Schnaken setzen ein Zeichen

9 Oktober 2017 geschrieben von
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SG Herbrechtingen/Bolheim - TSV Zizishausen  23:32 (12:20)

Im ersten Spiel nach der Trennung von Trainer Breitenbacher zeigte der TSV Zizishausen die erhoffte Reaktion und setzte sich bei der SG Herbrechtingen-Bolheim deutlich mit 32:23 (20:12) durch. Selbstbewusst und dominant traten die Zizishäuser in der ersten Halbzeit auf und stellten mit dem 20:12 zur Pause schon die Vorentscheidung her.

Insbesondere  Mark Reinl auf seiner angestammten linken Rückraum-Position drückte der Anfangsphase seinen Stempel auf. Die ersten drei Treffer erzielte er selbst und sorgte dann im Zusammenspiel mit Sebastian Appelrath am Kreis zum 5:2 (8.) für die erste deutliche Führung  der Gäste. Oliver Aeugle, beim Auswärtserfolg in Wangen noch zehnfacher Torschütze, und Tim Albrecht brachten die Gastgeber nochmals auf 4:5 (10.) heran. Doch nachdem dann Minsch, Reinl und Grau mit drei schnellen Angriffen zum 9:5 (16.) für den TSV erhöhten, musste SG-Trainer Sandro Jooß die erste Auszeit nehmen. Der Coach der Gastgeber erkannte nach der Partie die Überlegenheit der Schnaken rundherum an: „Wir wussten zwar oft, was auf uns zukommen würde, aber Zizishausen hat im Angriff zu druckvoll  gespielt, so dass wir es letztendlich doch nicht verteidigen konnten.“

Zudem hatten die Hausherren auch einige Schwierigkeiten mit der offensiveren Abwehr, die der neue TSV-Spielertrainer Georgios Chatzigietim gegenüber der zuletzt praktizierten 6:0-Formation bevorzugte. Zwei schnelle Gegenstöße von Simon Müller und Appelrath vom Kreis zum 8:16 (25.) stellten die Weichen schon deutlich auf Sieg, auch wenn die SG mit schnellen Angriffen  in den letzten Minuten nochmals dagegen hielt. Kurz vor dem Pausenpfiff beendete Dennis Ulbrich mit einer schnellen Mitte zum 20:12 die ersten 30 Minuten, mit denen Schnaken Coach Chatzigietim rundherum zufrieden war: „Wir haben fast alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten und waren auch bei der Chancenverwertung sehr konsequent.“

Sicher hätte er sich gewünscht, dass sein Team auch mit derselben Sicherheit die zweite Hälfte durchgezogen hätte, aber „angesichts des klaren Vorsprungs kam dann etwas die Konzentration abhanden“. Obwohl die ersten Treffer nach der Pause von Nico Fröhlich und Appelrath  zum 13:22 (32.) nochmals schön herausgespielt wurden, zog so nach und nach der Schlendrian ein. Einige Konterchancen wurden durch unsauber und schlampig gespielte Pässe vergeben und auch gute Wurfgelegenheiten frei vor dem Tor nicht genutzt. Allerdings konnten die Gastgeber daraus kein Kapital schlagen und den Abstand weiter verkürzen. Chatzigietim beschränkte sich weiterhin auf das Coachen von der Bank, da sein Team auch ohne sein Mitwirken auf dem Spielfeld alles im Griff hatte.

Am Ende stand ein klarer 32:23-Erfolg, mit dem die Mannschaft ihren Willen demonstriert hat, auch weiterhin vorne mitspielen zu wollen. Steigerungs-Potential ist sicher noch vorhanden – das braucht es vielleicht schon beim nächsten Heimspiel gegen die MTG Wangen, gegen die man im letzten Jahr stets das Nachsehen hatte.

SG Herbrechtingen/Bolheim: Stängle, Maier; Bauer (7), Kling, Klotzbücher (1), Hauser (1), Kraft, Mailänder, Rugaci (3), Abele (2/1), Wurelly (2), Zeiher (1), Aeugle (1), Albrecht (5/3).

TSV Zizishausen: Schröter, Orlic; Minsch (3), Renner-Slis, Friessnig (4/1), Reinl (6), Dreimann, Grau (2), Müller (2), Appelrath (6), Fröhlich (4), Ulbrich (4/2), Gotthardt (1), Chatzigietim.

Schiedsrichter: Baur/Subas (TV Holzheim/HSG Wangen-Börtlingen)

Zeitstrafen:

Herbrechtingen/Bolheim: Bauer, Wurelly, Zeiher, Albrecht.

Zizishausen: Dreimann, Appelrath.

7m:

Herbrechtingen/Bolheim: 6/4, Abele und Albrecht scheitern an Schröter.

Zizishausen: 5/3, Ulbrich verwirft zweimal gegen Maier.

 

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Bericht der Nürtinger Zeitung,

07.10.2017, Von Jens S. Vöhringer

Das war’s: Holger Breitenbacher ist nicht mehr Trainer beim Handball-Württembergligisten TSV Zizishausen. Der Schritt kommt ziemlich früh in der Saison, Breitenbachers dritter bei den „Schnaken“ – und nicht nur für Außenstehende äußerst überraschend. Am Mittwoch bekam der 47-Jährige seine Entlassung mitgeteilt. Sein Nachfolger heißt Georgios Chatzigietim.

Manche Sachen passen, andere weniger. Die Liaison zwischen TSV Zizishausen und Holger Breitenbacher schien eher dem ersten Punkt zu entsprechen – seit Mittwoch ist sie aber trotzdem Vergangenheit. Einmal noch, heute Nachmittag, werden sich die beiden Parteien zusammensetzen. Um Sportliches wird es dabei eher nicht gehen, mutmaßte der geschasste Trainer gestern Abend. Dafür aber darum, anständig auseinanderzugehen. Ein sauberer Abschied also, eine Trennung im Guten. Ob es das nach dieser turbulenten Woche überhaupt geben kann, bleibt abzuwarten, und sicher ein Geheimnis, das alle Beteiligten der Öffentlichkeit vorenthalten werden.

„Das war eine Entscheidung, die uns extrem schwergefallen ist“, Marcel Bosch, technischer Leiter des TSVZ

Zu überraschend kam letztlich die Entscheidung. Der mittlerweile Ex-Coach bekam sie am Mittwochnachmittag per Telefon von Zizishausens Abteilungsleiter Matthias Reinl mitgeteilt. Wenige Stunden zuvor gab er im Gespräch mit unserer Zeitung noch wie jede Woche Auskunft zum Auswärtsspiel heute Abend bei der SG Herbrechtingen/Bolheim. Ab 19.30 Uhr wird da dann aber nicht mehr „Breitzke“ die Kommandos geben, sondern sein Nachfolger Georgios Chatzigietim.

Der Kreisläufer übernimmt damit zum dritten Mal auch das Traineramt bei den „Schnaken“ und soll sie nach der ersten Saisonniederlage vor einer Woche (23:25 bei der HSG Langenau/Elchingen) wieder in die Erfolgsspur zurückbringen. „Wichtig wird sein, die Köpfe frei zu bekommen und Selbstbewusstsein zu tanken“, beschreibt der 32-Jährige seine ersten Aufgaben. Nach einigen Stunden Bedenkzeit hatte Chatzigietim Mitte der Woche den Zizishäuser Verantwortlichen schließlich zugesagt, zunächst bis Ende der Saison das Traineramt zu übernehmen. Der Verein ist damit eine Sorge los, auch wer Co wird, soll in Kürze feststehen. Abteilungsleiter Reinl schwebt dafür ebenfalls „eine interne Lösung“ vor.

Insgesamt waren es natürlich keine leichten Tage für alle Beteiligten, verrät der technische Leiter Marcel Bosch. Zusammen mit seinen drei Vorstandskollegen war er nach dem eher durchwachsenen Rundenstart mit knappen Siegen und besagter Niederlage des wieder einmal mit höchsten Ansprüchen in die Saison gestarteten TSV in Klausur gegangen. Das Ergebnis: Die Mannschaft müsste mehr können. „Es war kein Fortschritt zu sehen“, meint Bosch und stand mit dieser Ansicht nicht alleine. „Das spielerische Element fehlt“, fügt Reinl an. Dennoch sieht er die Schuld nicht alleine beim Trainer, sondern nimmt auch die Mannschaft in die Pflicht, die es sich seiner Meinung nach ab und an viel zu einfach gemacht hat. Der frühere Bundesligaspieler hat jedenfalls auch in Zizishausen einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

„Das war ein schwieriger Schritt, eine Entscheidung, die uns extrem schwergefallen ist“, beschreibt Bosch, „aber am Ende zählen eben die Ergebnisse.“ Die waren ja rein vom Papier her gut, aber es seien eben auch nicht unbedingt Spiele gegen die Top-Teams der Liga gewesen, meint Reinl. Auch Breitenbacher haben die Zizishäuser diese Gründe genannt, der frühere Kapitän des VfL Pfullingen kann den Entschluss trotzdem nicht recht nachvollziehen. „Es gibt in dieser Liga kein stark und schwach, das zeigen die Ergebnisse Woche für Woche“, sagt er. Das klar formulierte Saisonziel Aufstieg sah er stets in Reichweite.

Außerdem sieht er große Fortschritte in der Verteidigung. „Im Defensivbereich sind wir deutlich stärker geworden.“ Dafür, dass spielerisch zuletzt nicht immer alles glatt lief, macht er auch die eher schwache Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung verantwortlich. Die lag gerade einmal „bei 60 Prozent“. Sicher keine optimale Voraussetzung, zumal die „Schnaken“ in den rund zweieinhalb Jahren seiner Regentschaft stets von schweren Verletzungen gebeutelt waren. Und dennoch waren sie sportlich erfolgreich. Platz drei in Breitenbachers erster, Rang zwei in seiner zweiten Saison lautete die Ausbeute. Nach vier Spieltagen waren sie bis gestern Abend zusammen mit dem TSV Wolfschlugen punktgleich Zweiter, „ich hätte gerne mit der Mannschaft weitergemacht und die Früchte getragen“.

Die könnte nun Chatzigietim ernten, was seinen Vorgänger durchaus freuen würde. „Ich gehe ja nicht im Bösen und habe mich sehr wohl beim TSV gefühlt. Ich traue Zizishausen auch ohne mich den Aufstieg zu“, sagt der Reutlinger und macht noch einmal deutlich: „Ich habe mir nichts vorzuwerfen und bereue keinen Tag, den ich nach Nürtingen gefahren bin.“ Heute wird er diesen Weg in Sachen TSV Zizishausen ein letztes Mal auf sich nehmen. Wie es dann weitergeht, darüber hatte der B-Lizenz-Inhaber noch keine Zeit nachzudenken. „Ich denke aber schon, dass ich dem Handball erhalten bleibe.“

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TV Gerhausen - TSV Zizishausen   29:31 (17:17)

Nach dem knappen Heimsieg gegen Laupheim machten es die Handballer des TSV  Zizishausen auch im ersten Auswärtsspiel äußerst spannend. In den letzten zehn Minuten  drehten die Schnaken einen Rückstand von drei Toren noch um und setzten sich beim TV Gerhausen mit 31:29 durch.

Die Gastgeber erlebten dabei ein Déjà-vu, denn auch im Auftaktspiel der letzten Saison führte Gerhausen bereits mit 23:20 und stand am Ende dennoch beim 23:25 ohne Punkte da.

Nach der ausgeglichenen ersten Halbzeit (17:17) nahmen die Gastgeber zu Beginn der zweiten Hälfte mit vier Treffern in Folge zum 22:18 (38.) das Heft in die Hand. Gegen die deutliche aggressivere TV-Deckung taten sich die Zizishäuser zunehmend schwerer. Was im ersten Durchgang noch relativ einfach funktionierte, nämlich die Anspiele auf Sebastian Appelrath am Kreis oder die Treffer von Julian Baum aus der zweiten Reihe, klappte nun nicht mehr.

TSV-Trainer Holger Breitenbacher vermisste zudem auch die „totale Leidenschaft und Emotionen“, um in dieser Auswärtspartie dagegen zu halten. In der ersten Hälfte konnte sein Team das noch kaschieren, da man viele Angriffe mit spielerischen Mitteln erfolgreich abschließen konnte. Doch als nach der Pause Einsatz und Kampf gefragt waren, taten sich die Gäste schwer den Schalter umzulegen. Gerhausen warf alles in die Waagschale und schien auf dem besten Wege die ersten Punkte einzufahren, nachdem man im ersten Spiel eine enttäuschende 23:29-Niederlage in Herbrechtingen einstecken musste.

Erst in der letzten Viertelstunde entfachten die Zizishäuser das Feuer neu. Georgios Chatzigietim meinte dazu: „Wenn alle kämpfen und voller Leidenschaft dabei sind, dann ist es auch möglich einen Rückstand scheibchenweise aufzuholen.“ Zizishausens Kreisläufer traf selbst mit einem Rückhandtreffer und Thomas Grau verkürzte in der zweiten Welle zum 23:25 (45.). Und kurz darauf waren die Schnaken sogar auf einen Treffer heran gekommen, nachdem Mathias Dreimann und Dominic Gotthardt zum 25:26 (47.) erfolgreich waren. Doch die Hausherren hielten nochmals dagegen und erhöhten durch Youngster Jannis Brinz und Peter Mayer mit Strafwurf wieder auf 28:25 (50.). Bei den Gästen stimmte nun aber der Einsatz, Trainer Breitenbacher lobte sein Team nach der Partie: „Da waren wir im richtigen Modus und haben Kämpfer-Qualitäten gezeigt und uns auch von eigenen Fehler nicht beirren lassen“

Mayer erzielte nochmals das 29:26 (54.) von der Siebenmeterlinie, doch dann egalisierten die Gäste innerhalb von wenigen Minuten zum 29:29 (57.). Dreimann erzielte mit einem Kraftakt die Führung zum 30:29 eine Minute vor Schluß. Aber es brauchte schon noch einen besonderen Moment, um den Sieg unter Dach und Fach zu bringen. Gerhausen brachte einen zusätzlichen Feldspieler für den Torhüter, kam völlig frei zum Abschluß, aber Aladin Orlic verhinderte mit einer sensationellen Parade den Ausgleich und rettete seinem Team die beiden Punkte. In den letzten Sekunden mussten die Gastgeber dann aufmachen und Gotthardt traf noch zum 31:29-Endstand.

Wieder einmal hatten die Zizishäuser im Finish die Nase vorn – der Namensgeber der Gerhausener Sporthalle, Dieter Baumann, erwies sich erneut als gutes Omen.

TV Gerhausen: Leyrer, Kornmüller; H.Brinz, J.Brinz (4), Sauter, Pointinger, U.Mayer (2), Schopp (4), P.Mayer (4/4), Maier (2), Bux (8), Hagmann (1), Ochrimenko, Schnepf (4).

TSV Zizishausen: Schröter, Orlic; Wolf, Renner-Slis, Reinl (2), Baum (7/3), Dreimann (4), Grau (3), Müller (2), Appelrath (7), Fröhlich, Ulbrich (1), Gotthardt (3), Chatzigietim (2).

Schiedsrichter: Banzhaf/Ernst (SG Ober-/Unterhausen)

Zeitstrafen:

Gerhausen: Schopp (3 und Rote Karte), Bux, Schnepf.

Zizishausen: Wolf (2), Dreimann, Gotthardt.

7m:

Gerhausen: 5/4, P.Mayer scheitert an Schröter.

Zizishausen: 5/3, Wolf verwirft gegen Leyrer, Baum trifft den Pfosten.

Jule macht's noch einmal

11 September 2017 geschrieben von
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TSV Zizishausen  - HRW Laupheim  29:28 (15:11)

Der Auftakt in die neue Württembergliga-Saison war ja schon mal viel versprechend. Nicht dass der TSV Zizishausen, der von vielen Konkurrenten zu den Meisterschafts-Favoriten gezählt wird, seinen Gegner aus der Halle gefegt hätte. Nein, sondern die Handballfreunde, die sich auf spannende und packende Begegnungen freuen, kamen beim ersten Heimspiel der Schnaken gegen den HRW Laupheim mal wieder auf ihre Kosten.

28:28 unentschieden  stand es nach Ablauf der 60 Minuten, als die Zizishäuser noch einen direkt auszuführenden Freiwurf zugesprochen bekamen, und mit Julian Baum stand der Mann parat, dem dieses Kunststück schon mal gelungen war, nämlich am 12. Januar 2014 beim 34:33-Sieg gegen Wolfschlugen. Und „Jule“ enttäuschte die TSV-Fans nicht: sein krachender Wurf in den Winkel bedeutete den knappen 29:28-Erfolg zum Start in die neue Saison.

Die Gastgeber hatten kein einziges Mal im Rückstand gelegen, doch die bravourös kämpfenden Laupheimer kamen immer wieder zurück und verpassten ihren ersten Punktgewinn in der Eisenlohr-Halle nur ganz knapp. Zizishausen startete konzentriert und wollte sich auch für den misslungenen Auftakt mit der Niederlage im HVW-Pokal in Friedrichshafen rehabilitieren. Baum machte den Anfang und Dominic Gotthardt traf im erweiterten Gegenstoß zur 2:0-Führung (2.). Aber die Gäste hielten dagegen und glichen durch Tim Rodloff und Sergiu Zvanciuc zum 2:2 (5.) aus. Die Hausherren hatten in der Folge jedoch weiterhin die Nase vorn, lagen teilweise mit zwei Treffern in Front, aber der HRW ließ sich nicht abschütteln und schaffte bis zum 7:7 (18.) durch Kenan Durakovic erneut den Gleichstand. Erst in den Schlussminuten des ersten Durchgangs wurden die „gefühlten“ Vorteile der Gastgeber auch auf der Anzeigetafel sichtbar. Eine Zeitstrafe für Laupheim nutzten die Schnaken, um sich von 12:10 (26.) auf 15:11 abzusetzen.

Doch das schöne Polster war zu Beginn der zweiten Hälfte schon nach fünf  Minuten aufgebraucht, als Laupheim mit drei Treffern in Folge zum 16:16 (36.) egalisierte. In dieser Phase drohte die Partie zu kippen, denn mit Mathias Dreimann und Mark Reinl mussten zwei Akteure des TSV kurz hintereinander eine Zeitstrafe abbrummen. Doch Keeper „Jimmy“ Schröter war mit einer Klasse-Parade zur Stelle, so dass den Gästen nur der 17:17-Ausgleich (40.) gelang. Zizishausen legte nun immer wieder einen Treffer vor und konnte sich in dieser Phase, wenn es mal spielerisch über den Wühler am Kreis, Sebastian Appelrath, nicht klappte, immer noch auf die Wurfgewalt von Baum und Reinl aus der zweiten Reihe verlassen. Ein Minute vor Schluss verwandelte Timo Wolf einen Strafwurf sicher zum 28:27, aber Laupheim riskierte alles, brachte den siebten Feldspieler, spielte die Überzahl clever aus und erzielte durch Daniel Amann das 28:28.

TSV-Trainer Holger Breitenbacher nahm umgehend seine letzte Auszeit, doch in den verbliebenen 18 Sekunden schaffte es sein Team nicht eine richtig freie Chance gegen aufopferungsvoll kämpfende Gäste herauszuspielen. Aber immerhin gab es noch den letzten Freiwurf und damit die veritable Chance auf zwei Punkte, die Julian Baum eiskalt nutzte und anschließend von seinen jubelnden Mannschafts-Kameraden  begeistert gefeiert wurde.

Insgesamt war dies sicherlich ein etwas glücklicher Erfolg  und auf den TSV Zizishausen wartet noch einiges an Arbeit. Aber mit zwei Punkten ist man erst einmal gut in dies Saison gestartet und kann die nächsten Aufgaben selbstbewusst angehen.

TSV Zizishausen: Schröter, Orlich; Minsch (1), Wolf (3/2), Reinl (4), Baum (7), Dreimann (1), Grau (3), Müller, Appelrath (5), Fröhlich (1), Ulbrich, Gotthardt.

HRW Laupheim: Biller, Federle; Durakovic (7), Nief, Rodloff (3), Anderson, Müller, Matthes (3), Zvanciuc (2), Pancu (2), Amann (4/2), Geiß (1), Zodel (3), Pohl (3).

Schiedsrichter: Müller / Schmidt (SG Leonberg/Eltingen)

Zeitstrafen:

Zizishausen: Reinl, Dreimann, Grau.

Laupheim: Rodloff, Zvanciuc, Zodel.

7m:

Zizishausen: 2/2.

Laupheim: 3/2, Amann scheitert an Schröter.

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Endstation Neckarsulm

11.05.2017, Von Alexander Schmid

Handball, Relegation zur Oberliga: 24:29 – Zizishausen scheidet bereits in der ersten Runde aus

Der Traum des TSV Zizishausen vom Aufstieg in die Baden-Württemberg-Oberliga ist geplatzt. Der knappe 34:33-Vorsprung vom Hinspiel reichte den Zizishäusern gestern Abend in der Neckarsulmer Ballei-Sporthalle nicht, um sich gegen den Vize-Meister der Württembergliga Nord durchsetzen zu können. Der TSV musste sich mit 24:29 geschlagen geben und schied damit bereits in der ersten Relegationsrunde aus.

„Wir haben so lange darauf hingearbeitet, aber jetzt überwiegt einfach nur die Traurigkeit“, zeigte sich Zizishausens Trainer Holger Breitenbacher eine Stunde nach Ende des erwartet schweren Rückspiels bei der Neckarsulmer Sport-Union schwer niedergeschlagen. Seine Mannschaft hatte alles gegeben, zeigte sich vor allem in der Abwehrarbeit im Vergleich zum Hinspiel am vergangenen Samstag deutlich verbessert und dennoch sollte es nicht sein.

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Dem Ruck folgt das Glück

08.05.2017, Von Reimund Elbe

Handball, Relegation zur Baden-Württemberg-Oberliga: Zizishausen geht mit einem Ein-Tore-Vorsprung ins Rückspiel in Neckarsulm

Als am Samstagabend kurz vor 20 Uhr in der Theodor-Eisenlohr-Halle die Phonzahl stetig anstieg, hatte dies mit der gerade beginnenden Nürtinger Musiknacht nichts zu tun. Verantwortlich für den wachsenden Geräuschpegel zeichnete allein eine wohlgelaunte und durch Trommelwirbel massiv unterstützte Zizishausener HandballAnhängerschaft verantwortlich. Der 34:33 (15:19)-Erfolg zum Relegationsauftakt gegen die Neckarsulmer Sport-Union sorgte für Stimmung.

Gewonnen, erleichtert, optimistisch. Wer nach dem denkwürdigen (weil ersten) Oberliga-Aufstiegsspiel in der Zizishausener Handball-Geschichte unter einheimischen Fans nach Miesepetern suchte, hatte einen zeitraubenden Job. Der Spektakel-Handball nämlich, den sowohl die Gastgeber als auch deren Widerpart aus der Autostadt boten, verzückten Sportlerherzen. Dass die Zizishausener Sympathisanten unter den rund 750 Zuschauern dabei letztendlich einen knappen Sieg genießen durften, war untrüglicher Beweis, welche Dramaturgie Handballspiele bisweilen bieten.

Lange hatte der Spielablauf nämlich keine zwingenden Rückschlüsse auf einen Zizishausener Heimerfolg zugelassen. Insbesondere deshalb, weil bei den Neckarsulmern der künftige Drittligaspieler Felix Kazmeier (wechselt zum TSB Horkheim) mit seinem kaum weniger wurfstarken und treffsicheren Teamkollegen Fabian Göppele mit fulminanten Toren regelmäßig selbst zarteste Hoffnungen der „Schnaken“ auf eine Führung zerstörten.

„Wir wussten um die Qualität dieser beiden Neckarsulmer Spieler“, rekapitulierte Zizishausens Trainer Holger Breitenbacher, „deshalb haben wir in der ersten Halbzeit sämtliche Deckungsvarianten versucht, doch nie richtig Zugriff bekommen.“

Der Qualitätsunterschied war zwar groß, doch dank heftiger Zizishausener Gegenwehr nicht so extrem, um hoffnungsfrei in den zweiten Streckenabschnitt zu gehen. Das Paket, welches die Gastgeber mit einem 15:19-Pausenrückstand allerdings zu tragen hatten, war nicht leicht zu schultern. Das Unbehagen auf der Tribüne fasste TSVZ-Abteilungsleiter Matthias Reinl kompakt zusammen. „Nun muss ein Ruck durch die Mannschaft gehen, sonst verlieren wir klar“, lautete die Funktionärs-Grundforderung wegen des nicht gerade vielversprechenden Resultats nach der ersten Spielhälfte.

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TSV Zizishausen - Neckarsulmer SU  34:33 (15:19)

Der TSV Zizishausen hat das Hinspiel der Württembergliga-Relegation hauchdünn mit 34:33 gegen die Neckarsulmer Sportunion gewonnen. Fünf Minuten vor Schluß führte der Nordvertreter noch mit 32:29, ehe die Gastgeber mit einem tollen Endspurt die Partie drehten.

Zuvor fanden die Gastgeber in der Abwehr wenig Mittel, um den wurfgewaltigen NSU-Rückraum um Fabian Göppele und Felix Kazmeier zu stoppen. Und da die Zizishäuser recht nervös starteten und mit überhasteten Torwürfen das Ziel verfehlten, führten die Gäste nach knapp zehn Minuten bereits mit 5:2. Nach und nach kamen die Schnaken dann besser in Tritt und schafften mit zwei Treffern von Maximilian Kaplick den 9:9-Ausgleich (17.). Doch Neckarsulm schlug sofort mit drei Treffern in Folge zurück und verteidigte sein Polster mit schnörkellosem, aber effektivem  Angriffsspiel. Daran änderte sich auch im zweiten Durchgang kaum etwas, obwohl TSV-Trainer Holger Breitenbacher mit geänderten Abwehrformationen versuchte die NSU-Shooter aus dem Spiel zu nehmen. Aber die Schnaken gaben sich noch lange nicht geschlagen und wurden nach 56 Minuten belohnt, als Sebastian Appelrath mit zwei schnellen Gegenstößen auf 31:32 verkürzte. Kazmeier per Strafwurf und seinem insgesamt 14.Treffer erhöhte nochmals für die Gäste, doch in den letzten Minuten überschlugen sich die Ereignisse. Neckarsulm kassierte zwei Zeitstrafen - Mathias Dreimann und Julian Baum mit einem Siebenmeter besorgten den von den vielen Zizishäuser Anhängern umjubelten 33:33-Ausgleich. Und in der letzten Minute gelang Niklas Minsch mit einem Konter gar die erstmalige TSV-Führung zum 34:33, die Keeper Jimmy Schröter mit einer großartigen Parade in den letzten Sekunden festhielt.

TSV Zizishausen: Schröter, P.Schneider; Minsch (4), Hartl (1), Friessnig (1), Kaplick (4), Ulbrich (1), Reinl (1), Baum (6/1), Dreimann (6), Müller, Appelrath (7), Chatzigietim (3/1).

Neckarsulmer SU: Bognar, Kerner; Borchardt (3), Lochbihler (1), Göppele (7), Baumann (2), Trumpp , Weippert, Kazmeier (14/5), Schenk (2), Tittel (4), Nicolai.

Schiedsrichter: Geis / Hanselmann (TSV Ehningen)

Zeitstrafen:

Zizishausen: Appelrath (2), Kaplick, Chatzigietim.

Neckarsulm: Baumann (3 + Disqualifikation), Trumpp (2), Schenk, Tittel.

7m:

Zizishausen: 4/2, Baum und Chatzigietim scheitern an Bognar.

Neckarsulm: 5/5.

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MTG Wangen  - TSV Zizishausen   39:37 (19:19)

Der TSV Zizishausen bleibt weiterhin so etwas wie der „Lieblingsgegner“ der MTG Wangen. Auch im fünften Aufeinandertreffen beider Mannschaften in Folge behielt die MTG in einer tempo- und torreichen Partie die Oberhand.

TSV-Trainer Holger Breitenbacher war nach Spielende etwas geknickt („einen Punkt hätte wir schon verdient gehabt“) und fügte noch hinzu: „immerhin waren wir an Wangen so knapp dran wie nie zuvor“. Tatsächlich lieferten sich beide Teams eine packende und rasante Begegnung, in der die Vorteile und Führung ständig hin- und herwechselten.

Im letzten Saisonspiel ging es für die Gastgeber noch um Rang fünf in der Abschlußtabelle, den man mit dem Sieg und der gleichzeitigen Niederlage der HSG Winzingen-Wißgoldingen-Donzdorf in Wolfschlugen dann auch erreichte. Doch der Hauptgrund, warum sich die Wangener nochmal voll ins Zeug legten, lag in der Verabschiedung des langjährigen Trainers Timo Feistle und des Urgesteins Stefan Rosenwirth, die mit einem Sieg gebührend gefeiert werden sollten.

Für die Zizishäuser ging es nach der gesicherten Relegation um nichts mehr, auch wenn man sich natürlich mit einem Erfolgserlebnis aus der regulären Saison verabschieden und gestärkt in die beiden Partien gegen die Neckarsulmer Sportunion gehen wollte. Breitenbacher schonte einige angeschlagene Spieler und gewährte so den Spielern wie Sascha Hartl, Patrick Renner-Slis und Julian Baum, die wegen Verletzung längere Zeit gefehlt hatten oder pausieren mussten, wichtige Spielpraxis. Und die dankten es mit einer starken und kämpferisch überzeugenden Leistung, so daß der TSV-Coach nach der Partie ein „Riesen-Kompliment an die Mannschaft, wie sie sich hier noch mal voll reingehängt hat“ verteilte.

Nach überstandener Anfangsphase übernahmen die Gäste mit drei Treffern in Folge durch Hartl und Renner-Slis zum 6:8 (11.) erstmals die Führung, die man lange Zeit behaupten konnte, ehe die Mayer-Brüder Elia und Aaron den 15:15-Ausgleich (25.) herstellten. Kurz vor Pause gab es eine Stürmerfoul-Entscheidung gegen Zizishausen und im anschließenden Konter eine Zeitstrafe für Renner-Slis und Siebenmeter für die MTG. Rosenwirth verwandelte zum 19:19-Pausenstand, statt der möglichen Zwei-Tore-Führung für die Zizishäuser.

Wangen legte zu Beginn des zweiten Durchgangs wieder vor, doch der unermüdliche Sebastian Appelrath hielt mit zwei Treffern dagegen. Und beim 23:26 (38.) durch Friessnig und Nico Fröhlich führten die Gäste erneut mit drei Toren. Doch der Vorsprung war schnell wieder dahin, als der TSV in den folgenden sechs Minuten drei Zeitstrafen verkraften musste. Beim 30:30 (45.) durch Elia Mayer war alles immer noch offen, nachdem Hartl zuvor in Unterzahl die erneute Gäste-Führung besorgt hatte. Wangen spielte bei Zeitstrafen mit dem sechsten Feldspieler und ließ das Tor leer und konnte so einige Male Tore erzielen. Schief ging dieses taktische Mittel nur einmal, als TSV-Torhüter Patrick Schneider beim 30:32 (47.) in das verwaiste Gehäuse traf.

Die Partie wurde zunehmend hektischer und die Diskussionen um jede Schiedsrichter-Entscheidung nahmen zu. Drei Rosenwirth-Treffer, davon zwei Strafwürfe, zum 33:32 (49.) bedeuteten die erneute Führung für die Gastgeber. Aber  das Wechselbad der Gefühle ging weiter: Appelrath und Baum trafen zum 33:34 (51.), und kurz darauf führte Wangen plötzlich mit 36:34 (55.) durch David Paul. Zizishausen verkürzte in den folgenden Minuten zwar immer wieder den Abstand, schaffte aber nicht mehr den Ausgleich. Zehn Sekunden vor Schluß erzielte Martin Schnitzer den entscheidenden Treffer zum 39:37, ein paar Kleinigkeiten fehlten am Ende zum Punktgewinn für die Gäste.

 

MTG Wangen: Kucera, Nerger, Herrmann; Fischer, Rosenwirth (11/6), Staudacher (6), Kuttler (1), Straub, D.Paul (3), Bächle, E.Mayer (6), A.Mayer (8), Schnitzer (3), L.Paul (1).

TSV Zizishausen: Schröter, P.Schneider (1); Minsch (1), Hartl (6), Renner-Slis (3), Friessnig (7), Ulbrich, Reinl (n.e.), Baum (6/3), Dreimann, Müller (n.e.), Fröhlich (4), Appelrath (8).

Schiedsrichter: Thrun / Jaros (SG Lauterstein)

Zeitstrafen:

Wangen: L.Paul (2), Fischer, Schnitzer.

Zizishausen: Renner-Slis (3 + Disqualifikation), Ulbrich (2).

7m:

Wangen: 6/6.

Zizishausen: 4/3, Baum scheitert an Lukas Herrmann.

 

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TSV Zizishausen – TV Weilstetten 21:29 (10:16)

Weilstetten feiert den Oberliga-Aufstieg und Zizishausen hat nach der 21:29-Pleite nun ein Problem

Spiel verloren, Problem hinzugewonnen: Zizishausens Handballer haben gestern gegen den neuen Württembergliga-Meister TV Weilstetten nicht nur deutlich verloren, sondern müssen sich die kommenden Wochen intensiv mit einem Verfolger beschäftigen. Der den Rückstand verkürzende SKV Unterensingen könnte noch zu einem Nachbarn der unangenehmen Sorte im Kampf um den Relegationsplatz werden.

Der Pogo, vor über 30 Jahren auf vielen Feten von jungen Leuten mit Übermut praktiziert, feierte gestern Abend in der Theodor-Eisenlohr-Halle fröhliche Urständ. Dargeboten wurde das heftige, unkontrollierte Antanzen von feiernden Spielern des TV Weilstetten – akustisch begleitet von dem frenetischen Applaus und Trommelwirbel der rund 150 siegestrunkenen Gäste-Fans. Mit einem 29:21 (16:10) beim ärgsten Rivalen um den Direktaufstieg waren alle Restzweifel in Sachen Klassenverbesserung zerstreut. Der einstige Mutterverein des heutigen Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten darf sich ab sofort Oberligist nennen.

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TSV Zizishausen – SG Herbrechtingen-Bolheim  35:26 (19:12)

20.02.2017, Von Reimund Elbe

Leichte Wackler, aber zum Schluss doch noch fester Stand: Der Tabellenzweite TSV Zizishausen hat gestern per 35:26 über die SG Herbrechtingen-Bolheim die Relegationsplatz-Ansprüche dick unterstrichen.

TSVZ-Abteilungsleiter Matthias Reinl war vor Beginn der Partie nicht ganz wohl bei der Sache. „Fast ein halbes Dutzend Spieler fallen heute bei uns aus, ein Selbstläufer wird das gegen die abstiegsgefährdeten Gäste nicht“, gab der Funktionsträger zu Bedenken. Selbst Max Geißler aus der „Zweiten“ musste reaktiviert werden, um die Zahl der personellen Alternativen zu erhöhen.

Zizishausens Trainer Holger Breitenbacher hatte im Vorfeld ebenso gewarnt. Vermeintlich leichte Aufgaben müsse man „mit voller Konzentration angehen“. Lediglich sieben fitte Feldspieler nahmen allerdings nur das Unternehmen Heimsieg in Angriff, auf der Bank tummelten sich ausschließlich für den äußersten Notfall angeschlagene Akteure wie Georgios Chatzigietim. Dass Maximilian Friessnig nach einem Zusammenprall mit einem gegnerischen Akteur länger behandelt werden musste, sorgte für bange Augenblicke angesichts der dünn besiedelten Reservebank. Doch der „Zehner“ konnte zur Erleichterung der TSVZ-Delegation weiterspielen.

Reinl, Breitenbacher und die rund 300 Zuschauer in der Theodor-Eisenlohr-Halle, soweit sie mit den Gastgebern sympathisierten, mussten sich freilich trotz Personalengpass in der ersten Halbzeit keine allzu großen Sorgen machen. Die Handballer des TSV Zizishausen zogen weitgehend entspannt und erfolgreich ihr Spiel auf, die wackeren Gäste waren folglich überwiegend damit beschäftigt, den Rückstand in Grenzen zu halten. Der Sieben-Tore-Vorsprung für die Gastgeber zur Pause war fürs Erste beruhigend und hochverdient.

Bericht Nürtinger Zeitung