Desolate Leistung in Laupheim

11 Oktober 2016 geschrieben von
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Die mit 8:0 Punkten in die Saison gestarteten Schnaken müssen einen herben Rückschlag wegstecken und verlieren nach einer desolaten Abwehr- und Torhüterleistung nicht nur die Tabellenführung sondern auch den sich schwer am Knie verletzten Kreisläufer Maik Zimmermann.

Es war ein mehr als gebrauchter Tag für den TSV Zizishausen. Nach den 60 Minuten beim hrw Laupheim wusste man nicht was schlimmer war, die mehr als deutlich und natürlich am Ende viel zu hohe Niederlage oder dass mal wieder der Kader geschwächt würde durch neue Verletzungen von Maik Zimmermann und Sascha Hartl bei denen ein Einsatz nächste Woche im Derby fraglich ist. Das Spiel begann umkämpft, die Hausherren starteten mit einer extrem offensiven 3-2-1 Deckung um die im Rückraum starken Schnaken in den Griff zu bekommen. Die ersten Minuten ließen ein schwer umkämpftes Spiel erahnen, dies sollte sich aber bald ändern. Die Schnaken bekamen von Anfang an ihre Abwehr nicht dicht und fanden nicht in die Zweikämpfe.


Laupheim konnte die Lücken in der Abwehr nutzen und hatte mit Constantin Striebel den erfolgreichsten Schützen, mit 13 Toren, auf ihrer Seite. Nach 20 Minuten lagen die Gäste schon 11:6 zurück und die Köpfe gingen schon mehr und mehr nach unten. Da nahm Trainer Breitenbacher die Auszeit mit der Hoffnung sein Team wach rütteln zu können jedoch stand es 10 Minuten später zur Halbzeit bereits 21:15. In der zweiten Halbzeit versuchten die Schnaken noch einmal alles in die Waagschale zu werfen bis zum Stand von 25:20 hätte man auch dass Gefühl man könnte das Spiel noch einmal drehen, als dann aber eine freie Chance nach der anderen vergeben wurden und im Gegenzug die Laupheimer trafen wie sie wollten war die Niederlage besiegelt. Dass sie am Ende so deutlich mit 39:28 ausfiel war sicherlich unnötig, allerdings auch den im Spiel verletzen Spielern Zimmermann, Chatzigitiem, Grau und Hartl geschuldet. Nun muss man in der Woche vor dem Derby den Mund abputzen, die Fehler analysieren und sich voll und ganz auf die nächste Aufgabe konzentrieren.

Tore: Hauptvogel, Schröder, Minsch 3, Hartl 1, Schneider 2, Renner-Slis 1, Friessnig 5 (1/1), Zimmermann 3, Reinl 1, Grau 3, Dreimann 1, Müller 1, Fröhlich 4, Chatzigitiem 3 (1/3)

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TSV Zizishausen  - TSV Heiningen   22:21 (9:8)

Der TSV Zizishausen bleibt auch nach dem vierten Spiel ungeschlagen in der Württembergliga, das war das positive Fazit nach dem  22:21-Erfolg gegen den TSV Heiningen. Das Spitzenspiel hielt jedoch in keiner Weise den Erwartungen stand, die man bei einer Partie zweier noch ungeschlagener Mannschaften  hegen durfte.

Zudem fiel Zizishausens Stefan Appelrath schon in der Anfangsphase mit Verdacht auf eine schwerwiegende Schulterverletzung aus.

TSV-Trainer Holger Breitenbacher analysierte nach der Partie: „Das war ein Kampfspiel mit starken Abwehrreihen und hervorragenden Torhütern auf beiden Seiten.“

Soweit der positive Aspekt eines Spiels, das nach dem Schlußpfiff durch einen verwandelten Strafwurf von Georgios Chatzigietim doch noch einen Sieger fand, aber eigentlich keinen Sieger verdient hatte. Und auch Breitenbacher sprach von einem  „typischen Unentschieden-Spiel – aber wir nehmen die zwei Punkte natürlich gerne mit.“

Beide Teams präsentierten sich mit erstaunlich wenig Durchschlagskraft im Angriff,  schafften es auch in Überzahl selten gute Chancen herauszuspielen,  zudem fehlte es auch an der Präzision im Zuspiel. Wobei die Zizishäuser zumindest in den Anfangsminuten bei ihren Anhängern noch Hoffnungen auf einen sicheren Heimerfolg weckten. Denn da führten die Gastgeber bereits mit 3:0 (8.) und kurz darauf war Heiningens Coach Marcus Graf bereits zur ersten Auszeit gezwungen. Besser wurde es danach auch nicht, und obwohl Chatzigietim für die Schnaken schon zweimal vom Siebenmeterpunkt am Gäste-Keeper Timo Rapp gescheitert war, lag man immer noch mit 7:4 (18.) in Front. Jedoch passten sich die Hausherren mehr und mehr dem Niveau der Gäste an. Torhüter Jimmy Schröter gab sein Bestes und wehrte innerhalb von vier Minuten zwei Strafwürfe ab, doch bei seinen Vorderleuten ging nichts mehr und ein Ball nach dem anderen im Angriff durch technische Fehler verloren. Die Gäste nahmen die Einladung dankend an und erzielten durch Robin Zöller Sekunden vor dem Halbzeit-Pfiff zum 9:8-Anschlußtreffer.

Auch nach dem Seitenwechsel wurde die Partie nicht ansehnlicher. Die Hausherren zogen durch Mathias Dreimann und Maximilian Friessnig zwar nochmals auf 12:9 (36.) davon, aber danach war dann völlig der Wurm drin. Mit vier Treffern in Folge gingen die Gäste erstmals mit 13:12 (41.) in Führung, blieben bis zum 18:16 (51.) weiter vorn und werden sich darüber wohl am meisten gewundert haben.

Aber der Spielfilm hatte noch eine Wendung parat. Benjamin Hauptvogel gab seinem Team mit zwei parierten Siebenmetern einen Schub nach vorn und diesen nutzten die Schnaken und lagen nach drei Toren beim 19:18 (54.) durch Chatzigietim wieder vorn. Nachdem Sascha Hartl zwei Minuten vor Schluß auf 21:19 erhöhte, schien der Sieg für die Gastgeber zum Greifen nahe. Doch in Unterzahl konnte keine gute Chance erspielt werden und den Gästen gelang zehn Sekunden vor Ende der Ausgleichstreffer durch Julian de Boer zum 21:21 und zur vermeintlichen, gerechten Punktteilung. Nach einem schnellen Anspiel wurde Nico Fröhlich beim Wurfversuch behindert und erhielt dafür von den Schiedsrichtern für alle überraschend einen Siebenmeter zugesprochen. Nach der neuen Regel hatte diese Aktion automatisch die rote Karte für Heiningens Jan Vogl zur Folge. Eine bittere Pille für die Gäste, die so um einen Punkt gebracht wurden.

Chatzigietim ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte den Strafwurf nach Ablauf der Spielzeit zum glücklichen 22:21-Sieg. Zizishausens Mark Reinl brachte es auf den Punkt: “ Schlecht gespielt,  gewonnen, abhaken.“

 

TSV Zizishausen: Schröter, Hauptvogel; Minsch (2), Hartl (2), Schneider, Friessnig (6), Zimmermann (1), Reinl (2), Dreimann (1), Grau (1), Müller (1), Fröhlich, Appelrath, Chatzigietim (6/4).

TSV Heiningen: Rapp, Braun; Walter (4/2), R.Zöller (4), de Boer (2/1), Bräunle (2), Brodbeck, Wohlang, Dannemann (3), Gokeler, Welz, Vogl (3), C.Zöller (3), Gall.

Schiedsrichter: Banzhaf / Ernst (SG Ober-/Unterhausen)

Rote Karten:

Zizishausen: Grau nach der dritten Zeitstrafe.

Heiningen: Vogl, Foulspiel in den letzten 30 Sekunden.

Zeitstrafen:

Zizishausen: Grau (3), Minsch, Friessnig, Zimmermann, Reinl, Dreimann

Heiningen: C.Zöller (2), de Boer, Brodbeck.

7m:

Zizishausen: 7/4, zweimal Chatzigietim und Müller scheitern an Timo Rapp.

Heiningen: 7/3, C.Zöller und de Boer verwerfen gegen Schröter, und in der 2. Halbzeit Walter zweimal gegen Hauptvogel.

souveräner Auswärtssieg

25 September 2016 geschrieben von
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HSG Langenau/Elchingen  - TSV Zizishausen   24:34 (14:17)

Der TSV Zizishausen hat auch sein drittes Spiel gewonnen und behauptet den Spitzenplatz in der Württembergliga-Tabelle. Bei der HSG Langenau/Elchingen landeten die Schnaken einen unerwartet deutlichen 34:24-Sieg.

Vor der Partie bei der kampfstarken HSG waren die Zizishäuser doch etwas angespannt, da Andre Schneider, Maximilian Kaplick und Patrick Renner-Slis angeschlagen pausieren mussten, so dass Co-Trainer Dennis Ulbrich schon mal vorsorglich das Trikot überstreifte. Aber sein Einsatz war letztlich gar nicht notwendig, da sein Team eine starke und konzentrierte Leistung ablieferte.

TSV-Trainer Holger Breitenbacher war nach dem souveränen Auswärtssieg sehr zufrieden: „Wir haben hervorragend verteidigt und auch in der Höhe verdient gewonnen.“

Nur in der Anfangsphase hatten die Zizishäuser einige Probleme mit dem schnellen, variablen Angriffsspiel der Gastgeber und lagen bis zum 8:6 (12.) zurück. Mit vier Treffern in Folge drehten die Gäste die Partie zum  8:10 (14.) und nutzten auch danach immer wieder die Ballgewinne zum schnellen Konter über die Außen Niklas Minsch und Nico Fröhlich. In der letzten Minute vor der Pause erhöhten dann Maximilian Friessnig und Sascha Hartl auf 17:14 für den TSV.

Zu Beginn der zweiten Hälfte sorgte Mark Reinl mit zwei Treffern aus dem Rückraum für die beruhigende 19:14-Führung (33.). Diesen Vorsprung verteidigten die Gäste  bis zum 21:25 (49.) durch Hendrik Schenk. Die HSG stellte dann in der Schlussphase auf eine offensive 4:2-Deckung um, und hoffte so das Spiel noch zu ihren Gunsten wenden zu können. Doch TSV-Coach Breitenbacher reagierte prompt mit einer Auszeit und stellte sein Team auf die neue Herausforderung ein. Vor allem der agile Sebastian Appelrath nutzte den Freiraum und ließ mit drei Treffern zum 21:28 (53.) keinen Zweifel am Erfolg der Gäste aufkommen. Großen Anteil hatte auch Torhüter Benjamin Hauptvogel, der in der zweiten Hälfte zwischen den Pfosten stand und in dieser Phase drei Strafwürfe in Folge abwehrte. Friessnig und Hartl  bauten den Vorsprung weiter auf 30:21 (55.) aus, und am Ende stand ein deutlicher 34:24-Erfolg auf der Anzeigetafel. 

 

HSG Langenau/Elchingen: Henseler, Hinkelmann; Junginger (1), Buntz (3), Mannes (1), Schaden (7/4), Englisch, Schenk (2), Baresel (1), Renner (4), Buck (2), Schorn (3), Ruoff.

TSV Zizishausen: Schröter, Hauptvogel; Minsch (3), Hartl (4), Friessnig (6), Zimmermann, Reinl (7), Ulbrich, Dreimann, Grau (1), Müller, Fröhlich (4), Appelrath (6), Chatzigietim (3/2).

Schiedsrichter: Hanselmann / Geis (TSV Ehningen)

Zeitstrafen:

Langenau/Elchingen: Junginger, Buntz, Baresel, Hinkelmann.

Zizishausen: Chatzigietim (2), Minsch, Friessnig, Dreimann, Grau.

7m:

Langenau/Elchingen: 7/4, Schaden, Schorn und Junginger scheitern an Hauptvogel.

Zizishausen: 3/2, Chatzigietim verwirft einmal.

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TSV Zizishausen  - TSV Bad Saulgau  33:24 (14:11)

Einen erfolgreichen Heimspiel-Auftakt feierte der TSV Zizishausen beim 33:24 (14:11) gegen den TSV Bad Saulgau. Dabei legten die Gastgeber mit fünf Treffern in Folge zum 19:13 zu Beginn der zweiten Halbzeit den Grundstein zum am Ende noch deutlichen Heimsieg.

Der Aufsteiger Saulgau, den TSV-Trainer Holger Breitenbacher als recht stark einschätzt und im Tabellenmittelfeld erwartet, hielt insbesondere in der ersten Hälfte die Partie offen. Nach flottem Beginn führte Zizishausen bereits mit 4:1 (5.), wobei sich Maximilian Friessnig mit drei Rückraum-Krachern auszeichnen konnte. Die erste Zeitstrafe für die Schnaken nutzten die Gäste, um durch Fabian Kohler auf 4:3 (6.) zu verkürzen. Die Partie wurde nun kampfbetonter, was sich auch in den acht Zeitstrafen vor der Pause, fünf  davon für die Gastgeber, ausdrückte. Zizishausen blieb weiter vorn, nur beim 7:7 (17.) durch Istvan Gaspar gelang Saulgau nochmals der Ausgleich, ehe Niklas Minsch und Nico Fröhlich mit zwei Kontern zum 9:7 (18.) wieder für ein kleines Polster sorgten. Mark Reinl traf dann wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff zum 14:11-Halbzeitstand.

Nach Wiederbeginn hielt zunächst Linkshänder Ioan Constantin Rosca die Gäste mit zwei Toren zum 15:13 (32.) im Spiel, ehe die nun deutlich stabilere Deckung der Gastgeber zum Tragen kam. Immer wieder konnten die Schnaken die gegnerischen Angriffe unterbinden oder die Saulgauer Werfer in deutlich ungünstigere Wurfpositionen zwingen. Fünf schnelle Konter über die zweite Welle nutze der TSVZ zur klaren 20:13-Führung (38.), die zusätzliche Sicherheit verlieh.

Zizishausen hielt durch viele Wechsel das Tempo hoch und fand auch immer wieder eine Lösung gegen die verschiedenen Abwehrformationen der Gäste. Beim 30:20 (54.) lagen die Hausherren erstmals mit zehn Toren in Front. durch Sebastian Appelrath. Am Ende stand ein letztlich ungefährdeter 33:24-Erfolg.

TSV-Trainer Holger Breitenbacher sah auch in der Ausgeglichenheit seines Teams den entscheidenden Vorteil: „wir konnten ständig durchwechseln und hatten keinen Bruch oder Durchhänger in unserem Spiel. Das war ein guter Heimspiel-Auftakt, und jeder Spieler hat heute seine Leistung gebracht“.

Getrübt wurde der Sieg etwas durch den Ausfall von André Schneider, wobei man sehen muss, wie schwerwiegend die Blessur letztlich ist. Mit zwei Siegen im Gepäck reist man nun am kommenden Samstag zur HSG Langenau/Elchingen, wo es in den letzten Jahren  immer umkämpfte Begegnungen gab.

TSV Zizishausen: Schröter, Hauptvogel; Minsch (4), Schneider, Renner-Slis, Friessnig (6), Reinl (2), Dreimann, Grau (4), Müller (3), Fröhlich (3), Appelrath (2), Chatzigietim (8/4).

TSV Bad Saulgau: Bakos, Engler; Kohler (4), Zimmerer, Osterc (4), M. Kruse, Gaspar (2), Rosca (7), Luib (1), Hillenbrand (1), Reck, Matt (3/1), S. Kruse (1), Aldica (1).

Schiedsrichter: Müller / Schmidt (SG Leonberg/Eltingen)

Zeitstrafen:

Zizishausen: Zimmermann (2), Friessnig, Reinl, Dreimann, Fröhlich, Chatzigietim.

Saulgau: S.Kruse (2), Zimmerer, Osterc, Luib.

erfolgreicher Auftakt

14 September 2016 geschrieben von
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TV Gerhausen – TSV Zizishausen 23:25 (10:11)

Der TSV Zizishausen ist mit einem 25:23 (11:10)-Sieg beim TV Gerhausen erfolgreich in die neue Württembergliga-Saison gestartet. Damit wurden die „Schnaken“ ihrer leichten Favoritenrolle gerecht, doch am Ende bedurfte es schon eines gewaltigen Kraftakts, um den 20:23-Rückstand sieben Minuten vor Schluss noch umzubiegen.

TSVZ-Trainer Holger Breitenbacher war mit den zwei Punkten zum Auftakt natürlich zufrieden und bescheinigte seinem Team „50 Minuten ganz ordentlich gespielt“ zu haben, aber es gab da auch die Schwächephase, in der die Zizishäuser nach eigener 16:13-Führung (41.) mit 20:23 (53.) in Rückstand gerieten.

Auch in der ersten Hälfte führten die Gäste nach konzentriertem Start schnell mit 6:2 (8.), verpassten es aber frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Denn Torhüter Jimmy Schröter schien für die Gerhausener Siebenmeter-Werfer eine unüberwindbare Wand zu sein und vereitelte vier Strafwürfe in Folge. Allerdings kamen auch die Zizishäuser Angreifer nicht mehr so zum Zuge, ließen klare Chancen liegen oder leisteten sich technische Fehler. So gelang den Gastgebern tatsächlich mit dem zweiten verwandelten Strafwurf durch Daniel Bux der 8:8-Ausgleich (26.). Kurz vor der Pause gelang Mathias Dreimann dann noch der Treffer zum 11:10, angesichts des starken Rückhalts auf der Torhüter-Position war dieser Vorsprung eigentlich zu gering.

Das schienen die Gäste dann zu Beginn der zweiten Hälfte nachholen zu wollen, denn nach zwei Treffern in Überzahl durch Maximilian Friessnig und Patrick Renner-Slis führte Zizishausen mit 16:13 (41.). Nach der Auszeit der Gastgeber kam dann allerdings der unerklärliche Einbruch, als man hinten in der Abwehr individuelle Fehler machte und vorne im Angriff prompt den nächsten Fehler folgen ließ. Innerhalb von drei Minuten hatte Gerhausen den Rückstand beim 17:17 egalisiert und ging durch Patrick Droxner sogar erstmals mit 18:17 in Front (45.).

Trotz Auszeit fanden die „Schnaken“ nicht zurück in die Spur und gerieten weiter in Rückstand. Nach dem 23:20 durch Daniel Bux (53.) war es nun beileibe nicht so, als würde ein Ruck durch die Mannschaft gehen, um den 4:10-Lauf zu stoppen.

Aber die Zizishäuser kämpften unverdrossen weiter, auch wenn man im Angriff noch mit drei klaren Chancen am TVG-Schlussmann Jan Schönefeldt scheiterte. In der Abwehr ließen die Gäste fast nichts mehr zu, da dem Gerhausener Rückraum, der fast 60 Minuten durchspielte, am Ende die Kraft zu fehlen schien. Hier hatten die Zizishäuser klare Vorteile, da Breitenbacher frühzeitig durchgewechselt hatte und so traf Nico Fröhlich mit einem Konter zum 23:23 (58.). Dreimann legte mit einer schönen Einzelaktion zum 23:24 nach und erneut Fröhlich traf in letzter Sekunde ins leere Tor, nachdem die Chance der Hausherren auf wenigstens einen Punkt mit einem Ballverlust endete.

Breitenbacher zog das Fazit: „Am Ende war der Sieg etwas glücklich, aber wir haben gezeigt, dass wir bis zum Schluss kämpfen. Mit nur 23 Gegentoren muss man auswärts zufrieden sein, und auch etwas Zählbares mit nach Hause nehmen.“

TV Gerhausen: Schönefeldt, Leyrer; Prinz, Droxner (2), Pointinger, Fanelli (1), U. Mayer (1), Schopp (4), P. Mayer (1/1), Maier (2/1), Sigg, Bux (6/1), Deckwitz (2), Schnepf (4).

TSV Zizishausen: Schröter, Hauptvogel; Minsch (2), Hartl, Schneider, Renner-Slis (2), Friessnig (3), Kaplick (1), Reinl (2), Dreimann (3), Grau (3), Fröhlich (1), Appelrath (3), Chatzigietim (3).

Schiedsrichter: Brandt/Fleisch (HSG Ostfildern/TV Nellingen).

Zeitstrafen: Maier (2) – Kaplick, Grau.

Siebenmeter: 7/3 (P. Mayer und Schnepf scheitern an Schröter, Brinz und Schopp werfen vorbei) – 3/2 (Chatzigietim trifft einmal den Pfosten).

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Der TSV Zizishausen ist in der 2.Runde des HVW-Pokals als Ausrichter ausgelost worden, als Gegner wurden der Ligakonkurrent TSV Heiningen und BW-Oberligist TSB Schwäbisch Gmünd gezogen.

Spieltag ist am Feiertag 1.11.2016.

Der Sieger des Dreierturniers steht dann unter den letzten acht Mannschaften im HVW-Pokal.

 

Spiel 1    13.00 Uhr TSV Zizishausen - TSV Heiningen

Spiel 2    15.30 Uhr Verlierer Spiel 1 - TSB Schw. Gmünd

Spiel 3    17.00 Uhr Sieger Spiel 1 - TSB Schw. Gmünd

 

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HSG Langenau/Elchingen  - TSV Zizishausen   29:31 (18:13)

Vier Auswärtsspiele in Folge hatte der TSV Zizishausen in diesem Jahr bereits verloren, und auch bei der HSG Langenau/Elchingen  sah es eine Halbzeit lang so aus, als würde die unheilvolle Serie weiterhin Bestand haben. Doch mit einer enormen Leistungssteigerung  in der zweiten Hälfte drehten die Schnaken die Partie und behielten noch mit 31:29 die Oberhand.

Manch einer der Zizishäuser Fans mutmaßte nach dem Spiel, dass Trainer Holger Breitenbacher seinen Jungs in der Halbzeitpause einen Zaubertrank verabreicht hatte, doch für den TSV-Coach war die Erklärung ganz einfach: „Wir haben in der zweiten Hälfte viel weniger Fehler gemacht.“ 

Und auch mit seiner Abwehr konnte Breitenbacher im ersten Durchgang nicht zufrieden sein, die immer wieder durch das schnelle Kombinationsspiel der HSG über die Außenpositionen und den Kreis ausgehebelt wurde. Obwohl dies in der frühen Auszeit beim 9:7 (15.) angesprochen wurde, wuchs der Rückstand noch weiter bis zum 9:16 (26.) an. Zizishausen ließ sich von der aggressiven Deckung der Gastgeber ins Bockshorn jagen und spielte der HSG mit zahlreichen technischen Fehlern und riskanten Abspielen in die Karten. Den 18:13-Pausenstand besorgte  Julian Baum mit einem nach dem Abpfiff verwandelten Strafwurf.

Dies war nochmal ein Mutmacher, denn nach dem Seitenwechsel stand eine wie verwandelt wirkende Zizishäuser Mannschaft auf dem Parkett, die mit drei schnellen Treffern den Anschluss zum 18:16 (33.) erzielte. Die Gastgeber konnten danach zwar immer wieder vorlegen, doch Zizishausen gelang es über die schnelle Mitte durch Max Geißler und Sebastian Appelrath umgehend wieder auf zwei Tore zu verkürzen. Nach dem 24:22 (40.) gab es eine fast fünf Minuten währende Torflaute. Die HSG scheiterte ein ums andere Mal am TSV-Keeper Benjamin Hauptvogel, der in der zweiten Hälfte ein halbes Dutzend Chancen von den Außenpositionen zunichtemachte, mit denen die Gastgeber im ersten Durchgang noch so erfolgreich waren, und so zum entscheidenden Rückhalt avancierte. Andererseits vergaben aber auch die Zizishäuser einige  gute Gelegenheiten gegen den eingewechselten Torhüter-Routinier Peter Kief, so dass erst Baum mit einem Siebenmeter  der Anschlusstreffer zum 24:23 (45.) gelang. Nachdem Niklas Minsch mit einem Konter zum 24:24 (46.) den ersten Ausgleich seit der Anfangsphase erzielte, bekamen die Gäste so langsam Oberwasser, obwohl Langenau durch seine zwei erfolgreichsten Torschützen Jan Schaden und Simon Schorr nochmals vorlegen konnte. Doch nach dem 26:26 (49.) durch Georgios Chatzigietim gab es für die Hausherren kein Durchkommen mehr gegen die aufopferungsvoll kämpfende TSV-Deckung und Hauptvogel, der alles hielt was auf seinen Kasten kam. Mit vier Treffern in Folge zum 26:30 (55.) stellten die Schnaken die Weichen auf Sieg und ließen sich in den Schlußminuten nicht mehr die Butter vom Brot nehmen.

In der kommenden Woche stehen mit der Nachholpartie in Wangen und dem Heimspiel gegen Reichenbach gleich zwei Spiele auf dem Programm, in der die Schnaken den zweiten Platz verteidigen wollen.

HSG Langenau/Elchingen: Kief, Henseler, Hinkelmann; Junginger (4/2), Buntz (2), Mannes (2), Heinrich, Schaden (8/1), Fischer (2), Schenk (2), Baresel, Renner (4), Schorn (5).

TSV Zizishausen: Hauptvogel, Schröter; Minsch (4), Kussmann, Geißler (5), Reinl (4), Appelrath (4), Baum (9/6), Dreimann (1), Müller (1), Fröhlich (1), Chatzigietim (2).

Schiedsrichter: Baur / Subas (TV Holzheim / HSG Wangen/Börtlingen)

Zeitstrafen:

Langenau/Elchingen: Junginger (3 + Disqualifikation), Fischer, Schorn.

Zizishausen: Reinl, Kussman, Baum, Chatzigietim.

7m:

Langenau/Elchingen: 5/3, Buntz scheitert an Schröter, Schaden an Hauptvogel.

Zizishausen: 6/6.

 

Zizishausen wahrt Heim-Nimbus

28 März 2016 geschrieben von
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TSV Zizishausen - TV Gerhausen  28:24 (12:12)

Nach den zuletzt schwachen Leistungen konnte der TSV Zizishausen wieder ein Erfolgserlebnis verbuchen. Gegen den TV Gerhausen liefen die „Schnaken“ lange einem Rückstand hinterher, dominierten jedoch die zweite Halbzeit klar und gewannen schließlich mit 28:24. Damit sind sie in der eigenen Halle weiterhin ungeschlagen.

Anders als zuletzt beim Auswärtsspiel beim TV Steinheim konnte TSVZ-Trainer Holger Breitenbacher wieder auf einen etwas breiteren Kader zurückgreifen. Die zuletzt kranken Spieler Julian Baum und Nico Fröhlich waren wieder dabei, außerdem konnten Mathias Dreimann und Georgios Chatzigietim wieder mitwirken.

Die Anfangsphase lief trotzdem nicht, wie es sich die „Schnaken“ vorgestellt hatten. Nach acht Minuten hatten sie sich schon mehrfache Fehlwürfe und Ballverluste geleistet, die der TVG durch Tempogegenstöße bestrafte, Hauke Brinz erhöhte schließlich zum 5:1 für die Gäste. Zwar fand der Ball im Anschluss zwei Mal erfolgreich den Weg zu Kreisläufer Chatzigietim, der verkürzte, doch auch Patrick Droxner hatte sich auf der anderen Seite durchsetzen können und Breitenbacher nahm die Auszeit.

„Wir haben unsere Aufgaben am Anfang nicht erfüllt und sind nicht aus unserer Komfortzone gekommen“, ärgerte er sich. Nachdem Gerhausens bester Werfer Peter Schnepf zum 8:3 (13.) erhöht hatte, stellte Breitenbacher die Abwehr auf eine offensive 4:2-Deckung gegen Schnepf und Marco Melo um, die sofort fruchtete. Gerhausen tat sich jetzt ohne die Spielanteile seiner Leistungsträger schwer und kam in den verbleibenden 17 Minuten der ersten Halbzeit nur noch vier Mal erfolgreich zum Torabschluss, auch weil Torhüter „Jimmy“ Schröter ins Spiel gefunden hatte, und mehrere Bälle von Melo aus dem Rückraum sowie einen Strafwurf von Simon Buck entschärfte.

Zizishausen tat sich jedoch weiterhin schwer im Angriff und vergab viele gute Möglichkeiten, das Spiel schneller zu drehen, holte aber durch die gute Abwehrarbeit weiter auf. Per Konter traf Linkshänder Niklas Minsch zum 7:10, und holte anschließend noch eine Zeitstrafe gegen Melo heraus, die Mark Reinl durch drei gewohnt spektakuläre Schlagwurftore ausnutzte. Gerhausen verlor mit sinkendem Vorsprung sichtlich die Motivation, Minsch glich kurz vor der Pause zum 12:12 aus.

„Ich habe die Jungs daran erinnert, Spaß am Spiel zu haben“, kommentierte Breitenbacher zu seiner Halbzeitansprache. Gerhausen konnte zwar noch drei Mal in Führung gehen, doch nach Toren durch Max Geißler und Sebastian Appelrath gingen die „Schnaken“ das erste Mal in Front. Zwei Tore in Folge durch Tom Kussmann sowie ein Gegenstoßtreffer durch Fröhlich erhöhten den Spielstand zum 20:16.

Doch anschließend verpassten es die Zizishäuser, den Sack zuzumachen, vergaben zwei Strafwürfe und spielten nicht konsequent genug, und so konnte Melo die Gäste beim 20:18 (44.) noch im Spiel halten. In der Schlussphase verteilten die Schiedsrichter noch großzügig Zeitstrafen, doch der TSVZ spielte diese clever aus, Julian Baum traf mehrmals aus dem Rückraum und Patrick Renner-Slis erhöhte schließlich sogar zum 27:21 (54.). Gerhausen verkaufte sich aber bis zum Schluss vernünftig, Viktor Ochrimenko erzielte den 28:24-Endstand. „Wir haben heute nicht gut gespielt“, gibt sich Kapitän Chatzigietim selbstkritisch. „Aber am Ende zählen die zwei Punkte.“

TSV Zizishausen: Schröter, Hauptvogel; Minsch (2), Kußmann (2), Geißler (1), Schade, Renner-Slis (2), Appelrath (4), Reinl (4), Baum (4), Dreimann, Müller, Fröhlich (4), Chatzigietim (5/2)

TV Gerhausen: Schönefeldt; Brinz (1), Droxner (6), Unsöld, Kübler, U. Mayer (3), P. Mayer (1/1), Maier (1), Buck (2/1), Bux, Deckwitz (1), Ochrimenko (1), Melo (2), Schnepf (6)

Zeitstrafen: Geißler (2), Appelrath, Baum, Chatzigietim – Droxner, U. Mayer, Maier, Melo, Schnepf

Schiedsrichter: Czommer/Marin (TSB Schwäbisch Gmünd)

(Sem Schade)

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TV Steinheim - TSV Zizishausen 41:36 (20:14)

Der TSV Zizishausen bekommt auswärts keinen Fuß mehr auf den Boden – im vierten Spiel in der Rückrunde 2016 gab es die vierte Niederlage. Mit dem 36:41 beim TV Steinheim drohen den Zizishäusern nun so langsam die Felle davon zu schwimmen im Kampf um die ersten beiden Plätze.

Die Stimmung vor der Partie in Steinheim war schon vor dem Anpfiff im Keller: mit Julian Baum und Maximilian Friessnig fiel der komplette linke Rückraum wegen Verletzung aus, zudem fehlte der erkrankte Nico Fröhlich. Doch dass sein Team so mutlos agieren würde und sich fast wehrlos in ihr scheinbar unvermeidliches Schicksal ergeben würde, hatte Trainer Holger Breitenbacher dann doch nicht erwartet. Der TSV-Coach erlebte ein Déjà-vu wie gegen die HSG Winzingen-Wißgoldingen, wo man auch in der ersten Hälfte die Partie schon verloren hatte. Natürlich fehlten mit dem einzig verbliebenen Rückraum-Schützen Mark Reinl, der dann auch gleich von Beginn in Sonderbewachung genommen wurde, die Alternativen aus der zweiten Reihe. Da konnten die Gastgeber aus dem Vollen schöpfen und hatten auch mit David Wittlinger einen überragenden Akteur, den die Gäste nie in den Griff bekamen, ganz gleich wen Breitenbacher in der Deckung dagegen stellte. Aber bei den Schnaken fehlte auch das Tempo im Spiel nach vorne, wenn man mal den Ball in der Defensive erobert hatte und der bedingungslose Einsatz im Angriff in die Lücke zu gehen. Trotz der frühen Auszeit beim 9:8 (15.), in der der TSV-Coach seine Mannschaft beschwor „Körpersprache“ zu zeigen und dagegen zu halten, legten die Gastgeber kurz darauf den Grundstein zum Sieg. Mit vier Treffern in Folge erhöhte Steinheim auf 18:11 (27.), als Zizishausen reihenweise Torchancen vergab und den Gegner mit technischen Fehlern zum Konter einlud. Zur Pause stand es 20:14, und es war offensichtlich, dass Trainer Breitenbache mit der Einstellung nicht zufrieden sein konnte: „eine Mannschaft wie Blaustein, die sicherlich besser besetzt ist, halten wir in der ersten Halbzeit bei 12 Toren und hier kassieren wir 20 Gegentreffer.“

In der zweiten Hälfte wurden die Alternativen auf Seiten der Zizishäuser noch weiter eingeschränkt. Mathias Dreimann musste gänzlich passen, Georgios Chatzigietim kam wenigstens noch für die Siebenmeter auf die Platte. Aber immerhin sahen die Zizishäuser Fans nun ein Rumpf-Team, das kämpfte und mit einer offensiven 4:2-Deckung den Gegner unter Druck setzte. Die großen Lücken waren natürlich auch ein Risiko gegen die individuell starken Steinheimer Spieler, aber die Schnaken hielten nun in dem offenen Schlagabtausch dagegen und kamen beim 30:26 (48.) durch Sebastian Appelrath etwas näher heran. Nach der Auszeit blieben die Gastgeber jedoch obenauf und ließen sich den Sieg am Ende nicht mehr nehmen.

Trainer Breitenbacher konnte nach dem Spiel nur hoffen , dass sein Team, „das nun in der Kabine die Köpfe hängen lässt, weil man gesehen hat, was möglich gewesen wäre, wenn man statt nur in der zweiten Halbzeit über 60 Minuten gekämpft und alles reingehauen hätte“, die Lehren aus diesem Spiel zieht.

Noch sind es sieben Spiele bis zum Saisonende, die man trotz angespannter Personalsituation bestreiten und überstehen muss.

TV Steinheim: Schuler, Schneider; Mack, Fitzke, Gaschler (1), Mewitz (4), Kaumann (4/1), K. Nißle (8), Wittlinger (12/1), T. Nißle (4), Rau (1), Kieser, Konkel (2)

TSV Zizishausen: Hauptvogel, Schröter; Minsch (3), Kussmann (4), Geißler (5), Renner-Slis, Reinl (4), Appelrath (9/1), Dreimann (2), Müller (5), Chatzigietim (4/4).

Schiedsrichter: Ebner / Pisch (HSG Böblingen/Sindelfingen / HSG Schönbuch)

Zeitstrafen:

Steinheim: keine.

Zizishausen: Reinl (2), Minsch

7m:

Steinheim: 4/2, Kaumann und K.Nißle scheitern an Schröter.

Zizishausen: 5/5.

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TSV Blaustein - TSV Zizishausen 30:29 (12:16)

Der TSV Zizishausen muss die Spitzenposition in der Württembergliga–Tabelle wieder abgeben. Im Topspiel beim Tabellenzweiten TSV Blaustein zogen die „Schnaken“ knapp mit 29:30 den Kürzeren, womit sich die Gastgeber den Platz an der Sonne zurückholten.

Das Spitzenspiel hielt alles, was man sich davon im Vorhinein versprochen hatte und beide Mannschaften lieferten sich einen offenen Schlagabtausch, der in der Schlußphase kaum an Spannung zu überbieten war. Zizishausen zeigte bis zum 15:20 in der 37. Minute eine souveräne Vorstellung und musste dann dem Kräfteverschleiß nach und nach Tribut zollen.

Die Gäste waren von Beginn an hellwach, Mark Reinl traf zweimal mit seinen ansatzlosen Schlagwürfen zum 2:1 (3.). Die erste Führung der Hausherren beim 4:3 (7.) durch Patrick Rapp sollte dann für lange Zeit die letzte bleiben, denn Georgios Chatzigietim per Strafwurf und Simon Müller mit einem schnellen Gegenstoß drehten den Spieß zum 4:5 (8.) um. Und Maximilian Friessnig packte das 6:4 (12.) obendrauf, nachdem Torhüter Jimmy Schröter zweimal gut pariert hatte. Zizishausen hielt seinen Vorsprung bis zum 8:10 (20.) und nutzte zwei weitere Ballgewinne durch die aufmerksame Abwehr und Paraden von Schröter, um durch Treffer von Nico Fröhlich und Sebastian Appelrath weiter davon zuziehen. Blausteins Trainer Tim Graf bat dann beim Stand 8:12 (21.) zur fälligen Auszeit, nach der die Gastgeber prompt durch zwei Treffer von Rapp zum 10:12 (23.) verkürzen konnten.

Doch beim 11:15 (29.) durch einen Konter über Mathias Dreimann lagen die Gäste wieder mit vier Toren in Front. Zur Pause stand es dann 12:16.

Zizishausen hatte bis dahin wenig eigene Fehler gemacht und wollte daran auch in der zweiten Hälfte anknüpfen. Dies gelang auch in den ersten Minuten, als Appelrath nach schönem Anspiel von Reinl zum Kreis das 20:15 (37.) erzielte. Der Zeitpunkt, als man den größten Vorsprung herausgespielt hatte, war auch der erste Knackpunkt im Spiel der „Schnaken“, vielleicht weil man unbewusst etwas zurückschaltete und unkonzentrierter wurde. Innerhalb von drei Minuten kassierte der TSV drei Zeitstrafen und musste somit einige Minuten in doppelter Unterzahl spielen.

„Diese unnötigen Zeitstrafen wollten wir unbedingt vermeiden“ so Georgios Chatzigietim nach der Partie und „da müssen wir uns auch an die eigene Nase fassen und cleverer agieren, auch wenn die ein oder andere Bestrafung durch die Schiedsrichter zu hart war.“

Blaustein nutzte die Gunst der Stunde und verkürzte durch zwei Strafwürfe von Rapp auf 18:20 und witterte nun wieder Morgenluft. Julian Baum stoppte kurzzeitig die Aufholjagd der Gastgeber, als er in Unterzahl bei drohendem Zeitspiel zum 18:21 (42.) einnetzte. Doch die Halle war nun erwacht und peitschte ihr Team nach vorn, erst recht als die Blausteiner mit drei Treffern in Folge zum 22:22 (46.) ausglichen.

Nun wurde es der Krimi, den man erwartet hatte. Routinier Alexander Henze erzielte in Unterzahl mit einem Konter zum 24:23 (48.) die erste Führung der Hausherren seit den Anfangsminuten. Er und der Youngster Jannik Staiger trafen dann erneut zum 26:25 (53.), nachdem Appelrath die Gäste letztmalig in Front geworfen hatte. Zizishausen blieb jedoch dran und ließ sich auch von der Zeitstrafe für Reinl in der 57.Minute nicht unterkriegen.

Diese doppelte Bestrafung, den fälligen Strafwurf verwandelte Rapp zum 28:27, erzürnte Zizishausens Trainer Holger Breitenbacher im Nachhinein, weil „es auf der anderen Seite in ähnlichen Situationen keinen Siebenmeter und Zeitstrafe gab“ und „diese Zweiminuten-Strafe kurz vor Schluss mit spielentscheidend war.“

Blaustein spielte oft am Rande zum Zeitspiel die numerische Überlegenheit aus und legte jeweils einen Treffer vor. Zizishausen kämpfte und blieb auch Dank einer Parade des in der Schlußphase eingewechselten Keepers Benjamin Hauptvogel dran und erzielte ein Minute vor Schluß durch eine Energieleistung von Dreimann den Ausgleich zum 29:29.

Die Gastgeber nahmen ihre Auszeit, schafften es aber nicht eine Chance zu erspielen und mussten bei angezeigtem Zeitspiel aus einem Freiwurf abschließen. Der von der Zizishäuser Deckung abgeblockte Wurf fiel Jan-Marco Behr erneut in die Hände und dieser ließ sich frei vor dem Tor die Chance zum glücklichen 30:29 nicht entgehen.

15 Sekunden vor dem Schlußpfiff legte auch Breitenbacher die grüne Karte, doch trotz siebtem Feldspieler gelang es Zizishausen nicht einen freien Wurf zu erspielen. Die Blausteiner Abwehr blockte den letzten verzweifelten Wurfversuch der Gäste ab und bejubelte den 30:29-Sieg und den Sprung an die Tabellenspitze.

Schade, dass es für die Schnaken nicht mehr zum 30:30 gereicht hat, mit diesem Resultat hatte man sich bereits im Hinspiel getrennt.

TSV Blaustein: Konkel, Ruhland; Behr (3), Kling, Hellmann, Kiechle (5), C.Spiß (1), Hildebrand, S.Spiß (2), Meiners (2), Werner, Staiger (4), Rapp (9/4), Henze (3).

TSV Zizishausen: Hauptvogel, Schröter; Minsch, Friessnig (1), Kussmann, Geißler, Renner-Slis, Reinl (7), Appelrath (3), Baum (5/1), Müller (2), Fröhlich (1), Chatzigietim (4/1).

Schiedsrichter: Matuka / Krüger (HSG Böblingen/Sindelfingen)

Zeitstrafen:

Blaustein: C.Spiß, Meiners, Henze.

Zizishausen: Reinl (2), Renner-Slis, Appelrath, Dreimann.

7m:

Blaustein: 4/4.

Zizishausen: 3/2, Chatzigietim wirft einmal übers Tor.