Bericht der Nürtinger Zeitung

8. Mai 2017
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Dem Ruck folgt das Glück

08.05.2017, Von Reimund Elbe

Handball, Relegation zur Baden-Württemberg-Oberliga: Zizishausen geht mit einem Ein-Tore-Vorsprung ins Rückspiel in Neckarsulm

Als am Samstagabend kurz vor 20 Uhr in der Theodor-Eisenlohr-Halle die Phonzahl stetig anstieg, hatte dies mit der gerade beginnenden Nürtinger Musiknacht nichts zu tun. Verantwortlich für den wachsenden Geräuschpegel zeichnete allein eine wohlgelaunte und durch Trommelwirbel massiv unterstützte Zizishausener HandballAnhängerschaft verantwortlich. Der 34:33 (15:19)-Erfolg zum Relegationsauftakt gegen die Neckarsulmer Sport-Union sorgte für Stimmung.

Gewonnen, erleichtert, optimistisch. Wer nach dem denkwürdigen (weil ersten) Oberliga-Aufstiegsspiel in der Zizishausener Handball-Geschichte unter einheimischen Fans nach Miesepetern suchte, hatte einen zeitraubenden Job. Der Spektakel-Handball nämlich, den sowohl die Gastgeber als auch deren Widerpart aus der Autostadt boten, verzückten Sportlerherzen. Dass die Zizishausener Sympathisanten unter den rund 750 Zuschauern dabei letztendlich einen knappen Sieg genießen durften, war untrüglicher Beweis, welche Dramaturgie Handballspiele bisweilen bieten.

Lange hatte der Spielablauf nämlich keine zwingenden Rückschlüsse auf einen Zizishausener Heimerfolg zugelassen. Insbesondere deshalb, weil bei den Neckarsulmern der künftige Drittligaspieler Felix Kazmeier (wechselt zum TSB Horkheim) mit seinem kaum weniger wurfstarken und treffsicheren Teamkollegen Fabian Göppele mit fulminanten Toren regelmäßig selbst zarteste Hoffnungen der „Schnaken“ auf eine Führung zerstörten.

„Wir wussten um die Qualität dieser beiden Neckarsulmer Spieler“, rekapitulierte Zizishausens Trainer Holger Breitenbacher, „deshalb haben wir in der ersten Halbzeit sämtliche Deckungsvarianten versucht, doch nie richtig Zugriff bekommen.“

Der Qualitätsunterschied war zwar groß, doch dank heftiger Zizishausener Gegenwehr nicht so extrem, um hoffnungsfrei in den zweiten Streckenabschnitt zu gehen. Das Paket, welches die Gastgeber mit einem 15:19-Pausenrückstand allerdings zu tragen hatten, war nicht leicht zu schultern. Das Unbehagen auf der Tribüne fasste TSVZ-Abteilungsleiter Matthias Reinl kompakt zusammen. „Nun muss ein Ruck durch die Mannschaft gehen, sonst verlieren wir klar“, lautete die Funktionärs-Grundforderung wegen des nicht gerade vielversprechenden Resultats nach der ersten Spielhälfte.

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