Schnaken rücken auf Platz zwei vor

5. Dezember 2016
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TSV Zizishausen  - HSG Albstadt   33:29 (15:12)

Tiefes Durchatmen beim TSV Zizishausen nach dem Schlusspfiff im Verfolgerduell gegen die HSG Albstadt. Das Team von Trainer Holger Breitenbacher setzte sich nach hartem Kampf mit 33:29 durch und schob sich auf den zweiten Tabellenplatz vor, nachdem Spitzenreiter Weilstetten beim bisherigen Zweiten HSG Wißgoldingen-Winzingen-Donzdorf klar mit 34:24 die Oberhand behielt.

TSV-Coach Breitenbacher war nach dem Spiel „einfach froh, dass wir dieses Spiel heute gewonnen haben. Das ging an die Substanz und  einige Spieler waren kräftemässig ziemlich am Limit.“ Zudem gab es nach sieben Minuten die nächste Schrecksekunde, als TSV-Torhüter Benjamin Hauptvogel zuerst den Strafwurf von Patrick Lebherz parierte, sich aber dann beim Versuch den Abpraller  abzuwehren das Knie verdrehte und nicht mehr  eingesetzt werden konnte. Der reaktivierte Tobias Fromhold kam so viel früher als geplant zum Einsatz und musste als „letzter Mohikaner“ den Kasten sauber halten, da der zweite Torhüter Michael Schröter immer noch nicht voll einsatzfähig ist.

Dennoch starteten die Gastgeber sehr gut in die Partie, nach der ersten Führung der Gäste zog Zizishausen auf 7:3(11.) davon, weil dem Wirbelwind auf der Linkaußen-Position Nico Fröhlich alles gelang und bis dahin schon fünf Treffer auf sein Konto gingen. Die Gäste schwächten sich in der ersten Hälfte durch ihren großen körperlichen Einsatz oft selbst, als man für Fouls um den Konter oder die schnelle Mitte zu unterbinden fünf Zeitstrafen kassierte.

Allerdings nutzten die Schnaken nicht wirklich konsequent ihre oftmalige Überzahl, stattdessen musste Trainer Breitenbacher missmutig zur Kenntnis nehmen, wie die HSG-Shooter  Patrick Lebherz und Lukas Mayer trotz Unterzahl immer wieder zum Torerfolg kamen. Nach der Auszeit von Gäste-Trainer Markus Stotz schloss Albstadt durch drei Treffer in Folge sogar zum 9:8 (18.) auf. Doch die Zizishäuser berappelten sich wieder und lagen nach zwei Treffern von Niklas Minsch wieder mit 13:9 (25.) vorn und gingen mit einer 15:12-Führung in die Pause.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte störte Albstadts aggressive und offensive Deckung das Angriffsspiel der Hausherren, die sich dann zu oft in kraftraubende Eins-gegen-eins-Situationen stürzten oder überhastend aus der zweiten Reihe aufs gegnerische Tor warfen. Beim 18:18 (39.) durch Mayer waren die Gäste wieder gleichauf, und Zizishausen wirkte im Angriff ziemlich ratlos, obwohl Sebastian Appelrath sich am Kreis zum 19:18 (40.) durchsetzen konnte und die Führung behauptete. Breitenbacher war gezwungen zu improvisieren, da einige seiner Akteure angeschlagen waren oder mit ihren Kräften haushalten mussten. Albstadt half mit zwei Zeitstrafen innerhalb von zwanzig Sekunden nach, so dass sich die Schnaken durch zwei Treffer von Mathias Dreimann  zum  21:19 (45.) etwas Luft verschaffen konnten.

Dann schlug erneut  die Stunde von Nico Fröhlich: seine vier Treffer trugen maßgeblich zur Vier-Tore-Führung beim  27:23 (52.) bei. Diesen Vorsprung ließen sich die Gastgeber nicht mehr nehmen, obwohl die HSG durch Mayer nochmals auf  28:26 (54.) verkürzte und in der Schlussphase mit einer doppelten Manndeckung agierte die TSV-Angreifer unter Druck setzte. Der TSV-Coach konstatierte zufrieden: „Wir haben im  Angriff viele gute Lösungen gefunden und auch wieder über 30 Treffer erzielt.“ Am Ende machte Minsch gegen die offene HSG-Abwehr alles klar und sicherte mit drei Treffern den 33:29-Erfolg.

TSV Zizishausen: Hauptvogel, Fromhold; Minsch (7), Schneider (1), Kaplick (1), Reinl (1), Ulbrich (2), Dreimann (4), Grau, Fröhlich (9), Appelrath (6), Chatzigietim (2/2).

HSG Albstadt: Exner, Augustin, J.Mayer; P.Jerger, Hofele, Lebherz (8/2), Schlegel, L.Mayer (8), Rau (2), Augustin, Kania (2), Schurer (1), Link (4), B.Jerger (3), Bach (1).

Schiedsrichter: Streich / Gabriel (TSV Asperg)

Zeitstrafen:

Zizishausen: Appelrath, Fröhlich.

Albstadt: Lebherz (2), L.Mayer (2), Schlegel, Link, B.Jerger, Bach.

7m:

Zizishausen: 3/2, Chatzigietim wirft einmal an den Pfosten.

Albstadt: Lebherz scheitert einmal an Hauptvogel, verwandelt aber den Abpraller.

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