Schnaken verlieren zu früh den Anschluß

3. Dezember 2018
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SG H2KU Herrenberg - TSV Zizishausen  34:28 (21:14)

Bei der vom Verletzungspech gebeutelten SG H2Ku hatten sich die Zizishäuser Hoffnungen gemacht erstmals in dieser Saison ein positives Punktekonto zu erreichen. Doch am Ende setzten sich die Gastgeber verdient mit 34:28 (21:14) durch und behaupteten somit ihren Platz in der oberen Tabellenhälfte. Der TSV spürt hingegen wieder stärker den Atem der Verfolger auf den Abstiegsplätzen im Nacken. Ein Grund für die letztlich deutliche Niederlage war die Schwächephase in der ersten Hälfte, als die Gäste nach dem 8:8 (12.) mit 10:18 (25.) in Rückstand gerieten.

Bis dahin war Zizishausen ganz gut ins Spiel gekommen, obwohl die Hausherren beim 5:2 (5.) schon mit drei Toren vorn lagen. Doch im Angriff lief es besonders bei Maximilian Friessnig, der mit seinem vierten Rückraum-Knaller auf 6:7 (9.) verkürzte. Nachdem Mark Reinl mit zwei Treffern den Ausgleich zum 8:8 erzielt hatte, folgte der etwas unerklärliche Einbruch. Herrenberg ging wieder mit 11:8 (16.) in Front und spielte sich in einen regelrechten Rausch. Daran änderte sich auch nach der Auszeit von Coach Alexander Himpel und der Umstellung auf eine etwas defensivere Deckung nichts. Zuvor hatten die Gäste mit der offensiveren 5:1-Variante zwar den SG-Shooter Sandro Münch weitgehend aus dem Spiel genommen, aber dafür immer wieder Lücken offenbart, die die SG mit vielen Positionswechseln und über die Außenpositionen gekonnt nutzte. Zudem fand der TSV im Angriff fast nicht mehr statt, weil auf der Gegenseite die Umstellungen in der H2Ku-Deckung fruchteten und die TSV-ler einen Fehler an den anderen reihten. In den Schlußminuten der ersten Hälfte war es dann wieder Friessnig, der mit drei Treffern zum 19:13 (28.) den Anschluss hielt. Zu allem Übel verletzte sich auch noch Reinl beim 20:14 schwer an der Hand und konnte in der Folge nicht mehr eingesetzt werden.

Mit einer 21:14-Führung für die Gastgeber ging es in die Pause. Der Zizishäuser Plan die Partie lange offen zu halten und dann Ende aufgrund des größeren Kaders  vielleicht mehr Kraftreserven zu haben, war damit bereits Makulatur. Und das erst recht, als Dominic Rose mit zwei Strafwürfen für die Hausherren auf 23:14 erhöhte, und der Rückstand damit auf neun Tore angewachsen war. Aber die Zizishäuser gaben sich zumindest nicht auf und schöpften nach fünf Treffern in Folge zum 24:20 (39.) gar wieder Hoffnung. Die junge SG-Truppe spielte clever weiter und schaffte es immer wieder den starken Marvin Seeger auf linksaußen in Position zu bringen. Auch die Anspiele auf Sascha Marquardt an den Kreis konnte die TSV-Deckung oft nur auf Kosten eines Strafwurfs verhindern. „Wir machen eben immer die gleichen Fehler und schaffen es nicht uns anders zu stellen, um diese Anspiele zu verhindern“, monierte der sportliche Leiter Himpel auch nach der Partie die mangelnde Flexibilität der Gäste-Abwehr.

Allerdings war schon die nachlassende Kraft und Konzentration der SG-Akteure zu spüren, so dass Zizishausen beim 27:24 (48.) durch Timo Wolf noch dichter herankam. Aber der Rückstand schrumpfte nicht mehr weiter, weil die Zizishäuser nicht ruhig und konsequenter weiterspielten. Zu oft wurden die Angriffe hektisch und unvorbereitet abgeschlossen, so dass die kleine Chance das Spiel vielleicht noch zu kippen ungenutzt verstrich. Die Hausherren setzten sich nochmals auf 30:25 (53.) ab, und trotz des Einsatzes des siebten Feldspielers schien der Glaube an die Wende bei den Schnaken nicht mehr vorhanden zu sein. Am Ende machte die SG mit drei Treffern den Deckel auf den 34:28-Erfolg. Für die Schnaken bleibt die Erkenntnis: die Schwächephase und die Hypothek von neun Toren Rückstand waren einfach zu viel, um in Herrenberg irgendwas zu reißen.

SG H2Ku: Rhotert, Heinz; Seeger (10/3), Schopp, Böhm (1), Dürner (n.e.), Fuhrmann (4), Marquardt (6), Zürn (4), Rose (4/4), Kussmann, Münch (5).

TSV Zizishausen: Augustin, Hauptvogel; Minsch (1), Wolf (5/1), Grau, Friessnig (10), Reinl (4), Schmid-Ungerer (2), Götz (1), Fröhlich, Maas (2), Fuchs (3), Wurster.

Schiedsrichter: Denzinger / Hägele (TV Altbach)

Zeitstrafen:

Herrenberg: Schopp (2), Marquardt (2), Fuhrmann, Münch.

Zizishausen: Friessnig (2), Maas (2), Grau, Reinl.

7 m:

Herrenberg: 8/7 – Rose verwirft

Zizishausen: 2/1 – Wolf scheitert an Heinz.

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