BWOL: Nichts zu holen in Söflingen für die Schnaken

11. März 2019
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TSG Söflingen - TSV Zizishausen  30:24 (15:14)

Der TSV Zizishausen hat es erneut verpasst erstmals in dieser BWOL-Saison ein positives Punktekonto zu erreichen. Dazu wäre ein Sieg bei der TSG Söflingen notwendig gewesen, doch die einen Platz vor den Schnaken rangierenden Gastgeber setzten sich letztendlich sicher mit 30:24 (14:14) durch und vergrößerten ihr Polster auf die Abstiegszone.

TSV-Trainer Alen Dimitrijevic konstatierte nach dem Spiel: “Der Sieg für Söflingen war verdient. Die waren viel bissiger und wollten unbedingt die zwei Punkte nach der knappen Niederlage in Herrenberg. Wir haben uns etwas auf unserer Serie von 8:2-Punkte ausgeruht und insgesamt zu viele Fehler gemacht.“ Dass mit Maximilian Schmid-Ungerer und Samuel Wurster erneut kurzfristig zwei Spieler ausfielen, kommentierte er lakonisch mit der „üblichen Hiobsbotschaft  vor jedem Spiel“. Und Mark Reinl musste sich in seinem ersten Spiel nach der langen Verletzungspause auch erst wieder reinfinden.

Nur in der ersten Hälfte schnupperten die Zizishäuser etwas am Erfolg, als man bis zum 5:3 (6.) durch einen erfolgreichen Strafwurf von Timo Wolf vorne lag. Söflingen drehte mit vier Treffern in Folge zum 7:5 (13.) den Spieß herum und bestimmte mit seiner offensiven Deckung und einigen schnellen Kontern das Tempo. Zizishausen hielt jedoch bis zum 11:10 (20.) durch Maximilian Friessnig den Anschluß. Dann nutzten die Hausherren eine kurze Schwächephase mit technischen Fehlern und Fehlwürfen der Gäste und setzten sich mit schnellen Gegenstößen über Alexander Schramm und Leo Vesligaj auf 15:10 (25.) ab. Die prompt folgende Auszeit von TSV-Trainer Dimitrijevic verfehlte ihre Wirkung nicht. In Überzahl verkürzten Dominic Gotthardt und Wolf auf 15:12 (27.), und in der Schlußminute der ersten Hälfte brachten erneut Wolf von der Siebenmetermarke und Jochen Fuchs die Zizishäuser zum 15:14 Pausenstand heran.

Angesichts von neun Fehlwürfen und acht technischen Fehlern, die Co-Trainer Zeljo Klaric auf seiner Statistik verzeichnet hatte, waren die Schnaken damit noch überraschend gut im Rennen. Das Zwischen-Fazit des Trainers lautete: “Söflingen ist jetzt auch nicht so überragend, dass wir chancenlos wären. Aber wir müssen in der Abwehr im Mittelblock kompakter stehen und dürfen uns im Angriff nicht so viele Fehler leisten.“

Wie es nicht funktioniert bekamen die Verantwortlichen auf der Bank und die mitgereisten Fans gleich zu Beginn der zweiten Hälfte demonstriert. Die offensive TSG-Deckung schaffte es immer wieder das Angriffsspiel der Gäste zu unterbinden, so dass kein Spielfluß aufkam und die Schnaken sich schwer taten gute Torchancen herauszuspielen. Bei drohenden Zeitspiel musste der Abschluß oft aus ungünstigen Situationen erfolgen, die eine sichere Beute der Söflinger Torleute waren. Mit sechs Treffern in Folge zogen die Hausherren auf 22:15 (40.) davon, daran änderte auch eine frühe Auszeit nichts. Beim 26:16 (44.) durch Bastian Klett waren es dann schon zehn Tore Rückstand, als Zizishausens Coach mit der dritte Auszeit seine letzte Option zog den Lauf der TSG zu stoppen. Dies sollte dann auch gelingen, zumal Söflingen auch merklich einen Gang rausnahm. Obwohl die Schnaken dann noch eine Siebenmeter-Schwäche entwickelten und dreimal vom Punkt scheiterten, blieb der Abstand nun konstant. Zwei Treffer von Maas und Grau in den letzten Minuten ließen die Niederlage noch etwas erträglicher erscheinen, änderten aber nichts am klaren 30:24-Erfolg der Gastgeber.

In den beiden folgenden Heimspielen gegen Bittenfeld 2 und Plochingen, das noch gut im Aufstiegsrennen liegt, sind die Zizishäuser nun wieder gefordert den Abstand zur Abstiegszone nicht schrumpfen zu lassen.

TSG Söflingen: Henke, Weinbuch; Kraft (7), Voika (5), Fimpel, Bittner (1), Dürner (8/4), Schramm (2), Salger (2), Vesligay (1), Klett (3), Rauscher (1).

TSV Zizishausen: Orlic, Augustin, Hauptvogel; Minsch, Wolf (7/5), Grau (6), Maas (2), Reinl (1), Friessnig (4), Götz, Fröhlich, Fuchs (1), Gotthardt (3).

Schiedsrichter: Müller / Schmidt (SG Leonberg/Eltingen).

Zeitstrafen:

Söflingen: Dürner (2), Vesligay (2), Fimpel, Klett.

Zizishausen: Maas (2), Grau (2), Minsch.

7 m:

Söflingen: 5/4 – Dürner verwirft einmal

 Zizishausen: 9/5 – Wolf verwirft zweimal, Maas und Fuchs je einmal.

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