Schnaken mit souveränem Heimsieg

19 Februar 2018 geschrieben von
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TSV Zizishausen – SG Herbrechtingen/Bolheim  32:23 (16:9)

Nach der Heimniederlage des direkten Verfolgers TSV Heiningen hat der TSV Zizishausen seine Aufgabe in der heimischen Eisenlohr-Halle souverän erledigt. Gegen die SG Herbrechtingen/Bolheim, die noch mitten im Abstiegskampf steckt, gelang dem Team von Trainer Georgios Chatzigietim, das auf die verletzten bzw. erkrankten Maximilian Friessnig und Dennis Ulbrich verzichten  musste, ein ungefährdeter 32:23 (16:9)-Erfolg.

Die Gäste, bei denen Trainer Sandro Jooß nach sechs Jahren zum Saisonende aufhören wird, blieben nur in der Anfangsphase bis zum 3:3 gleichauf, ehe sich die „Schnaken“ erstmals auf 5:3 absetzen konnten. TSV-Coach Chatzigietim lobte nach der Partie besonders „die guten Abwehrarbeit im Verbund mit einem einem starken „Jimmy“ Schröter im Tor“ zufrieden, die einige Mängel beim Torabschluss kaschierten und dafür sorgten, dass die Gastgeber ihren Vorsprung halten konnten. Als Nico Fröhlich dann zweimal frei am Kreis in Szene gesetzt wurde und zum 11:7 (22.) vollstreckte, war das Signal für die Auszeit, mit der Gäste-Coach Jooß sein Team wieder auf Kurs bringen wollte. Denn eigentlich hatte sich die SG vorgenommen möglichst lange mitzuhalten und so die Hausherren unter Druck zu setzen.

Doch von diesem Ziel entfernten sich die SG-ler zusehends, als TSV-Keeper Schröter zwei weitere gute Chancen der Gäste vereitelte und Zizishausen im Gegenzug auf 13:7 (25.) durch Thomas Grau und Julian Baum per Strafwurf erhöhte. Kurz vor der Pause gelang Dominic Gotthardt mit einem schön herausgespeilten Überzahlangriff das 16:9. Die Gäste hatten sich zudem mit einer doppelten Zeitstrafe und einem Wechselfehler eine zusätzliche Hypothek für den Beginn der zweiten Hälfte aufgeladen.

Diese blieb jedoch zunächst ohne Folgen, denn die Zizishäuser starteten alles andere als konzentriert in den zweiten Durchgang und mussten sogar noch den Gegentreffer zum 16:10 (31.)  durch den sehr agilen Michael Kling hinnehmen. Doch danach fanden die „Schnaken“ wieder zurück in die Spur, erhöhten den Vorsprung und lagen beim 23:13 (42.) durch Simon Müller erstmals mit zehn Toren in Front.

Dass die Gastgeber dann in der Deckung etwas nachlässiger und unkonzentrierter wurden, war angesichts des klaren Vorsprungs verständlich. Allerdings ärgerte es TSV-Coach Chatzigietim schon etwas, „dass wir einige freie Würfe gegen den Torhüter nicht verwandelt haben, obwohl wir unter der Woche extra noch eine Einheit mit Gegenstoß-Training gemacht hatten.“

So gelang es der SG Herbrechtingen/Bolheim den Rückstand konstant zu halten und am Ende mit drei Treffern zum 32:23 noch etwas Ergebnis-Kosmetik zu betreiben.

Insgesamt war Chatzigietim mit dem Auftritt seines Teams jedoch zufrieden: „Auch wenn wir einige Abspielfehler im Angriff hatten, haben wir viele gute Lösungen gefunden und auch oft die Außenpositionen eingebunden und waren so sehr variabel“.

TSV Zizishausen: Hauptvogel, Schröter, Orlic; Minsch (1), Wolf (4/1), Reinl (4), Baum (9/2), Dreimann (1), Grau (4), Müller (3), Fröhlich (2), Gotthardt (2).

SG Herbrechtingen/Bolheim: Stängle, Orsolic; Bauer, Zeiher, Akerman (1), Kling (8), Klotzbücher, Stelzer, Kresse, Hauser (3), Bayik (3), Schütz (4), Albrecht (4/1).

Schiedsrichter: Härterich / Volle (TSV Grabenstetten/ HSG Gablenberg-Gaisburg)

Zeitstrafen:

Zizishausen: Reinl, Dreimann.

Herbrechtingen/Bolheim: Zeiher (3 und rote Karte), Schütz (2), Kling, Albrecht.

7m:

Zizishausen: 3/3.

Herbrechtingen/Bolheim: 2/1, Albrecht wirft übers Tor.

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TSV Bad Saulgau - TSV Zizishausen  31:29 (12:15)

Beim abstiegsgefährdeten TSV Bad  Saulgau kassierte der TSV Zizishausen die erste Niederlage im neuen Jahr. Zwar bleiben die Schnaken weiterhin Tabellenführer, büßten nach dem 29:31 (12:15) aber einen Teil des komfortablen Vorsprungs auf die Konkurrenz ein. Wieder einmal zeigte sich, dass man in der Württembergliga kein Spiel gewinnt, wenn man nicht 60 Minuten konzentiert bleibt und sich zu lange Schwächephasen leistet. Es ist jetzt nicht so, wie Trainer Georgios Chatzigietim beim Presse-Gespräch nach dem Spiel mit einem Schuss Ironie auf die Frage nach den Aufstiegsambitionen antwortete: „Wir haben nach der heutigen Niederlage die Saison abgehakt und konzentrieren uns auf die nächste.“ Aber zu denken geben sollte allen Beteiligten der Einbruch nach der Pause schon. In Laupheim ging das noch einmal gut, da reichte der Vorsprung so gerade zum knappen 26:24-Sieg. Aber gegen den TSV Bad Saulgau,  der nach eigenen Angaben „nichts zu verlieren hatte und befreit aufspielen wollte“, handelte man sich nach der Pause einen 24:30-Rückstand (52.) ein. Diese Hypothek war dann in der Schlußphase nicht mehr wettzumachen, obwohl  die Gäste taktisch mit siebtem Feldspieler und Manndeckung noch einmal alles in die Waagschale warfen.

Der Beginn der Partie verlief ganz nach dem Geschmack der Gäste, die durch einen Konter von Nico Fröhlich und zwei Strafwürfe von Julian Baum mit 3:0 in Führung gingen. Erst nach sechs Minuten gelang Saulgau der erste Treffer, der den Gastgebern aber mehr Sicherheit verlieh, und nach weiteren sechs Minuten war sogar die erste Führung (6:5, 13.) fällig. Zizishausen hatte nach dem scheinbar einfachen Beginn zu viele technische Fehler gemacht und klare Chancen liegen gelassen. Routiniert, aber ohne wirklich zu glänzen drehten die Schnaken mit drei Treffern zum 6:8 (18.) den Spieß wieder um. Saulgau glich durch David Tomasyan und Istvan Gaspar nochmals zum 10:10 (23.), doch zur Pause führten die Gäste mit 15:12 und hatten eigentlich alles im Griff.

Nach dem Seitenwechsel hielten die Zizishäuser ihren Vorsprung noch bis zum 16:18 (35.), aber dann folgte eine „wilde“ Phase mit Fehlwürfen auf beiden Seiten. Ob hier die Fasnets Kapelle „Sulgamer Sauschwanzmusik“, die in der Halbzeitpause aufgespielt hatte, den Gastgebern den Marsch geblasen oder die „Schnaken“ in Angst und Schrecken versetzt hatte, bleibt ungeklärt. Auf jeden Fall gingen die Saulgauer aus diesen fünf Minuten mit vier Treffern in Folge zum 20:18 (40.) als klarer Sieger hervor. Besonders über die Außenpositionen mit Ioan Constantin Rosca und Andreas Csuka ließ sich die Gäste-Deckung des Öfteren düpieren, was sich auch im weiteren Spiel fortsetzen sollte. Zizishausen gelang es noch einmal auszugleichen zum 21:21 (43.) durch Maximilian Friessnig und Fröhlich, Baum hielt sein Team mit Krachern aus der zweiten Reihe zum 23:23 (46.) noch im Rennen.

Dann folgte die nächste Schwächephase, die den Gastgebern eine 26:23-Führung (48.) bescherte. Die folgende Auszeit von Coach Chatzigietim blieb jedoch ohne Wirkung, und sein Team taumelte weiter völlig entnervt und konsterniert von der Entwicklung der Ereignisse der Niederlage entgegen.  Prächtige Stimmung herrschte dagegen beim Anhang der Gastgeber, die ihr Team lautstark unterstützten. Erst nach der nächsten Auszeit beim Stand von 30:24 (53.) kam eine Reaktion der Gäste, vielleicht auch weil die Hausherren mit der klaren Führung im Rücken nun plötzlich etwas zu verlieren hatten, nachdem man sich zuvor in einen Rausch gespielt hatte.

Zizishausen nahm den Torhüter vom Feld, spielte mit einem zusätzlichen Feldspieler und deckte auch sehr offensiv. Mit vier Treffern in Folge kamen die Schnaken nochmals auf 30:28 (58.) heran, aber dann verhinderte Saulgaus Torhüter Jonas Engler mit zwei Paraden weitere Gegentore, und Daniel Balan sicherte mit dem 31:28 den letztendlich verdienten Erfolg der Gastgeber.

 

TSV Bad Saulgau: J.Engler, Bakos; Osterc (4), Tovmasyan (2), Csuka (5), Schäfer, Kaumann (1), Luib (2), Reck, Gaspar (3), Rosca (9/2), Balan (5), P.Engler.

TSV Zizishausen: Hauptvogel, Schröter; Minsch, Wolf (3/1), Friessnig (3), Reinl (3), Baum (12/3), Dreimann, Grau (2), Müller, Fröhlich (4), Ulbrich, Gotthardt (2).

Schiedsrichter: Berger / Tona (SG Tübingen/TV Brenz)

Zeitstrafen:

Saulgau: Luib (2), Balan, Osterc, Tovmasyan, Csuka.

Zizishausen: Reinl (2), Friessnig.

7m:

Saulgau: 2/2.

Zizishausen: 5/3, Baum scheitert einmal an Engler und wirft übers Tor.

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HV RW Laupheim  - TSV Zizishausen  24:26 (8:13)

Der TSV Zizishausen hat das Spitzenspiel gegen Rot-Weiß Laupheim mit 26:24 (13:8) für sich entschieden und bleibt weiterhin mit drei Punkten Vorsprung Tabellenführer  der Württembergliga Süd.

Den Grundstein zum Erfolg legten die Gäste in der vollbesetzten Rottumhalle in Laupheim in den ersten 40 Minuten. Da führten die Zizishäuser, die von Trainer Georgios Chatzigietim perfekt auf diese Partie eingestellt waren, bereits mit 21:13 und hatten den Laupheimern dabei mit einer starken Deckung fast den Zahn gezogen. Dass der Vorsprung dann am Ende immer weiter zusammenschmolz und der Sieg fast noch einmal in Gefahr geriet, dürfte dem TSV-Coach weniger gefallen haben. Beim Presse-Gespräch monierte er auch, dass „die persönliche Bereitschaft der Spieler aufs Tor zu gehen da etwas verloren ging und zu oft die Verantwortung weitergegeben wurde.“ 

Die Gastgeber, die nach dem Gewinn des HVW-Pokals am vergangenen Wochenende mit breiter Brust auftreten wollten, lagen nur zu Beginn beim 1:0 durch Routinier Sergiu Zvanciuc  einmal in Front. Julian Baum drehte mit zwei Treffern aus der zweiten Reihe den Spieß um und war auch danach mit zwei verwandelten Strafwürfen Garant für die 5:3-Führung der Zizishäuser nach 10 Minuten. Als dann auch noch Maximilian Friessnig zweimal zum 7:3 (14.) traf, war auf Laupheimer Seite dringend eine Auszeit von Nöten. HV-Trainer Klaus Hornung konnte mit dem Angriffsspiel seines Teams absolut nicht zufrieden sein. Zudem wurden einige aussichtsreiche Torchancen und ein Strafwurf gegen den gut haltenden TSV-Keeper Benjamin Hauptvogel nicht verwandelt. Aber auch nach der Auszeit lief es für die Hausherren nicht viel besser, zu oft fehlte es bei den Abschlüssen an der nötigen Treffsicherheit. Zizishausen blieb weiterhin spielbestimmend, leistete sich aber auch den ein oder anderen Fehlwurf und brillierte phasenweise spielerisch, so wie beim 7:13 (30.) durch Thomas Grau nach genialem Rückhand-Paß von Mark Reinl.

Nach dem 8:13-Pausenstand drückte Laupheim zu Beginn des zweiten Durchgangs aufs Tempo, doch die „Schnaken“ hielten dagegen und schlugen dann mit drei  Treffern in Folge zu. Nach Baums Strafwurf belohnten sich die Gäste für ihre gute Abwehrarbeit und erhöhten mit zwei Kontern über Mathias Dreimann und Nico Fröhlich auf 19:11. Dieses sehr komfortable Polster hielten die Zizishäuser durch zwei Friessnig-Treffer  bis zum 21:13 (46.), ehe dann Zvanciuc und Robin Pohl für Laupheim den Abstand verringern konnten.

TSV-Trainer Chatzigietim beschlich da wohl schon ein ungutes Gefühl und er forderte in der beantragten Auszeit sein Team auf weiter konzentriert zu bleiben. Aber so richtig wollten seine Worte nicht fruchten, denn das Zizishäuser Angriffsspiel war nicht mehr so konsequent wie zuvor und einige Wurfversuche wurden von der zunehmend offensiveren Deckung der Gastgeber abgeblockt. Beim 19:22 (55.) durch Mihut Pancu wuchs die Hoffnung der Rot-Weißen auf ein mittleres Handball-Wunder, aber Baum von der Siebenmeter-Linie und Sebastian Appelrath sorgten mit dem 24:20 (57.) für etwas Entlastung. Dennoch setzte Laupheim die TSV-Angreifer mit einer offenen Deckung weiter unter Druck und hatte in der letzten Minute sogar noch die Chance zum Anschlusstreffer. Aber der Ball ging neben das Tor und den Schnaken blieb eine Zitterpartie erspart. Nach Appelraths Treffer zum 23:26 war der Sieg unter Dach und Fach und der letzte Treffer durch Siebenmeter von Pancu nur noch Ergebniskosmetik.

Insgesamt ein verdienter Erfolg für die Schnaken, aber „es gibt auch noch einiges, woran wir arbeiten müssen“, so das abschließende Statement von Trainer Chatzigetim.

HV RW Laupheim: Krämer, Federle; Durakovic (1), Rodloff, Müller, Matthes, Zvanciuc (3), Pancu (7/6), Amann (6), Niederbacher (1), Geiß (2), Pohl (4/1), Nief, Remane.

TSV Zizishausen: Hauptvogel, Orlic ; Minsch, Wolf (1), Friessnig (6), Reinl, Baum (11/7), Dreimann (1), Grau (1), Müller, Appelrath (4), Fröhlich (2), Ulbrich, Gotthardt.

Schiedsrichter: Schneider / Cosalter (SG Esslingen)

Zeitstrafen:

Laupheim: Niederbacher (2), Rodloff.

Zizishausen: Minsch, Wolf, Grau, Fröhlich.

7m:

Laupheim: 8/7, Pohl scheitert einmal an Hauptvogel

Zizishausen: 8/7, Baum verwirft gegen Krämer.

 

Schnaken behaupten die Tabellenspitze

17 Dezember 2017 geschrieben von
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SG Hegensberg-Liebersbronn - TSV Zizishausen  25:36 (15:17)

Der TSV Zizishausen geht als Tabellenführer  der Württembergliga Süd in die Weihnachtspause. Im letzten Spiel der Hinrunde setzte sich das Team von Spielertrainer Georgios Chatzigietim im Bezirks-Derby bei der SG Hegensberg-Liebersbronn am Ende deutlich mit 36:25 (17:15) durch.

Die Gastgeber mussten auf ihren verletzten Spielertrainer Henning Richter verzichten, starteten aber mit großem Kampfgeist in die Partie. Über die beiden Rückraum-Akteure Fabian Sokele und Arne Helms  entfaltete die SG viel Druck und gab der Zizishäuser Deckung ein ums andere Mal das Nachsehen. Allerdings waren auch die Schnaken von Beginn an auf der Höhe und so entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit ständig wechselnder Führung. Nach dem  7:7-Ausgleich (10.) von Sokele setzen sich die Zizishäuser durch Mark Reinl und Maximilian Friessnig erstmals auf 7:9 (12.) ab, nachdem  Torhüter Benjamin Hauptvogel zuvor zweimal glänzend pariert hatte. Die Gastgeber antworteten jedoch mit drei Treffern in Folge und lagen dank ihres Rückhalts Tobias Funk beim 10:9 (16.) wieder vorn. Eine kritische Phase, als die Gäste nach zwei Zeitstrafen für Sebastian Appelrath und Dominic Gotthardt fast zwei Minuten in doppelter Unterzahl agieren musste, überstand man relativ glimpflich. Den Hausherren gelang lediglich ein Treffer von der Strafwurflinie zum 11:10 (18.) durch Jaric Baumann.

Beim Stand von 13:13 (24.) kam es dann zur letztendlich spielentscheidenden Szene, als Sokele Zizishausens Appelrath beim Konter zu Fall brachte und mit der Roten Karte des Feldes verwiesen wurde. Eine harte, aber nachvollziehbare Entscheidung der beiden routinierten Schiedsrichter. Die Überzahl nutzte der TSV, um durch Friessnig und Niklas Minsch beim 13:15 (28.) wieder mit zwei Toren in Führung zu gehen. Mit 17:15 für die Gäste ging es dann in die Pause, nachdem Minsch Sekunden vor dem Halbzeitpfiff erneut gut frei gespielt wurde.

Zu Beginn der zweiten Hälfte wurde die Schwächung der Gastgeber durch die rote Karte augenscheinlich. Die Zizishäuser konnten sich in der Deckung auf die rechte SG-Angriffsseite mit Arne Helms fokussieren und zogen schnell auf 21:16 (35.) davon, nachdem Julian Baum trotz drohendem Zeitspiel zweimal aus der zweiten Reihe traf.  Die frühe Auszeit von SG-Trainer Jochen Masching brachte zwar kurzzeitig eine Besserung in der Offensive und das 18:21 (40.). Doch eine doppelte Zeitstrafe für die Gastgeber machte dies wieder zunichte.  Die Schnaken nutzten die vierminütige Überzahl konsequent und setzten sich auf 24:18 (43.) ab, als Nico Fröhlich und Gotthardt auf den Außenpositionen frei zum Wurf kamen.

Die Partie war damit bereits frühzeitig entschieden, zumal die Hausherren nicht den Eindruck machten, als könnten sie noch irgendetwas in die Waagschale werfen. Der Dampf im Derby war raus, und Zizishausen hatte in der letzten Viertelstunde relativ leichtes Spiel. Am Ende gewann der TSV noch deutlich mit 36:25 und bleibt weiterhin Spitzenreiter.

SG Hegensberg-Liebersbronn: Funk, Schrof; Geyer (3), Langjahr, Reinold (1), C.Bayer, M.Bayer, Götz, Zeh (1), Helms (5), Baumann (6/5), Hettich (4), Kühl (2), Sokele (3).

TSV Zizishausen: Hauptvogel, Orlic ; Minsch (4), Wolf, Friessnig (7), Reinl (6), Baum (6/1), Dreimann, Appelrath (5), Fröhlich (4), Ulbrich, Gotthardt (3), Chatzigietim (1).

Schiedsrichter: Heinz/Hock (VfL Waiblingen/SV Hohenacker/Neustadt)

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte für Sokele (25.) wg. grobem Foulspiel

Zeitstrafen:

Hegensberg-Liebersbronn: M.Bayer (4 + rote Karte), Geyer (2), Langjahr (2)

Zizishausen: Gotthardt (2), Dreimann, Appelrath.

7m:

Hegensberg-Liebersbronn: 5/5

Zizishausen: 2/1, Baum scheitert einmal an Funk.

 

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TSV Zizishausen  -  HSG Albstadt  36:26 (19:11)

Mit einem standesgemäßen 36:26 (19:11)-Sieg hat der TSV Zizishausen sein Heimspiel gegen die HSG Albstadt gewonnen und damit die Tabellenführung in der Württembergliga-Süd behauptet.

Der Tabellenvorletzte aus Albstadt, der seit dem erfolgreichen Saisonstart mit dem Sieg gegen Fridingen/Mühlheim nun die achte Pleite in Folge kassierte, konnte die Begegnung nur in den ersten zehn Minuten offen gestalten, musste dann aber nach und nach abreißen lassen. In der Anfangsphase entwickelte sich ein munteres Scheibenschießen, weil beide Mannschaften mit hohem Tempo agierten und die Abwehrreihen noch nicht auf der Höhe des Geschehens waren. Bei den Gästen tat sich dabei Linkshänder Veljko Saula hervor, der gegen die zögerliche TSV-Deckung dreimal zum zwischenzeitlichen 5:4-Anschlußtreffer nach etwas mehr als fünf Minuten erfolgreich war.

Bei den Zizishäusern lief der Ball schnell und sicher durch die Reihen, und so ergaben sich immer wieder freie Torchancen, die mit nahezu hundertprozentiger Quote verwandelt wurden. Erst nach dem 9:7 (11.) durch Eike Soren Schmiederer rückten dann die Torhüter auf beiden Seiten etwas mehr in den Mittelpunkt. Beide Trainer reagierten dabei unterschiedlich auf die Toreflut in den ersten Minuten: Gäste-Coach Nenad Gojsovic hatte bereits nach sieben Minuten Tobias Exner eingewechselt, der dann auch in der Folge einige Chancen der Gastgeber vereiteln konnte. Auf der anderen Seite schenkte TSV-Trainer Georgios Chatzigietim dagegen „Jimmy“ Schröter weiterhin das Vertrauen, und dieser rechtfertigte dies mit vielen guten Paraden und musste bis zur Pause nur noch viermal hinter sich greifen. Die verbesserte Defensive war dann auch der Grund für die deutliche Führung zur Pause, die sich die Zizishäuser mit fünf Treffern in Folge verdienten, als man vom 14:11 (24.) auf 19:11 davonzog.

Coach Chatzigietim durfte mit dem Auftritt seines Teams zufrieden sein und sah sich darin bestätigt auf seinen Einsatz zu verzichten. Co-Trainer Zeljo Klaric meinte dazu: „Alle verfügbaren Spieler waren diese Woche im Training, haben gut trainiert und sich ihren Einsatz verdient.“

Mit dem klaren Vorsprung im Rücken war es im zweiten Durchgang natürlich ein Leichtes etwas lockerer aufzuspielen und auch verschiedene Angriffsformationen zu testen. Dennoch wollten die TSV-Trainer schon von allen Spielern volle Konzentration und Einsatz sehen und waren mit der Abwehr nicht so ganz einverstanden: “So viele Gegentore wollten wir eigentlich nicht kassieren“.

Aber da man Angriff vieles richtig machte, ließ sich das durchaus verschmerzen. Besonders über die zweite Welle und Simon Müller, der in den letzten zehn Minuten viermal einnetzte, war man hier erfolgreich. Auch Timo Wolf nach seinem Nasenbeinbruch und Mark Reinl, die zuletzt einige Spiele pausiert hatten, waren wieder voll einsatzfähig. Und das macht doch Hoffnung für die drei Lokalderbys, die noch vor Weihnachten anstehen.

TSV Zizishausen: Schröter, Hauptvogel; Minsch (2), Wolf (3), Friessnig (4), Reinl (4), Baum (6/4), Dreimann (3), Grau (3), Müller (6), Appelrath (4), Fröhlich, Ulbrich, Gotthardt (1).

HSG Albstadt: Exner, J.Mayer; Bubalo (4), Jerger (1), Maier (6/1), Schlegel, Schmiederer (2), Rau (6/1), B.Mayer, Menger (1), Saula (5), Link, Witte (1).

Schiedsrichter: Ernst/Banzhaf  (SG Ober-/Unterhausen)

Zeitstrafen:

Zizishausen: Wolf

Albstadt: Link

7m:

Zizishausen: 5/4, Friessnig wirft übers Tor.

Albstadt: 4/2, Schmiederer scheitert an Schröter, Maier an Hauptvogel.

 

Schnaken beenden den Wangen-Fluch

16 Oktober 2017 geschrieben von
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TSV Zizishausen  - MTG Wangen  28:25 (15:16)

Der TSV Zizishausen hat die Niederlagenserie gegen die MTG Wangen gestoppt. Am Sonntagabend gewannen die Schnaken ihr Heimspiel mit 28:25 (15:16), nachdem man in den letzten beiden Jahren fünfmal gegen die Allgäuer den Kürzeren gezogen hatte.

Und auch dieses Mal taten sich die Zizishäuser äußerst schwer und sicherten sich erst in den Schlußminuten beide Punkte. Spielentscheidend war sicherlich die Szene in der 57.Minute, als Torhüter „Jimmy“ Schröter einen Konter des frei vor ihm auftauchenden Robin Straub parierte und somit die 25:24-Führung des TSV festhielt. Im Gegenzug markierte Julian Baum mit seinem 11.Treffer das 26:24 (58.) und sorgte so für etwas entspanntere Mienen auf der Tribüne. Die ersatzgeschwächten Wangener mussten am Ende dem Tempo Tribut zollen und waren nach dem Treffer von Dennis Ulbrich zum 27:24 (59.) endgültig geschlagen.

Zuvor war die MTG lange Zeit auf Augenhöhe und hatte auch den besseren Start zu verzeichnen. Beim 4:7 (12.) durch Sebastian Staudacher führten die Gäste bereits mit drei Toren, nachdem bei den Zizishäusern doch einiges schiefgelaufen war. Da scheiterte man zweimal frei vor MTG-Keeper Adam Kucera und leistete sich den einen oder anderen Fehlpass. Die Sicherheit und das Selbstvertrauen, das man aus dem Spiel mit dem deutlichen Sieg in Herbrechtingen mitnehmen wollte, schienen da schon wie weggeblasen. Für TSV-Spielertrainer Georgios Chatzigietim lag die Unsicherheit auch daran, dass „einige Spieler unter der Woche wegen Krankheit nicht mittrainieren  konnten.“

Zumindest stimmte der Einsatz und das reichte in Verbindung mit einem treffsicheren Julian Baum, um wieder den Anschluß (10:10, 21.) zu finden. Mathias Dreimann tankte sich energisch durch und erzielte die Führung zum 11:10, die dann mit zwei Kontern von Niklas Minsch und Nico Fröhlich auf 14:11 (25.) ausgebaut wurde. Die Gastgeber schienen nun alles im Griff zu haben und vermasselten sich dann mit einer unkonzentrierten Schlußphase die erste Hälfte. Zuerst kassierte man ein ärgerliches Gegentor in doppelter Überzahl und fing sich dann nach Fehlern im Angriff vier Konter in Folge ein. Den letzten Treffer erzielte David Paul mit dem Schlusspfiff zum ernüchternden 15:16-Pausenstand.

Zizishausen hatte sich damit wieder ein Paket aufgeladen und nahm nach dem 16:18 (35.) durch Marc Kuttler die Aufholjagd in Angriff.  Nach drei Treffern in Serie lagen die Schnaken erneut mit 21:19 (43.) vorn. Doch die Gäste kämpften weiter und ließen sich auch durch eine nochmalige doppelte Zeitstrafe nicht unterkriegen, als – wie schon im ersten Durchgang – nach einem Foul ein zweiter Spieler wegen Reklamierens zusätzlich zwei Minuten aufgebrummt bekam. Erneut agierte die Zizishäuser Deckung zu zögerlich und vier wackere Wangener erzielten den 23:22- Anschlußtreffer.

TSV-Spielertrainer Chatzigietim hatte sich quasi erst in der letzten Viertelstunde eingewechselt und traf nach schönem Anspiel von Baum zum 24:22  (51.). Doch nach zwei schönen Einzelaktionen von David Paul stand die Partie beim 24:24 (55.) wieder auf Messers Schneide. Chatzigietim erzielte nochmals vom Kreis das 25:24, ehe Torhüter Schröter mit der bereits erwähnten Parade sein Team auf die Siegerstraße führte.

TSV Zizishausen: Schröter, Prang (n.e.), Hauptvogel (n.e.); Minsch (3), Reinl (2), Baum (11/5), Dreimann (3), Grau (1), Müller, Appelrath (2), Fröhlich (2), Ulbrich (1), Gotthardt (1), Chatzigietim (2).

MTG Wangen: Kucera, Nerger; Fischer (2), Staudacher (2), Straub (1), Kuttler (5), D.Paul (4), Bächle (5), E.Mayer (5/2), Schnitzer (1), L.Paul, Kilian.

Schiedsrichter: Salles/Salles (TGV Beilstein)

Zeitstrafen:
Zizishausen: Reinl (2), Dreimann.
Wangen: Fischer (2), Kuttler, Nerger, Bächle, L.Paul.

7m:
Zizishausen: 5/5.
Wangen: 2/2

Schnaken setzen ein Zeichen

9 Oktober 2017 geschrieben von
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SG Herbrechtingen/Bolheim - TSV Zizishausen  23:32 (12:20)

Im ersten Spiel nach der Trennung von Trainer Breitenbacher zeigte der TSV Zizishausen die erhoffte Reaktion und setzte sich bei der SG Herbrechtingen-Bolheim deutlich mit 32:23 (20:12) durch. Selbstbewusst und dominant traten die Zizishäuser in der ersten Halbzeit auf und stellten mit dem 20:12 zur Pause schon die Vorentscheidung her.

Insbesondere  Mark Reinl auf seiner angestammten linken Rückraum-Position drückte der Anfangsphase seinen Stempel auf. Die ersten drei Treffer erzielte er selbst und sorgte dann im Zusammenspiel mit Sebastian Appelrath am Kreis zum 5:2 (8.) für die erste deutliche Führung  der Gäste. Oliver Aeugle, beim Auswärtserfolg in Wangen noch zehnfacher Torschütze, und Tim Albrecht brachten die Gastgeber nochmals auf 4:5 (10.) heran. Doch nachdem dann Minsch, Reinl und Grau mit drei schnellen Angriffen zum 9:5 (16.) für den TSV erhöhten, musste SG-Trainer Sandro Jooß die erste Auszeit nehmen. Der Coach der Gastgeber erkannte nach der Partie die Überlegenheit der Schnaken rundherum an: „Wir wussten zwar oft, was auf uns zukommen würde, aber Zizishausen hat im Angriff zu druckvoll  gespielt, so dass wir es letztendlich doch nicht verteidigen konnten.“

Zudem hatten die Hausherren auch einige Schwierigkeiten mit der offensiveren Abwehr, die der neue TSV-Spielertrainer Georgios Chatzigietim gegenüber der zuletzt praktizierten 6:0-Formation bevorzugte. Zwei schnelle Gegenstöße von Simon Müller und Appelrath vom Kreis zum 8:16 (25.) stellten die Weichen schon deutlich auf Sieg, auch wenn die SG mit schnellen Angriffen  in den letzten Minuten nochmals dagegen hielt. Kurz vor dem Pausenpfiff beendete Dennis Ulbrich mit einer schnellen Mitte zum 20:12 die ersten 30 Minuten, mit denen Schnaken Coach Chatzigietim rundherum zufrieden war: „Wir haben fast alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten und waren auch bei der Chancenverwertung sehr konsequent.“

Sicher hätte er sich gewünscht, dass sein Team auch mit derselben Sicherheit die zweite Hälfte durchgezogen hätte, aber „angesichts des klaren Vorsprungs kam dann etwas die Konzentration abhanden“. Obwohl die ersten Treffer nach der Pause von Nico Fröhlich und Appelrath  zum 13:22 (32.) nochmals schön herausgespielt wurden, zog so nach und nach der Schlendrian ein. Einige Konterchancen wurden durch unsauber und schlampig gespielte Pässe vergeben und auch gute Wurfgelegenheiten frei vor dem Tor nicht genutzt. Allerdings konnten die Gastgeber daraus kein Kapital schlagen und den Abstand weiter verkürzen. Chatzigietim beschränkte sich weiterhin auf das Coachen von der Bank, da sein Team auch ohne sein Mitwirken auf dem Spielfeld alles im Griff hatte.

Am Ende stand ein klarer 32:23-Erfolg, mit dem die Mannschaft ihren Willen demonstriert hat, auch weiterhin vorne mitspielen zu wollen. Steigerungs-Potential ist sicher noch vorhanden – das braucht es vielleicht schon beim nächsten Heimspiel gegen die MTG Wangen, gegen die man im letzten Jahr stets das Nachsehen hatte.

SG Herbrechtingen/Bolheim: Stängle, Maier; Bauer (7), Kling, Klotzbücher (1), Hauser (1), Kraft, Mailänder, Rugaci (3), Abele (2/1), Wurelly (2), Zeiher (1), Aeugle (1), Albrecht (5/3).

TSV Zizishausen: Schröter, Orlic; Minsch (3), Renner-Slis, Friessnig (4/1), Reinl (6), Dreimann, Grau (2), Müller (2), Appelrath (6), Fröhlich (4), Ulbrich (4/2), Gotthardt (1), Chatzigietim.

Schiedsrichter: Baur/Subas (TV Holzheim/HSG Wangen-Börtlingen)

Zeitstrafen:

Herbrechtingen/Bolheim: Bauer, Wurelly, Zeiher, Albrecht.

Zizishausen: Dreimann, Appelrath.

7m:

Herbrechtingen/Bolheim: 6/4, Abele und Albrecht scheitern an Schröter.

Zizishausen: 5/3, Ulbrich verwirft zweimal gegen Maier.

 

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Bericht der Nürtinger Zeitung,

07.10.2017, Von Jens S. Vöhringer

Das war’s: Holger Breitenbacher ist nicht mehr Trainer beim Handball-Württembergligisten TSV Zizishausen. Der Schritt kommt ziemlich früh in der Saison, Breitenbachers dritter bei den „Schnaken“ – und nicht nur für Außenstehende äußerst überraschend. Am Mittwoch bekam der 47-Jährige seine Entlassung mitgeteilt. Sein Nachfolger heißt Georgios Chatzigietim.

Manche Sachen passen, andere weniger. Die Liaison zwischen TSV Zizishausen und Holger Breitenbacher schien eher dem ersten Punkt zu entsprechen – seit Mittwoch ist sie aber trotzdem Vergangenheit. Einmal noch, heute Nachmittag, werden sich die beiden Parteien zusammensetzen. Um Sportliches wird es dabei eher nicht gehen, mutmaßte der geschasste Trainer gestern Abend. Dafür aber darum, anständig auseinanderzugehen. Ein sauberer Abschied also, eine Trennung im Guten. Ob es das nach dieser turbulenten Woche überhaupt geben kann, bleibt abzuwarten, und sicher ein Geheimnis, das alle Beteiligten der Öffentlichkeit vorenthalten werden.

„Das war eine Entscheidung, die uns extrem schwergefallen ist“, Marcel Bosch, technischer Leiter des TSVZ

Zu überraschend kam letztlich die Entscheidung. Der mittlerweile Ex-Coach bekam sie am Mittwochnachmittag per Telefon von Zizishausens Abteilungsleiter Matthias Reinl mitgeteilt. Wenige Stunden zuvor gab er im Gespräch mit unserer Zeitung noch wie jede Woche Auskunft zum Auswärtsspiel heute Abend bei der SG Herbrechtingen/Bolheim. Ab 19.30 Uhr wird da dann aber nicht mehr „Breitzke“ die Kommandos geben, sondern sein Nachfolger Georgios Chatzigietim.

Der Kreisläufer übernimmt damit zum dritten Mal auch das Traineramt bei den „Schnaken“ und soll sie nach der ersten Saisonniederlage vor einer Woche (23:25 bei der HSG Langenau/Elchingen) wieder in die Erfolgsspur zurückbringen. „Wichtig wird sein, die Köpfe frei zu bekommen und Selbstbewusstsein zu tanken“, beschreibt der 32-Jährige seine ersten Aufgaben. Nach einigen Stunden Bedenkzeit hatte Chatzigietim Mitte der Woche den Zizishäuser Verantwortlichen schließlich zugesagt, zunächst bis Ende der Saison das Traineramt zu übernehmen. Der Verein ist damit eine Sorge los, auch wer Co wird, soll in Kürze feststehen. Abteilungsleiter Reinl schwebt dafür ebenfalls „eine interne Lösung“ vor.

Insgesamt waren es natürlich keine leichten Tage für alle Beteiligten, verrät der technische Leiter Marcel Bosch. Zusammen mit seinen drei Vorstandskollegen war er nach dem eher durchwachsenen Rundenstart mit knappen Siegen und besagter Niederlage des wieder einmal mit höchsten Ansprüchen in die Saison gestarteten TSV in Klausur gegangen. Das Ergebnis: Die Mannschaft müsste mehr können. „Es war kein Fortschritt zu sehen“, meint Bosch und stand mit dieser Ansicht nicht alleine. „Das spielerische Element fehlt“, fügt Reinl an. Dennoch sieht er die Schuld nicht alleine beim Trainer, sondern nimmt auch die Mannschaft in die Pflicht, die es sich seiner Meinung nach ab und an viel zu einfach gemacht hat. Der frühere Bundesligaspieler hat jedenfalls auch in Zizishausen einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

„Das war ein schwieriger Schritt, eine Entscheidung, die uns extrem schwergefallen ist“, beschreibt Bosch, „aber am Ende zählen eben die Ergebnisse.“ Die waren ja rein vom Papier her gut, aber es seien eben auch nicht unbedingt Spiele gegen die Top-Teams der Liga gewesen, meint Reinl. Auch Breitenbacher haben die Zizishäuser diese Gründe genannt, der frühere Kapitän des VfL Pfullingen kann den Entschluss trotzdem nicht recht nachvollziehen. „Es gibt in dieser Liga kein stark und schwach, das zeigen die Ergebnisse Woche für Woche“, sagt er. Das klar formulierte Saisonziel Aufstieg sah er stets in Reichweite.

Außerdem sieht er große Fortschritte in der Verteidigung. „Im Defensivbereich sind wir deutlich stärker geworden.“ Dafür, dass spielerisch zuletzt nicht immer alles glatt lief, macht er auch die eher schwache Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung verantwortlich. Die lag gerade einmal „bei 60 Prozent“. Sicher keine optimale Voraussetzung, zumal die „Schnaken“ in den rund zweieinhalb Jahren seiner Regentschaft stets von schweren Verletzungen gebeutelt waren. Und dennoch waren sie sportlich erfolgreich. Platz drei in Breitenbachers erster, Rang zwei in seiner zweiten Saison lautete die Ausbeute. Nach vier Spieltagen waren sie bis gestern Abend zusammen mit dem TSV Wolfschlugen punktgleich Zweiter, „ich hätte gerne mit der Mannschaft weitergemacht und die Früchte getragen“.

Die könnte nun Chatzigietim ernten, was seinen Vorgänger durchaus freuen würde. „Ich gehe ja nicht im Bösen und habe mich sehr wohl beim TSV gefühlt. Ich traue Zizishausen auch ohne mich den Aufstieg zu“, sagt der Reutlinger und macht noch einmal deutlich: „Ich habe mir nichts vorzuwerfen und bereue keinen Tag, den ich nach Nürtingen gefahren bin.“ Heute wird er diesen Weg in Sachen TSV Zizishausen ein letztes Mal auf sich nehmen. Wie es dann weitergeht, darüber hatte der B-Lizenz-Inhaber noch keine Zeit nachzudenken. „Ich denke aber schon, dass ich dem Handball erhalten bleibe.“

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TV Gerhausen - TSV Zizishausen   29:31 (17:17)

Nach dem knappen Heimsieg gegen Laupheim machten es die Handballer des TSV  Zizishausen auch im ersten Auswärtsspiel äußerst spannend. In den letzten zehn Minuten  drehten die Schnaken einen Rückstand von drei Toren noch um und setzten sich beim TV Gerhausen mit 31:29 durch.

Die Gastgeber erlebten dabei ein Déjà-vu, denn auch im Auftaktspiel der letzten Saison führte Gerhausen bereits mit 23:20 und stand am Ende dennoch beim 23:25 ohne Punkte da.

Nach der ausgeglichenen ersten Halbzeit (17:17) nahmen die Gastgeber zu Beginn der zweiten Hälfte mit vier Treffern in Folge zum 22:18 (38.) das Heft in die Hand. Gegen die deutliche aggressivere TV-Deckung taten sich die Zizishäuser zunehmend schwerer. Was im ersten Durchgang noch relativ einfach funktionierte, nämlich die Anspiele auf Sebastian Appelrath am Kreis oder die Treffer von Julian Baum aus der zweiten Reihe, klappte nun nicht mehr.

TSV-Trainer Holger Breitenbacher vermisste zudem auch die „totale Leidenschaft und Emotionen“, um in dieser Auswärtspartie dagegen zu halten. In der ersten Hälfte konnte sein Team das noch kaschieren, da man viele Angriffe mit spielerischen Mitteln erfolgreich abschließen konnte. Doch als nach der Pause Einsatz und Kampf gefragt waren, taten sich die Gäste schwer den Schalter umzulegen. Gerhausen warf alles in die Waagschale und schien auf dem besten Wege die ersten Punkte einzufahren, nachdem man im ersten Spiel eine enttäuschende 23:29-Niederlage in Herbrechtingen einstecken musste.

Erst in der letzten Viertelstunde entfachten die Zizishäuser das Feuer neu. Georgios Chatzigietim meinte dazu: „Wenn alle kämpfen und voller Leidenschaft dabei sind, dann ist es auch möglich einen Rückstand scheibchenweise aufzuholen.“ Zizishausens Kreisläufer traf selbst mit einem Rückhandtreffer und Thomas Grau verkürzte in der zweiten Welle zum 23:25 (45.). Und kurz darauf waren die Schnaken sogar auf einen Treffer heran gekommen, nachdem Mathias Dreimann und Dominic Gotthardt zum 25:26 (47.) erfolgreich waren. Doch die Hausherren hielten nochmals dagegen und erhöhten durch Youngster Jannis Brinz und Peter Mayer mit Strafwurf wieder auf 28:25 (50.). Bei den Gästen stimmte nun aber der Einsatz, Trainer Breitenbacher lobte sein Team nach der Partie: „Da waren wir im richtigen Modus und haben Kämpfer-Qualitäten gezeigt und uns auch von eigenen Fehler nicht beirren lassen“

Mayer erzielte nochmals das 29:26 (54.) von der Siebenmeterlinie, doch dann egalisierten die Gäste innerhalb von wenigen Minuten zum 29:29 (57.). Dreimann erzielte mit einem Kraftakt die Führung zum 30:29 eine Minute vor Schluß. Aber es brauchte schon noch einen besonderen Moment, um den Sieg unter Dach und Fach zu bringen. Gerhausen brachte einen zusätzlichen Feldspieler für den Torhüter, kam völlig frei zum Abschluß, aber Aladin Orlic verhinderte mit einer sensationellen Parade den Ausgleich und rettete seinem Team die beiden Punkte. In den letzten Sekunden mussten die Gastgeber dann aufmachen und Gotthardt traf noch zum 31:29-Endstand.

Wieder einmal hatten die Zizishäuser im Finish die Nase vorn – der Namensgeber der Gerhausener Sporthalle, Dieter Baumann, erwies sich erneut als gutes Omen.

TV Gerhausen: Leyrer, Kornmüller; H.Brinz, J.Brinz (4), Sauter, Pointinger, U.Mayer (2), Schopp (4), P.Mayer (4/4), Maier (2), Bux (8), Hagmann (1), Ochrimenko, Schnepf (4).

TSV Zizishausen: Schröter, Orlic; Wolf, Renner-Slis, Reinl (2), Baum (7/3), Dreimann (4), Grau (3), Müller (2), Appelrath (7), Fröhlich, Ulbrich (1), Gotthardt (3), Chatzigietim (2).

Schiedsrichter: Banzhaf/Ernst (SG Ober-/Unterhausen)

Zeitstrafen:

Gerhausen: Schopp (3 und Rote Karte), Bux, Schnepf.

Zizishausen: Wolf (2), Dreimann, Gotthardt.

7m:

Gerhausen: 5/4, P.Mayer scheitert an Schröter.

Zizishausen: 5/3, Wolf verwirft gegen Leyrer, Baum trifft den Pfosten.

Jule macht's noch einmal

11 September 2017 geschrieben von
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TSV Zizishausen  - HRW Laupheim  29:28 (15:11)

Der Auftakt in die neue Württembergliga-Saison war ja schon mal viel versprechend. Nicht dass der TSV Zizishausen, der von vielen Konkurrenten zu den Meisterschafts-Favoriten gezählt wird, seinen Gegner aus der Halle gefegt hätte. Nein, sondern die Handballfreunde, die sich auf spannende und packende Begegnungen freuen, kamen beim ersten Heimspiel der Schnaken gegen den HRW Laupheim mal wieder auf ihre Kosten.

28:28 unentschieden  stand es nach Ablauf der 60 Minuten, als die Zizishäuser noch einen direkt auszuführenden Freiwurf zugesprochen bekamen, und mit Julian Baum stand der Mann parat, dem dieses Kunststück schon mal gelungen war, nämlich am 12. Januar 2014 beim 34:33-Sieg gegen Wolfschlugen. Und „Jule“ enttäuschte die TSV-Fans nicht: sein krachender Wurf in den Winkel bedeutete den knappen 29:28-Erfolg zum Start in die neue Saison.

Die Gastgeber hatten kein einziges Mal im Rückstand gelegen, doch die bravourös kämpfenden Laupheimer kamen immer wieder zurück und verpassten ihren ersten Punktgewinn in der Eisenlohr-Halle nur ganz knapp. Zizishausen startete konzentriert und wollte sich auch für den misslungenen Auftakt mit der Niederlage im HVW-Pokal in Friedrichshafen rehabilitieren. Baum machte den Anfang und Dominic Gotthardt traf im erweiterten Gegenstoß zur 2:0-Führung (2.). Aber die Gäste hielten dagegen und glichen durch Tim Rodloff und Sergiu Zvanciuc zum 2:2 (5.) aus. Die Hausherren hatten in der Folge jedoch weiterhin die Nase vorn, lagen teilweise mit zwei Treffern in Front, aber der HRW ließ sich nicht abschütteln und schaffte bis zum 7:7 (18.) durch Kenan Durakovic erneut den Gleichstand. Erst in den Schlussminuten des ersten Durchgangs wurden die „gefühlten“ Vorteile der Gastgeber auch auf der Anzeigetafel sichtbar. Eine Zeitstrafe für Laupheim nutzten die Schnaken, um sich von 12:10 (26.) auf 15:11 abzusetzen.

Doch das schöne Polster war zu Beginn der zweiten Hälfte schon nach fünf  Minuten aufgebraucht, als Laupheim mit drei Treffern in Folge zum 16:16 (36.) egalisierte. In dieser Phase drohte die Partie zu kippen, denn mit Mathias Dreimann und Mark Reinl mussten zwei Akteure des TSV kurz hintereinander eine Zeitstrafe abbrummen. Doch Keeper „Jimmy“ Schröter war mit einer Klasse-Parade zur Stelle, so dass den Gästen nur der 17:17-Ausgleich (40.) gelang. Zizishausen legte nun immer wieder einen Treffer vor und konnte sich in dieser Phase, wenn es mal spielerisch über den Wühler am Kreis, Sebastian Appelrath, nicht klappte, immer noch auf die Wurfgewalt von Baum und Reinl aus der zweiten Reihe verlassen. Ein Minute vor Schluss verwandelte Timo Wolf einen Strafwurf sicher zum 28:27, aber Laupheim riskierte alles, brachte den siebten Feldspieler, spielte die Überzahl clever aus und erzielte durch Daniel Amann das 28:28.

TSV-Trainer Holger Breitenbacher nahm umgehend seine letzte Auszeit, doch in den verbliebenen 18 Sekunden schaffte es sein Team nicht eine richtig freie Chance gegen aufopferungsvoll kämpfende Gäste herauszuspielen. Aber immerhin gab es noch den letzten Freiwurf und damit die veritable Chance auf zwei Punkte, die Julian Baum eiskalt nutzte und anschließend von seinen jubelnden Mannschafts-Kameraden  begeistert gefeiert wurde.

Insgesamt war dies sicherlich ein etwas glücklicher Erfolg  und auf den TSV Zizishausen wartet noch einiges an Arbeit. Aber mit zwei Punkten ist man erst einmal gut in dies Saison gestartet und kann die nächsten Aufgaben selbstbewusst angehen.

TSV Zizishausen: Schröter, Orlich; Minsch (1), Wolf (3/2), Reinl (4), Baum (7), Dreimann (1), Grau (3), Müller, Appelrath (5), Fröhlich (1), Ulbrich, Gotthardt.

HRW Laupheim: Biller, Federle; Durakovic (7), Nief, Rodloff (3), Anderson, Müller, Matthes (3), Zvanciuc (2), Pancu (2), Amann (4/2), Geiß (1), Zodel (3), Pohl (3).

Schiedsrichter: Müller / Schmidt (SG Leonberg/Eltingen)

Zeitstrafen:

Zizishausen: Reinl, Dreimann, Grau.

Laupheim: Rodloff, Zvanciuc, Zodel.

7m:

Zizishausen: 2/2.

Laupheim: 3/2, Amann scheitert an Schröter.