnaken“ bis auf Tuchfühlung ran. „Es wäre psychologisch wichtig gewesen, da einmal auch den Ausgleichstreffer zu schaffen“, bedauerte Cornelius Maas nach dem Abpfiff. Als nach seinem Anschlusstor zum 27:29 der Plochinger Fuß eine Zeitstrafe kassierte, wäre vielleicht die Gelegenheit dazu gewesen. Aber in Unterzahl traf Luca-Max Baur mit einem Doppelschlag innerhalb von 20 Sekunden zum 31:27 und Eisele setzte noch eins drauf zum 32:27.

Zizishausen steckte trotzdem nicht auf, kam angeführt von Timo Wolf und Maas noch mal heran, aber Plochingen brachte die Führung letztendlich routiniert ins Ziel. „Wir haben Moral bewiesen und sind immer drangeblieben“, lobte Trainer Vasile Oprea sein Team trotz der Niederlage. Mit 275 Toren in neun Spielen hat der Aufsteiger im Angriff längst Oberliga-Reife bewiesen. 288 Gegentore aber sind gleichzeitig zu viel. In der Abwehrarbeit gibt es noch deutlich Luft nach oben.

TV Plochingen – TSV Zizishausen 36:34

TV Plochingen: Dunz, Nagel; Weiß (1), Zeiler (4), Eisele (5), Fischer (9/5), Fuß (5), Mühlhäuser (6), Baur (6), Werbitzky, Kühl , Bischof, Maier.

TSV Zizishausen: Hauptvogel, Augustin; Fröhlich (1), Reinl (4), Wolf (3/1), Grau (3), Baum (7), Gotthardt, Fuchs (1), Friessnig (4), Schmid-Ungerer (4), Götz (1), Maas (6), Wurster.

Schiedsrichter: Gorenflo/Mangold (beide SHV/TuS Gutach).

Zuschauer: 400.

Zeitstrafen: Zeiler (2), Eisele, Fischer, Fuß – Wolf (2), Fröhlich.

Siebenmeter: 5/5 – 1/1.

Dritter Sieg in Folge für die Schnaken

28 Oktober 2018 geschrieben von
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TV Bittenfeld II - TSV Zizishausen  29:34 (14:17)

Der TSV Zizishausen hat seinen Aufwärtstrend in der BWOL fortgesetzt und gewann auch beim TV Bittenfeld II mit 34:29. Mit dem dritten Sieg in Folge haben sich die Schnaken auf 7:9 Punkte verbessert und den Anschluss ans breite Tabellen-Mittelfeld hergestellt.

Den Grund für den Gäste-Erfolg sah Zizishausens Trainer Vasile Oprea im breiten und ausgeglichenen besetzten Kader seines Teams, der es ihm erlaubte durchzuwechseln und immer wieder frische und erholte Spieler zu bringen. Beim TV Bittenfeld lastete ein Großteil der Verantwortung im Angriff auf Martin Kienzle, zumal Spielmacher Alexander Heib schon nach wenigen Spielminuten verletzt passen musste. So hatten die Schnaken zum Ende der beiden Spielhälften die größeren Kraftreserven, verschafften sich kurz vor der Halbzeit-Pause ein Drei-Tore Polster und machten dann am Ende den Deckel drauf auf eine überzeugende Leistung.

Im Duell der beiden Aufsteiger hatte Zizishausen den besseren Start, weil vor allem Maximilian Friessnig zu Beginn nach Belieben traf und beim 3:5 (7.) schon zum dritten – aber auch letzten Mal – eingenetzt hatte. Beim TVB riss dann vor allem Kienzle das Spiel an sich und brachte sein Team beim 7:6 (11.) erstmals in Front. Der vierte Treffer des TVB-Goalgetters zum 10:9 (19.) sollte dann aber die letzte Führung der Hausherren gewesen sein. Zizishausens Coach Oprea stellte nach einer Auszeit auf eine Manndeckung für Kienzle um, doch bis zum 13:13 (27.) sprangen Guiseppe Gallucio und Alexander Bischoff auf Seiten der Gastgeber in die Bresche. Bei den Gästen wurde Julian Baum zum entscheidenden Spieler der zweiten 15 Minuten, der auch mit zwei Treffern zusammen mit Jochen Fuchs für den 13:16-Zwischenstand verantwortlich zeichnete. Kurz vor dem Pausenpfiff ließ es Baum zum fünftem Mal krachen zum 14:17-Halbzeitstand.

Zu Beginn der zweiten Hälfte verstärkten die Bittenfelder wieder den Druck und versuchten den Rückstand schnell verkürzen. Aber die Schnaken hielten dagegen und stellten postwendend den alten Drei-Tore-Abstand wieder her. Beim 18:22 (38.) und 19:23 durch Cornelius Maas führten die Gäste dann erstmals mit vier Treffern und hielten diesen Vorsprung auch bis zum 21:25 (42.) durch Thomas Grau. Das Spiel verlief bis dahin sehr temporeich, doch die Zizishäuser erwischten nun eine Phase, in der einige Angriffe zu überhastet abgeschlossen und Torchancen nicht genutzt wurden. Bittenfeld war zur Stelle und verkürzte durch zwei Kienzle-Treffer und Jonathan Buck auf 24:25 (44.). In Überzahl erhöhte Baum nochmals auf 26:24, doch es wurde noch einmal brenzlig, zumal Maas beim 25:26 (47.) durch Florian Burmeister nach der dritten Zeitstrafe und der roten Karte vom Feld musste.

TSV-Coach Oprea nahm umgehend eine Auszeit und ermahnte sein Team im Angriff wieder geduldiger zu spielen und auf die sichere Chance zu warten. Zudem führte sich der zuvor eingewechselte Keeper Benjamin Hauptvogel mit einigen Paraden gleich gut ein, nachdem sein Kollege Kai Augustin insbesondere im ersten Durchgang ein starker Rückhalt war. Baum übernahm wie schon zum Ende der ersten Hälfte die Verantwortung und hielt seine Farben mit vier Treffern zum 31:28 (56.) auf Kurs. Die Gäste brachten ihren Vorsprung nach Hause und stellten mit zwei Trefffern in der Schlußminute den 34:29-Erfolg sicher.

Zusammen mit zahlreichen Fans, die sich auf den Weg nach Bittenfeld gemacht hatten, feierten die Zizishäuser ihren dritten Sieg. Am nächsten Samstag wartet mit dem Derby beim TV Plochingen aber schon die nächste Herausforderung.

TV Bittenfeld II: Rica-Kovac, Lehmann; Bohnert, Burmeister (3), Buck (3), Gille (1), Kienzle (13/3), Galluccio (2), Haspinger (3), Bischoff (3), Wissmann, Heib (1), Porges.

TSV Zizishausen: Augustin, Hauptvogel; Wolf (5/3), Friessnig (3), Reinl (2), Schmid-Ungerer (3), Baum (9), Götz (2), Grau (1), Fröhlich, Maas (3), Fuchs (2), Gotthardt (4), Wurster.

Schiedsrichter: Krauss / Schwing (TV Auenheim)

Zeitstrafen:

TV Bittenfeld II: Bischoff (3 und rote Karte), Buck.

Zizishausen: Maas (3 und rote Karte).

7 m:

Bittenfeld: 4/3, Bischoff verwirft.

Zizishausen: 4/3, Wolf verwirft.

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Für die Männer steht in der BWOL Teil zwei der englischen Woche auf dem Programm.  Am Feiertag Tag der deutschen Einheit sind die Schnaken um 17.00 Uhr beim TSV Weinsberg zu Gast. Nach der deftigen Pleite bei der SG Köndringen/Teningen wird die Aufgabe in Weinsberg nicht einfacher. Die Gastgeber liegen mit 4:4 Punkten im Tabellenmittelfeld und konnten dabei ihre zwei bisherigen Heimspiele siegreich gestalten. Bei den Zizishäusern steht bisher nur der Punkt vom 34:34-Unentschieden gegen Blaustein auf der Habenseite, der erste Sieg in der BWOL lässt bislang auf sich warten.

Mi, 03.10.18    

17:00     TSV Weinsberg   -  TSV Männer 1

Schnaken gehen in Teningen unter

30 September 2018 geschrieben von
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SG Köndringen/Teningen - TSV Zizishausen  42:28 (20:11)

Zweites Auswärtsspiel in der BWOL – zweite Pleite. Auch bei der SG Köndringen/Teningen gab es für den TSV Zizishausen nichts zu holen und mit dem 28:42 kassierten die Zizishäuser auch die höchste Niederlage der letzten Jahre.

Vom hoch gesteckten Ziel – Mittelfeldplatz – sind die Schnaken nach den ersten drei Spielen und 1:5 Punkten jedenfalls momentan weit entfernt. Die Gastgeber standen nach drei Auftaktniederlagen schon mit dem Rücken zur Wand, zeigten aber eine starke Reaktion und überzeugten mit erfolgreichem Tempo-Handball. Zizishausen hielt zu Beginn bis zum 2:2 (4.) durch einen Strafwurf von Timo Wolf mit. Dann folgten vier Treffer der SG zum 6:2 (9.), bei der die Gäste mit ihrer viel zu passiven Abwehr überhaupt  keinen Zugriff auf die gegnerischen Angreifer fanden. Daran änderte sich auch nach der frühen Auszeit von TSV-Trainer Vasile Oprea nichts. Zizishausen präsentierte sich als idealer Aufbaugegner  für die Gastgeber, die seit Ende Januar kein Spiel mehr gewonnen hatten und nach dem Abstieg in die BWOL auch in den ersten drei Spielen ohne Punkte blieben. Bis zum 10:6 (16.) hielten die Gäste noch den Abstand bei vier Toren Rückstand, doch nach zwei Kontern zum 7:14 (21.) nahm Oprea schon die nächste Auszeit. Die brachte jedoch keine Besserung im Spiel der Schnaken, und nach zwei weiteren Treffern des überragenden Maurice Bührer zum 16:7 (24.) war die Partie eigentlich schon gelaufen. Der stark verjüngten SG-Mannschaft  gelang fast alles, und der Hallensprecher brachte es mit der Bemerkung „jeder Schuss ein Treffer“ auf den Punkt. Alexander Himpel, der sportliche Leiter des TSV war beim 20:11-Pausenstand restlos bedient: „Wir gehen hier völlig unter.“

Das sollte sich auch in der zweiten Hälfte weiter bewahrheiten, als die wie entfesselt aufspielenden Gastgeber durch Johannes Silberer auf 32:17 (43.) erhöht hatten. Die Abwehr, Garant des Meistertitels in der Württembergliga und des Aufstiegs, scheint in der BWOL schlichtweg überfordert. Am Ende hatten die Zizishäuser beim 28:42 eine Lehrstunde in Sachen Tempo-Handball in der BWOL erhalten.

Viel Zeit die Wunden zu lecken bleibt nicht. Bereits am 3.Oktober steht die nächste schwere Aufgabe beim TSV Weinsberg auf dem Plan.

SG Köndringen/Teningen: Kicki, Mikucionis; Zank (1), Weise, Simak (2), Spinner (1), Bührer (12), Velz (7), Hantak (6/3), Blank, Schumacher (5), Fahrländer, Valda (1), Silberer (7).

TSV Zizishausen: Augustin, Hauptvogel; Minsch (1), Wolf (11/7), Friessnig (4), Reinl (3), Schmid-Ungerer, Götz (2), Baum (3), Grau, Fröhlich (1), Maas (3), Fuchs, Wurster.

Schiedsrichter: Brecht / Wilhelm (TSV Graben / TSV Neudorf)

Zeitstrafen:

Köndringen/Teningen: Simak, Hantak, Schumacher, Silberer.

Zizishausen: Minsch.

7 m:

Köndringen/Teningen: 3/3

Zizishausen: 8/7 – Wolf verwirft einmal.

BWOL: Zizis desolat in Halbzeit zwei

16 September 2018 geschrieben von
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NSU Neckarsulm - TSV Zizishausen  33:26 (13:12)

Im ersten Auswärtsspiel in der BWOL kassierte der TSV Zizishausen bei der NSU Neckarsulm eine deftige Niederlage. Nach einer desolaten Vorstellung in der zweiten Halbzeit unterlagen die Schnaken deutlich mit 26:33.

Dabei begann die Partie in Neckarsulm eigentlich perfekt aus Sicht der Zizishäuser, doch am Ende hatten die Gastgeber den längeren Atem wie schon in der Relegation 2017, als die NSU gegen den TSV die erste Hürde auf dem Weg in die BWOL nahm. Mark Reinl und Thomas Grau brachten die Schnaken mit 2:0 (4.) in Front, und beim 1:4 (9.) durch Cornelius Maas lagen die Gäste schon komfortabel in Front. Bis zum 5:8 (15.) nach Reinls drittem Treffer gab es an der Vorstellung des TSV Zizishausen nicht viel rumzumäkeln. Das änderte sich jedoch schlagartig. Denn nach den ersten Wechseln gab es einen völligen Bruch im Spiel der Gäste. Da fehlte im Angriff auf einmal die Geduld und es wurde viel zu oft unvorbereitet abgeschlossen. Die Gastgeber nahmen die Geschenke dankend an und drehten mit fünf Treffern in Folge zum 10:8 (24.) den Spieß herum. Beim 12:12 (29.) nach Treffern von Reinl und Maas hatten die Zizishäuser ihren Durchhänger scheinbar überwunden und kamen in den letzten 30 Sekunden vor der Pause nochmals in Überzahl in Ballbesitz. Doch anstatt den Angriff konsequent zu Ende zu spielen erfolgte der Abschluss zu früh, und Neckarsulm gelang mit einem Konter quasi mit dem Halbzeitpfiff das 13:12.

Dieser Treffer hinterließ Spuren, obgleich Zizishausen mit zwei Treffern durch Reinl und Jochen Fuchs zum 13:14 gut in Durchgang zwei startete. Doch in den folgenden Minuten lieferten die Schnaken eine Vorstellung, die die Zizishäuser Fans angesichts der vielen technischen Fehler und Disziplinlosigkeiten mit Entsetzen zur Kenntnis nehmen mussten. Die Gastgeber nutzten die Schwäche der Schnaken konsequent,  spielten sich in einen Rausch und zogen auf bis 24:15 (44.) davon. Zizishausens konsternierter Trainer Vasile Oprea nahm zwar zwischenzeitlich beim 20:15 (39.) eine Auszeit, die aber die Abwärtsspirale, in der sich die Gäste befanden, nicht aufhalten konnte. Nach dem 11:1-Lauf für die NSU war die Partie natürlich entschieden, und die Gastgeber konnten ihren Vorsprung locker verwalten. Zizishausen hatte sich mit einer inakzeptablen und undisziplinierten Vorstellung eigentlich selbst geschlagen und muss sich nach der 26:33-Niederlage als Mannschaft  selbst hinterfragen. Beim Heimspiel gegen Blaustein mit dem 34:34 schien die Welt noch in Ordnung, nun gab es den ersten Rückschlag, den es zu verarbeiten gilt.

NSU Neckarsulm: Bognar, Kerner; Göppele (3), Baumann (2), Trumpp (2), Brake (2), Schenk (8/3), Schreider (5/2), Weippert, Hofacker (5), Gohly (4), Mahl (2).

TSV Zizishausen: Augustin, Hauptvogel; Maas (5), Wolf, Friessnig (1), Schmid-Ungerer (2), Götz, Reinl (7), Baum (4), Grau (4), Fuchs (3), Fröhlich, Gotthardt, Wurster.

Schiedsrichter: Krauss / Schwing (TSV Auenheim)

Zeitstrafen:

Neckarsulm: Baumann (2), Brake (2).

Zizishausen: Baum (2), Grau (2), Gotthardt (2), Maas, Reinl.

7 m:

Neckarsulm: 6/5 – Schreider verwirft einmal.

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SKV Unterensingen - TSV Zizishausen 25:27 (11:16)

Der TSV Zizishausen hat sich am vorletzten Spieltag mit einem 27:25-Sieg beim SKV Unterensingen die Meisterschaft in der Württembergliga Süd gesichert und den Aufstieg in die BWOL geschafft. Das Lokalderby mit vielen Zuschauern und einer gandiosen Stimmung war ein perfekter Rahmen für den größten Erfolg in der Geschichte des TSV Zizishausen. Von Beginn an war den Schnaken anzusehen, dass sie hier und jetzt alles klar machen wollten. Auch wenn die Nervosität auf beiden Seiten spürbar war. Nach der ausgeglichenen Anfangsphase führten die Gastgeber mit 7:6 (13.), scheiterten dann aber in der Folge immer wieder an der Zizishäuser Deckung und am stark haltenden Benjamin Hauptvogel. Mit sechs Treffern setzten sich die Schnaken vorentscheidend auf 12: 7 (22.) ab. Zur Pause stand es dann 11:16. Zizishausens überglücklicher Trainer Georgios Chatzigietim sprach nach der Partie auch von "einer der besten ersten Hälften seit langer Zeit".

Im zweiten Durchgang erhöhten die Schnaken den Vorsprung noch auf 21:15 (39.) durch Julian Baum, doch die personell geschwächten Gastgeber hielten dagegen und kämpften sich wieder heran. Und wie schon letzte Woche in Wolfschlugen mussten die Fans des TSV miterleben, wie das Polster zuammenschrumpfte. Beim 19:21 (48.) waren es nur noch zwei Tore. Dass es nicht knapper wurde, lag vor allem an zwei Gäste-Akteuren: Maximilian Friessnig und Benjamin Hauptvogel. Friessnig übernahm die Verantwortung im Angriff und hielt sein Team mit fünf Treffern in der Schußphase vorn, und Zizishausens Keeper vereitelte manche Großchance des SKV. Der verwandelte Strafwurf von Timo Wolf zum 23:26 (58.) war dann die Entscheidung - und am Ende feierte Zizishausen Sieg und den Aufstieg.

SKV Unterensingen: Klingler, Camovic; Briem (4), Hihn, Rapp (1), Benz, Krämer (6/2), Mäntele, Hablizel (5), Buck, Paßmann, Bürker (3), Brändle (5).

TSV Zizishausen: Hauptvogel, Schröter, Orlic; Minsch (2), Wolf (1/1), Friessnig (6), Reinl (2), Baum (6/2), Dreimann, Grau (1), Appelrath (6), Fröhlich (2), Ulbrich, Gotthardt (1).

Schiedsrichter: Geis/Hanselmann (TSV Ehniingen)

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TSV Wolfschlugen – TSV Zizishausen 21:22 (10:10)

Dem TSV Zizishausen fehlt nur noch ein Sieg zum Aufstieg in die BW-Oberliga, nachdem die Schnaken in einem hart umkämpften Lokalderby den TSV Wolfschlugen mit 22:21 besiegt haben. Spielerisch war es kein Leckerbissen, dafür stand für beide Mannschaften zu viel auf dem Spiel, aber spannend war es allemal. Nach der ausgeglichenen ersten Hälfte erwischten die Gäste den besseren Start in Durchgang zwei und gingen beim 12:15 (43.) durch Julian Baum erstmals mit drei Toren in Führung. Wolfschlugen verkürzte durch zwei Treffer von Jonas Friedrich nochmals auf 14:15, doch dann spielten sich die Schnaken, angetrieben von den vielen Zizishäuser Fans, in einen Rausch und zogen auf 20:15 (51.) davon. Die Entscheidung war das aber noch lange nicht. Timo Wolfs Strafwurf zum 21:16 (52.) blieb für über fünf Minuten das letzte Erfolgserlebnis der Gäste. Nun bekamen die Hexenbanner die zweite Luft und erzielten nach fünf Treffern in Serie den 21:21-Ausgleich (58.) durch Louis Mönch. Zizishausen wankte kurz, aber Baum brachte sein Team wieder mit 22:21 in Front - und diesen knappen Vorsprung retteten die Gäste am Ende ins Ziel.

TSV Wolfschlugen: Dunz, Gückel; F. Rebmann, J. Rebmann (2), Völter (2), Planitz (2), Stoll (1), Lötzbeyer, Toth, Rummel, Mönch (2), Kania (8/3), Friedrich (4), Heetel.

TSV Zizishausen: Hauptvogel, Schröter; Minsch (2), Wolf (3/1), Friessnig (1), Reinl (3), Baum (7/1), Dreimann (2), Grau, Müller, Appelrath (4), Fröhlich, Ulbrich.

Schiedsrichter: Beckstein/Laukenmann (TSV Deizisau).

Zeitstrafen: Planitz (3 und rote Karte), Stoll (2), Toth, Friedrich  -  Grau (2), Minsch, Reinl, Dreimann, Appelrath.

Siebenmeter: 3/3  -  4/2 (Baum trifft den Pfosten, Wolf scheitert an Dunz).

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HSG Albstadt – TSV Zizishausen 21:31 (10:14)

Der TSV Zizishausen hat die Pflichtaufgabe beim Schlusslicht HSG Albstadt mit dem 31:21 (14:10)-Erfolg relativ souverän gelöst, auch wenn die bereits als Absteiger feststehenden Gastgeber mit großem Einsatz zumindest in der ersten Hälfte mithalten konnten.

Zizishausens Trainer Georgios Chatzigietim bescheinigte seinem Team „eine konzentrierte und gute Leistung, auch wenn wir am Anfang vielleicht etwas übermotiviert waren und glaubten, die Partie gleich in den ersten Viertelstunde entscheiden zu müssen. Aber so einfach funktioniert das nicht.“

Zwar führten die Gäste schnell durch zwei Treffer von Mark Reinl mit 2:0 (3.), den Gastgebern gelang jedoch mit zwei schnellen Gegenstößen über Michael Meier dann der Ausgleich zum 3:3 (8.). Albstadt setzte verletzungsbedingt auf viele A-Jugendliche, die ihre Saison sehr erfolgreich mit dem zweiten Platz in der Württembergliga abgeschlossen haben und somit die Hoffnungsträger der HSG für einen Neuanfang in der Landesliga sind. Diese jungen Wilden nutzten dann auch die erste Schwächephase der „Schnaken“, um beim 7:6 durch Dane Lebherz erstmals in Führung zu gehen (15.). Die Gäste wurden da durch zwei Zeitstrafen in Folge dezimiert und handelten sich mit dem zusätzlichen Feldspieler auch einen Gegentreffer ins leere Tor ein. Torhüter „Jimmy“ Schröter verhinderte kurz darauf mit einem abgewehrten Konter einen höheren Rückstand, und Reinl, der mit sieben Treffern im ersten Durchgang nicht zu stoppen war, gelang der erneute Ausgleich.

Nach dem Strafwurf von Simon Schurer zum 8:7 versammelte TSVZ-Coach Chatzigietim seine Jungs um sich, sprach in der Auszeit die Abstimmungsprobleme in der Deckung an und forderte, im Angriff geduldiger zu spielen. Julian Baum besorgte mit einem Strafwurf die erneute Führung zum 9:8, die Niklas Minsch und Reinl mit zwei Treffern in Überzahl auf 12:9 ausbauten. Kurz vor der Pause sorgten dann noch Mathias Dreimann und Reinl mit den Treffern zum 14:10 für ein beruhigendes Polster für die zweite Hälfte.

In dieser legten die Zizishäuser gleich mit einer schnellen zweiten Welle zum 15:10 durch Thomas Grau nach (32.). Kurios dann der Treffer von Reinl zum 11:17, als er den Ball in der Abwehr eroberte und den gegnerischen Torhüter, der sich zur Absprache an der Auswechselbank befand, mit dem Wurf ins verwaiste Tor überraschte. Albstadt kämpfte sich nochmals auf 14:17 heran, musste dann aber nach und nach abreißen lassen, weil sich die Zeitstrafen häuften. Den Freiraum nutzten die „Schnaken“ und erzielten in der Überzahl einige Treffer über die Außenpositionen durch Minsch und Nico Fröhlich. Der in der letzten Viertelstunde eingewechselte Aladin Orlic fügte sich mit einem abgewehrten Gegenstoß gleich prächtig ein und vereitelte auch in den folgenden Minuten einige Chancen der HSG. So wuchs der Vorsprung weiter an und am Ende siegten die Gäste klar mit 31:21 Toren. Damit behaupten sie das Drei-Punkte-Polster auf Verfolger Unterensingen.

„Ich war mir sicher, dass sich unsere Qualität früher oder später durchsetzen würde, wenn wir weiter konzertiert bleiben und nicht nachlassen“, so das abschließende Statement von Trainer Georgios Chatzigietim, der bedauert, dass der TSV Zizishausen vor den beiden Derbys in Wolfschlugen und Unterensingen am kommenden Wochenende erneut spielfrei ist.

HSG Albstadt: Friedel, S. Maier; Hofele (2), Schlegel (2), Schmiederer (4), Rau, Lebherz (1), Menger (1), Schurer (6/4), Link (2). M. Maier (3), Gehring.

TSV Zizishausen: Schröter, Hauptvogel, Orlic; Minsch (6), Wolf (1), Friessnig (n. e.), Reinl (10), Baum (5/3), Dreimann (2), Grau (2), Appelrath (2), Fröhlich (3), Ulbrich.

Schiedsrichter: Müller/Schmidt (SG Leonberg/Eltingen).

Zeitstrafen:

Albstadt: Link (2), Hofele, Lebherz, Schmiederer

Zizis: Wolf, Dreimann (2), Minsch.

Siebenmeter:

Albstadt : 4/4

Zizis:  4/3 (Baum scheitert an Friedel).

Schnaken mit Zittersieg weiter vorn

28 März 2018 geschrieben von
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TSV Zizishausen - HSG Winzingen-Wißgoldingen-Donzdorf  29:28 (14:14)

Einmal tief durchatmen mussten die Fans des TSV Zizishausen, als am gestrigen Sonntagabend der hauchdünne 29:28 (14:14)-Erfolg gegen die HSG Winzingen-Wißgoldingen-Donzdorf  feststand. Mit seinem Treffer 20 Sekunden vor dem Abpfiff sicherte Dennis Ulbrich seinem Team beide Punkte, womit die Schnaken weiter drei  Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger Unterensingen behaupten.

TSV-Trainer Georgios Chatzigietim war zuerst einmal erleichtert über den Sieg, und dass seine Mannschaft „großen Einsatz und Kampgeist bewiesen habe, obwohl einige Spieler gesundheitlich angeschlagen waren“. Zudem sei „die HSG ein starker Gegner gewesen, der gezeigt habe, warum man die letzten vier Spielen gewonnen hatte.“

Wie stark die Gäste bisher in der Rückrunde auftrumpfen, bekamen die Zizishäuser gleich in der Anfangsphase zu spüren. Nach dem Trainerwechsel Anfang des Jahres hat man sich mit 15 Punkten etwas Luft im Abstiegskampf verschafft, kann sich aber noch nicht in Sicherheit wiegen. Gegen den Tabellenführer trat die HSG selbstbewusst auf und nutzte die erste Schwächephase der Gastgeber, um nach drei Treffern in Folge mit 5:3 (7.) in Führung zu gehen. Auch in den nächsten Minuten lief das Spiel an den „Schnaken“ vorbei und einige Fehlwürfe und technische Fehler ermöglichten es den Gästen mit schnellen Gegenstößen auf 5:10 (15.) davonzuziehen.

TSV-Coach Chatzigietim nahm die dringend gebotene Auszeit, nach der sich sein Team in der Deckung stabilisierte und fast fünf Minuten ohne Gegentreffer blieb. Vorne trafen dreimal hintereinander  Dennis Ulbrich und Thomas Grau zum 9:10 –Anschluss (20.). Die HSG behauptete jedoch noch ihren kleinen Vorsprung, erst beim 13:13 (27.) gelang Mark Reinl der erneute Ausgleich. Mit einem verwandelten Strafwurf von Julian Baum ging es dann unentschieden 14:14 in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel verlief die Partie weiterhin ausgeglichen und wogte hin und her. Beim 17:16 (36.) durch Grau mit einer energischen Einzelaktion lagen die Hausherren erstmals wieder vorn, und es schien als könnten sie sich nun etwas absetzen. Zweimal erhöhten die „Schnaken“ ihren Vorsprung auf zwei Tore (21:19 und 22:20), doch die Gäste ließen sich nicht abschütteln und kamen durch ihre erfolgreichsten Werfer  Dennis Schmid und Fabian Schneider wieder zum 22:22-Ausgleich (46.).

Die HSG-ler kassierten zwar in der letzten Viertelstunde fünf Zeitstrafen, kompensierten dies aber im Angriff mit dem zusätzlichen Feldspieler für den Torwart und waren so trotz Unterzahl immer wieder erfolgreich. Andererseits bemängelte TSV-Trainer Chatzigietim auch das eigene Überzahl-Spiel, „wo wir einige falsche Entscheidungen getroffen haben und Chancen nicht nutzen konnten“.

Beim 23:24 (49.) durch Nico Heilig führte plötzlich wieder die HSG, und Zizishausen musste sich mächtig strecken, um nicht weiter abreißen zu lassen. Nach Baums Siebenmetertreffer zum 27:27 (57.) brachte Reinl die „Schnaken“ wieder in Front. Schneider egalisierte nochmals zum 28:28 (59.), ehe Ulbrich nach einem langen Angriff unter höchster Bedrängnis mit einem Dreher das 29:28 erzielte. Winzingen-Wißgoldingen-Donzdorf kam zwar noch zum Gegenangriff, konnte aber keine echte Chance mehr herausspielen.

Am Ende war die Erleichterung bei den Zizishäusern groß über diesen hart erkämpften Sieg, der den Traum vom Aufstieg weiterleben lässt.

TSV Zizishausen: Hauptvogel, Schröter; Minsch (1), Wolf (1), Reinl (6), Baum (8/4), Dreimann (2), Grau (4), Müller, Appelrath, Ulbrich (4), Gotthardt (3).

HSG Winzingen-Wißgoldingen-Donzdorf: Wirtl, Krieg; Corces (3), Baur, Ambrosch, Hommel (2), Schmid (4), Pfeilmeier (3), Heilig (2), Bühler (2), Müller, Köller (3/2), Brühl, Schneider (9).

Schiedsrichter: D. Salles / L.Salles (TGV Eintracht Beilstein)

Zeitstrafen:

Zizishausen: Baum, Grau

Winzingen-Wißgoldingen-Donzdorf:Brühl (3 und rote Karte), Heilig (2), Ambrosch, Müller, Schneider.

7m:

Zizishausen: 5/4, Baum trifft einmal den Pfosten

Winzingen-Wißgoldingen-Donzdorf: 2/2.

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MTG Wangen - TSV Zizishausen  33:33 (17:12)

Mit großem Einsatz und Kampfgeist rettete der TSV Zizishausen einen Punkt beim 33:33 (12:17)  gegen die MTG Wangen. Ein Unentschieden, dass sich am Ende wie ein Sieg anfühlte, hatten die Zizishäuser doch in der „Hölle Süd“ in Wangen mit drei Trefffern in der letzten Minute ein lange verloren geglaubtes Spiel noch aus dem Feuer gerissen.

TSV-Trainer Georgios Chatzigietim war auch nach der Partie „unglaublich stolz auf unser Team, das bis zum Schlusspfiff große Moral bewiesen hat. So ein Spiel habe ich auch noch nicht erlebt – mit drei Toren in der letzten Minute noch einen Punkt zu holen.“

Allerdings musste Zizishausens Coach auch registrieren, dass „wir überhaupt nicht gut in die Partie reingekommen sind, nur reagiert haben und ständig dem Rückstand hinterherlaufen mussten.“ Nach dem 1:1 (2.) von Thomas Grau erhöhten die Gastgeber durch Marc Kuttler und dem reaktivierten Stefan Rosenwirth auf 3:1 (3.). Die Gastgeber schienen perfekt vorbereitet, obwohl man zwar nicht mit einem Sieg gegen Tabellenführer rechnete, aber ärgern wollte man die „Schnaken“ schon. Schließlich stecken die Allgäuer ohne ihren langzeitverletzten kongenialen Spielmacher Aaron Mayer unerwartet im Abstiegskampf und brauchen jeden Punkt. Die Gäste bekamen in der Deckung keinen Zugriff auf den groß gewachsenen Kuttler, der in der ersten Hälfte fünfmal erfolgreich war, und Wirbelwind Elia Mayer. So fehlten den Zizishäusern die Ballgewinne und einfachen Treffer im Gegenstoß und so musste jedes Tor im Angriff hart erarbeitet werden. Dennoch brachten Timo Wolf und Grau die Gäste nochmals auf 7:8 (13.) heran, ehe man eine mehrminütige Durststrecke zu verkraften hatte, in der einige Chancen nicht verwandelte werden konnten. Die MTG zog auf 13:7 (22.) davon, und die „Schnaken“ schienen ihrem Ruf als Lieblingsgegner der  Wangener  gerecht zu werden. Zwar hatte der TSV das Hinspiel mit 28:25 für sich entschieden, aber eben davor auch fünfmal in Serie den Kürzeren gezogen.

Bis zur Pause gelang es den Gäste nicht mehr  den Rückstand zu verkürzen, zumal man kurz vor dem Seitenwechsel auch noch eine kritische Phase zu überstehen hatte, als drei Zizishäuser und ein Akteur der Gastgeber auf der Strafbank saßen. Der einmal mehr überragende Torschütze Julian Baum ließ sich davon aber nicht beeindrucken und netzte mit dem Pausenpfiff zum 17:12 ein.

Obwohl der TSV in der zweiten Hälfte alles in die Waagschale legte, hielten die Gastgeber, angetrieben vom lautstark mitgehenden Publikum in der „Hölle Süd“, ihren Vorsprung. Erste Hoffnung keimte beim Anhang der „Schnaken“ auf, als Baum und Grau auf 21:24 (44.) verkürzten. Doch weiter ging es nicht: „es war wie verhext. Immer wenn die Chance da war, kam ein Pfosten oder eine Zeitstrafe dazwischen“, so Chatzigietims Kommentar zu dieser Phase.

Als dann Mayer mit einem Strafwurf an TSV-Keeper“ Jimmy“ Schröter scheiterte, gelang Baum das 29:31, aber da waren nur noch knapp drei Minuten zu spielen. Und mit dem 33:30 (59.) durch Sebastian Staudacher wähnten sich die Hausherren wohl schon auf der Siegerstraße. Doch Chatzigietim holte seine Mannen eine Minute und sechs Sekunden vor dem Ende nochmals zu einer Auszeit zusammen. Ob da nun ein genialer Plan oder ein Zaubertrank ausgegeben wurde, bleibt geheim, aber auf jeden Fall verlief die Schlußminute perfekt und „auch mit dem nötigen Quäntchen Glück“, so der überglückliche TSV-Trainer.

Der angesagte schnelle Abschluss durch Baum zappelte im Netz. Im Gegenzug parierte Schröter den Heber des Wangener Spielers und schickte Appelrath mit einem weiten Pass auf die Reise. Dieser konnte nur durch ein Foul gestoppt werden, für das es zwar  eine Zeitstrafe, aber nur einen Freiwurf gab. Davon ließ sich Baum jedoch nicht beirren und hämmerte den Ball zum 32:33 ins gegnerische Tor. Bei offener Manndeckung spitzelte Appelrath seinem Gegenspieler den Ball aus der Hand, Mark Reinl nahm den freien Ball auf, passte fast schon im Liegen auf dem Boden zu Dominic Gotthardt, der den 33:33-Ausgleichstreffer erzielte. Wie unglaublich schnell diese drei Treffer fielen, zeigte sich daran, dass Wangen fünf Sekunden vor Schluss sogar noch die Chance auf den Siegtreffer hatte. Doch nach der Auszeit blockte die Zizishäuser Deckung beide Versuche ab, und der Rest war nur noch Jubel über den gewonnenen Punkt. 

Ein Punkt, der „unglaublich gut für die Moral ist und uns hoffentlich Auftrieb für die nächsten Spiele gibt“, so das Fazit von Chatzigietim nach diesem Krimi in Wangen.

MTG Wangen: Kucera, Nerger; Fischer, Rosenwirth (5), Staudacher (6), Kruzinski, Kuttler (8), Bader (1), Bächle (3), E.Mayer (9/3), Glatzel, Köhler, Schnitzer.

TSV Zizishausen: Hauptvogel, Schröter; Minsch, Wolf (3), Reinl (2), Baum (10/2), Dreimann (5), Grau (7), Müller (1), Appelrath, Fröhlich (1), Ulbrich (1), Gotthardt (3).

Schiedsrichter: Berger / Tona (SG Tübingen / TV Brenz)

Zeitstrafen:

Wangen: Kruzinski (2), Kuttler, Mayer, Schnitzer.

Zizishausen: Grau ( 3 und rote Karte), Hauptvogel, Reinl, Appelrath, Ulbrich.

7m:

Wangen: 4/3, Mayer scheitert an Schröter.

Zizishausen: 2/2.