BWOL: Zizis desolat in Halbzeit zwei

16. September 2018
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NSU Neckarsulm - TSV Zizishausen  33:26 (13:12)

Im ersten Auswärtsspiel in der BWOL kassierte der TSV Zizishausen bei der NSU Neckarsulm eine deftige Niederlage. Nach einer desolaten Vorstellung in der zweiten Halbzeit unterlagen die Schnaken deutlich mit 26:33.

Dabei begann die Partie in Neckarsulm eigentlich perfekt aus Sicht der Zizishäuser, doch am Ende hatten die Gastgeber den längeren Atem wie schon in der Relegation 2017, als die NSU gegen den TSV die erste Hürde auf dem Weg in die BWOL nahm. Mark Reinl und Thomas Grau brachten die Schnaken mit 2:0 (4.) in Front, und beim 1:4 (9.) durch Cornelius Maas lagen die Gäste schon komfortabel in Front. Bis zum 5:8 (15.) nach Reinls drittem Treffer gab es an der Vorstellung des TSV Zizishausen nicht viel rumzumäkeln. Das änderte sich jedoch schlagartig. Denn nach den ersten Wechseln gab es einen völligen Bruch im Spiel der Gäste. Da fehlte im Angriff auf einmal die Geduld und es wurde viel zu oft unvorbereitet abgeschlossen. Die Gastgeber nahmen die Geschenke dankend an und drehten mit fünf Treffern in Folge zum 10:8 (24.) den Spieß herum. Beim 12:12 (29.) nach Treffern von Reinl und Maas hatten die Zizishäuser ihren Durchhänger scheinbar überwunden und kamen in den letzten 30 Sekunden vor der Pause nochmals in Überzahl in Ballbesitz. Doch anstatt den Angriff konsequent zu Ende zu spielen erfolgte der Abschluss zu früh, und Neckarsulm gelang mit einem Konter quasi mit dem Halbzeitpfiff das 13:12.

Dieser Treffer hinterließ Spuren, obgleich Zizishausen mit zwei Treffern durch Reinl und Jochen Fuchs zum 13:14 gut in Durchgang zwei startete. Doch in den folgenden Minuten lieferten die Schnaken eine Vorstellung, die die Zizishäuser Fans angesichts der vielen technischen Fehler und Disziplinlosigkeiten mit Entsetzen zur Kenntnis nehmen mussten. Die Gastgeber nutzten die Schwäche der Schnaken konsequent,  spielten sich in einen Rausch und zogen auf bis 24:15 (44.) davon. Zizishausens konsternierter Trainer Vasile Oprea nahm zwar zwischenzeitlich beim 20:15 (39.) eine Auszeit, die aber die Abwärtsspirale, in der sich die Gäste befanden, nicht aufhalten konnte. Nach dem 11:1-Lauf für die NSU war die Partie natürlich entschieden, und die Gastgeber konnten ihren Vorsprung locker verwalten. Zizishausen hatte sich mit einer inakzeptablen und undisziplinierten Vorstellung eigentlich selbst geschlagen und muss sich nach der 26:33-Niederlage als Mannschaft  selbst hinterfragen. Beim Heimspiel gegen Blaustein mit dem 34:34 schien die Welt noch in Ordnung, nun gab es den ersten Rückschlag, den es zu verarbeiten gilt.

NSU Neckarsulm: Bognar, Kerner; Göppele (3), Baumann (2), Trumpp (2), Brake (2), Schenk (8/3), Schreider (5/2), Weippert, Hofacker (5), Gohly (4), Mahl (2).

TSV Zizishausen: Augustin, Hauptvogel; Maas (5), Wolf, Friessnig (1), Schmid-Ungerer (2), Götz, Reinl (7), Baum (4), Grau (4), Fuchs (3), Fröhlich, Gotthardt, Wurster.

Schiedsrichter: Krauss / Schwing (TSV Auenheim)

Zeitstrafen:

Neckarsulm: Baumann (2), Brake (2).

Zizishausen: Baum (2), Grau (2), Gotthardt (2), Maas, Reinl.

7 m:

Neckarsulm: 6/5 – Schreider verwirft einmal.

Zizishausen: 0

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