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Endstation Neckarsulm

11.05.2017, Von Alexander Schmid

Handball, Relegation zur Oberliga: 24:29 – Zizishausen scheidet bereits in der ersten Runde aus

Der Traum des TSV Zizishausen vom Aufstieg in die Baden-Württemberg-Oberliga ist geplatzt. Der knappe 34:33-Vorsprung vom Hinspiel reichte den Zizishäusern gestern Abend in der Neckarsulmer Ballei-Sporthalle nicht, um sich gegen den Vize-Meister der Württembergliga Nord durchsetzen zu können. Der TSV musste sich mit 24:29 geschlagen geben und schied damit bereits in der ersten Relegationsrunde aus.

„Wir haben so lange darauf hingearbeitet, aber jetzt überwiegt einfach nur die Traurigkeit“, zeigte sich Zizishausens Trainer Holger Breitenbacher eine Stunde nach Ende des erwartet schweren Rückspiels bei der Neckarsulmer Sport-Union schwer niedergeschlagen. Seine Mannschaft hatte alles gegeben, zeigte sich vor allem in der Abwehrarbeit im Vergleich zum Hinspiel am vergangenen Samstag deutlich verbessert und dennoch sollte es nicht sein.

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Dem Ruck folgt das Glück

08.05.2017, Von Reimund Elbe

Handball, Relegation zur Baden-Württemberg-Oberliga: Zizishausen geht mit einem Ein-Tore-Vorsprung ins Rückspiel in Neckarsulm

Als am Samstagabend kurz vor 20 Uhr in der Theodor-Eisenlohr-Halle die Phonzahl stetig anstieg, hatte dies mit der gerade beginnenden Nürtinger Musiknacht nichts zu tun. Verantwortlich für den wachsenden Geräuschpegel zeichnete allein eine wohlgelaunte und durch Trommelwirbel massiv unterstützte Zizishausener HandballAnhängerschaft verantwortlich. Der 34:33 (15:19)-Erfolg zum Relegationsauftakt gegen die Neckarsulmer Sport-Union sorgte für Stimmung.

Gewonnen, erleichtert, optimistisch. Wer nach dem denkwürdigen (weil ersten) Oberliga-Aufstiegsspiel in der Zizishausener Handball-Geschichte unter einheimischen Fans nach Miesepetern suchte, hatte einen zeitraubenden Job. Der Spektakel-Handball nämlich, den sowohl die Gastgeber als auch deren Widerpart aus der Autostadt boten, verzückten Sportlerherzen. Dass die Zizishausener Sympathisanten unter den rund 750 Zuschauern dabei letztendlich einen knappen Sieg genießen durften, war untrüglicher Beweis, welche Dramaturgie Handballspiele bisweilen bieten.

Lange hatte der Spielablauf nämlich keine zwingenden Rückschlüsse auf einen Zizishausener Heimerfolg zugelassen. Insbesondere deshalb, weil bei den Neckarsulmern der künftige Drittligaspieler Felix Kazmeier (wechselt zum TSB Horkheim) mit seinem kaum weniger wurfstarken und treffsicheren Teamkollegen Fabian Göppele mit fulminanten Toren regelmäßig selbst zarteste Hoffnungen der „Schnaken“ auf eine Führung zerstörten.

„Wir wussten um die Qualität dieser beiden Neckarsulmer Spieler“, rekapitulierte Zizishausens Trainer Holger Breitenbacher, „deshalb haben wir in der ersten Halbzeit sämtliche Deckungsvarianten versucht, doch nie richtig Zugriff bekommen.“

Der Qualitätsunterschied war zwar groß, doch dank heftiger Zizishausener Gegenwehr nicht so extrem, um hoffnungsfrei in den zweiten Streckenabschnitt zu gehen. Das Paket, welches die Gastgeber mit einem 15:19-Pausenrückstand allerdings zu tragen hatten, war nicht leicht zu schultern. Das Unbehagen auf der Tribüne fasste TSVZ-Abteilungsleiter Matthias Reinl kompakt zusammen. „Nun muss ein Ruck durch die Mannschaft gehen, sonst verlieren wir klar“, lautete die Funktionärs-Grundforderung wegen des nicht gerade vielversprechenden Resultats nach der ersten Spielhälfte.

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TSV Zizishausen - Neckarsulmer SU  34:33 (15:19)

Der TSV Zizishausen hat das Hinspiel der Württembergliga-Relegation hauchdünn mit 34:33 gegen die Neckarsulmer Sportunion gewonnen. Fünf Minuten vor Schluß führte der Nordvertreter noch mit 32:29, ehe die Gastgeber mit einem tollen Endspurt die Partie drehten.

Zuvor fanden die Gastgeber in der Abwehr wenig Mittel, um den wurfgewaltigen NSU-Rückraum um Fabian Göppele und Felix Kazmeier zu stoppen. Und da die Zizishäuser recht nervös starteten und mit überhasteten Torwürfen das Ziel verfehlten, führten die Gäste nach knapp zehn Minuten bereits mit 5:2. Nach und nach kamen die Schnaken dann besser in Tritt und schafften mit zwei Treffern von Maximilian Kaplick den 9:9-Ausgleich (17.). Doch Neckarsulm schlug sofort mit drei Treffern in Folge zurück und verteidigte sein Polster mit schnörkellosem, aber effektivem  Angriffsspiel. Daran änderte sich auch im zweiten Durchgang kaum etwas, obwohl TSV-Trainer Holger Breitenbacher mit geänderten Abwehrformationen versuchte die NSU-Shooter aus dem Spiel zu nehmen. Aber die Schnaken gaben sich noch lange nicht geschlagen und wurden nach 56 Minuten belohnt, als Sebastian Appelrath mit zwei schnellen Gegenstößen auf 31:32 verkürzte. Kazmeier per Strafwurf und seinem insgesamt 14.Treffer erhöhte nochmals für die Gäste, doch in den letzten Minuten überschlugen sich die Ereignisse. Neckarsulm kassierte zwei Zeitstrafen - Mathias Dreimann und Julian Baum mit einem Siebenmeter besorgten den von den vielen Zizishäuser Anhängern umjubelten 33:33-Ausgleich. Und in der letzten Minute gelang Niklas Minsch mit einem Konter gar die erstmalige TSV-Führung zum 34:33, die Keeper Jimmy Schröter mit einer großartigen Parade in den letzten Sekunden festhielt.

TSV Zizishausen: Schröter, P.Schneider; Minsch (4), Hartl (1), Friessnig (1), Kaplick (4), Ulbrich (1), Reinl (1), Baum (6/1), Dreimann (6), Müller, Appelrath (7), Chatzigietim (3/1).

Neckarsulmer SU: Bognar, Kerner; Borchardt (3), Lochbihler (1), Göppele (7), Baumann (2), Trumpp , Weippert, Kazmeier (14/5), Schenk (2), Tittel (4), Nicolai.

Schiedsrichter: Geis / Hanselmann (TSV Ehningen)

Zeitstrafen:

Zizishausen: Appelrath (2), Kaplick, Chatzigietim.

Neckarsulm: Baumann (3 + Disqualifikation), Trumpp (2), Schenk, Tittel.

7m:

Zizishausen: 4/2, Baum und Chatzigietim scheitern an Bognar.

Neckarsulm: 5/5.

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MTG Wangen  - TSV Zizishausen   39:37 (19:19)

Der TSV Zizishausen bleibt weiterhin so etwas wie der „Lieblingsgegner“ der MTG Wangen. Auch im fünften Aufeinandertreffen beider Mannschaften in Folge behielt die MTG in einer tempo- und torreichen Partie die Oberhand.

TSV-Trainer Holger Breitenbacher war nach Spielende etwas geknickt („einen Punkt hätte wir schon verdient gehabt“) und fügte noch hinzu: „immerhin waren wir an Wangen so knapp dran wie nie zuvor“. Tatsächlich lieferten sich beide Teams eine packende und rasante Begegnung, in der die Vorteile und Führung ständig hin- und herwechselten.

Im letzten Saisonspiel ging es für die Gastgeber noch um Rang fünf in der Abschlußtabelle, den man mit dem Sieg und der gleichzeitigen Niederlage der HSG Winzingen-Wißgoldingen-Donzdorf in Wolfschlugen dann auch erreichte. Doch der Hauptgrund, warum sich die Wangener nochmal voll ins Zeug legten, lag in der Verabschiedung des langjährigen Trainers Timo Feistle und des Urgesteins Stefan Rosenwirth, die mit einem Sieg gebührend gefeiert werden sollten.

Für die Zizishäuser ging es nach der gesicherten Relegation um nichts mehr, auch wenn man sich natürlich mit einem Erfolgserlebnis aus der regulären Saison verabschieden und gestärkt in die beiden Partien gegen die Neckarsulmer Sportunion gehen wollte. Breitenbacher schonte einige angeschlagene Spieler und gewährte so den Spielern wie Sascha Hartl, Patrick Renner-Slis und Julian Baum, die wegen Verletzung längere Zeit gefehlt hatten oder pausieren mussten, wichtige Spielpraxis. Und die dankten es mit einer starken und kämpferisch überzeugenden Leistung, so daß der TSV-Coach nach der Partie ein „Riesen-Kompliment an die Mannschaft, wie sie sich hier noch mal voll reingehängt hat“ verteilte.

Nach überstandener Anfangsphase übernahmen die Gäste mit drei Treffern in Folge durch Hartl und Renner-Slis zum 6:8 (11.) erstmals die Führung, die man lange Zeit behaupten konnte, ehe die Mayer-Brüder Elia und Aaron den 15:15-Ausgleich (25.) herstellten. Kurz vor Pause gab es eine Stürmerfoul-Entscheidung gegen Zizishausen und im anschließenden Konter eine Zeitstrafe für Renner-Slis und Siebenmeter für die MTG. Rosenwirth verwandelte zum 19:19-Pausenstand, statt der möglichen Zwei-Tore-Führung für die Zizishäuser.

Wangen legte zu Beginn des zweiten Durchgangs wieder vor, doch der unermüdliche Sebastian Appelrath hielt mit zwei Treffern dagegen. Und beim 23:26 (38.) durch Friessnig und Nico Fröhlich führten die Gäste erneut mit drei Toren. Doch der Vorsprung war schnell wieder dahin, als der TSV in den folgenden sechs Minuten drei Zeitstrafen verkraften musste. Beim 30:30 (45.) durch Elia Mayer war alles immer noch offen, nachdem Hartl zuvor in Unterzahl die erneute Gäste-Führung besorgt hatte. Wangen spielte bei Zeitstrafen mit dem sechsten Feldspieler und ließ das Tor leer und konnte so einige Male Tore erzielen. Schief ging dieses taktische Mittel nur einmal, als TSV-Torhüter Patrick Schneider beim 30:32 (47.) in das verwaiste Gehäuse traf.

Die Partie wurde zunehmend hektischer und die Diskussionen um jede Schiedsrichter-Entscheidung nahmen zu. Drei Rosenwirth-Treffer, davon zwei Strafwürfe, zum 33:32 (49.) bedeuteten die erneute Führung für die Gastgeber. Aber  das Wechselbad der Gefühle ging weiter: Appelrath und Baum trafen zum 33:34 (51.), und kurz darauf führte Wangen plötzlich mit 36:34 (55.) durch David Paul. Zizishausen verkürzte in den folgenden Minuten zwar immer wieder den Abstand, schaffte aber nicht mehr den Ausgleich. Zehn Sekunden vor Schluß erzielte Martin Schnitzer den entscheidenden Treffer zum 39:37, ein paar Kleinigkeiten fehlten am Ende zum Punktgewinn für die Gäste.

 

MTG Wangen: Kucera, Nerger, Herrmann; Fischer, Rosenwirth (11/6), Staudacher (6), Kuttler (1), Straub, D.Paul (3), Bächle, E.Mayer (6), A.Mayer (8), Schnitzer (3), L.Paul (1).

TSV Zizishausen: Schröter, P.Schneider (1); Minsch (1), Hartl (6), Renner-Slis (3), Friessnig (7), Ulbrich, Reinl (n.e.), Baum (6/3), Dreimann, Müller (n.e.), Fröhlich (4), Appelrath (8).

Schiedsrichter: Thrun / Jaros (SG Lauterstein)

Zeitstrafen:

Wangen: L.Paul (2), Fischer, Schnitzer.

Zizishausen: Renner-Slis (3 + Disqualifikation), Ulbrich (2).

7m:

Wangen: 6/6.

Zizishausen: 4/3, Baum scheitert an Lukas Herrmann.

 

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TSV Zizishausen – TV Weilstetten 21:29 (10:16)

Weilstetten feiert den Oberliga-Aufstieg und Zizishausen hat nach der 21:29-Pleite nun ein Problem

Spiel verloren, Problem hinzugewonnen: Zizishausens Handballer haben gestern gegen den neuen Württembergliga-Meister TV Weilstetten nicht nur deutlich verloren, sondern müssen sich die kommenden Wochen intensiv mit einem Verfolger beschäftigen. Der den Rückstand verkürzende SKV Unterensingen könnte noch zu einem Nachbarn der unangenehmen Sorte im Kampf um den Relegationsplatz werden.

Der Pogo, vor über 30 Jahren auf vielen Feten von jungen Leuten mit Übermut praktiziert, feierte gestern Abend in der Theodor-Eisenlohr-Halle fröhliche Urständ. Dargeboten wurde das heftige, unkontrollierte Antanzen von feiernden Spielern des TV Weilstetten – akustisch begleitet von dem frenetischen Applaus und Trommelwirbel der rund 150 siegestrunkenen Gäste-Fans. Mit einem 29:21 (16:10) beim ärgsten Rivalen um den Direktaufstieg waren alle Restzweifel in Sachen Klassenverbesserung zerstreut. Der einstige Mutterverein des heutigen Bundesligisten HBW Balingen-Weilstetten darf sich ab sofort Oberligist nennen.

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TSV Zizishausen – SG Herbrechtingen-Bolheim  35:26 (19:12)

20.02.2017, Von Reimund Elbe

Leichte Wackler, aber zum Schluss doch noch fester Stand: Der Tabellenzweite TSV Zizishausen hat gestern per 35:26 über die SG Herbrechtingen-Bolheim die Relegationsplatz-Ansprüche dick unterstrichen.

TSVZ-Abteilungsleiter Matthias Reinl war vor Beginn der Partie nicht ganz wohl bei der Sache. „Fast ein halbes Dutzend Spieler fallen heute bei uns aus, ein Selbstläufer wird das gegen die abstiegsgefährdeten Gäste nicht“, gab der Funktionsträger zu Bedenken. Selbst Max Geißler aus der „Zweiten“ musste reaktiviert werden, um die Zahl der personellen Alternativen zu erhöhen.

Zizishausens Trainer Holger Breitenbacher hatte im Vorfeld ebenso gewarnt. Vermeintlich leichte Aufgaben müsse man „mit voller Konzentration angehen“. Lediglich sieben fitte Feldspieler nahmen allerdings nur das Unternehmen Heimsieg in Angriff, auf der Bank tummelten sich ausschließlich für den äußersten Notfall angeschlagene Akteure wie Georgios Chatzigietim. Dass Maximilian Friessnig nach einem Zusammenprall mit einem gegnerischen Akteur länger behandelt werden musste, sorgte für bange Augenblicke angesichts der dünn besiedelten Reservebank. Doch der „Zehner“ konnte zur Erleichterung der TSVZ-Delegation weiterspielen.

Reinl, Breitenbacher und die rund 300 Zuschauer in der Theodor-Eisenlohr-Halle, soweit sie mit den Gastgebern sympathisierten, mussten sich freilich trotz Personalengpass in der ersten Halbzeit keine allzu großen Sorgen machen. Die Handballer des TSV Zizishausen zogen weitgehend entspannt und erfolgreich ihr Spiel auf, die wackeren Gäste waren folglich überwiegend damit beschäftigt, den Rückstand in Grenzen zu halten. Der Sieben-Tore-Vorsprung für die Gastgeber zur Pause war fürs Erste beruhigend und hochverdient.

Bericht Nürtinger Zeitung

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„Schnaken“ stehen wieder unter Strom

TSV Zizishausen- HW RW Laupheim 27:24 (13:10)

Handball-Württembergliga Süd: Der Tabellenzweite TSV Zizishausen besiegt Laupheim in einem packenden Spiel mit 27:24

Ohne dramaturgische Elemente geht’s wohl nicht: Im Gegensatz zur denkwürdigen 28:29-Niederlage vor acht Tagen in Heiningen endete die Geschichte für Handball-Württembergligist TSV Zizishausen gestern beim 27:24 gegen Laupheim allerdings mit einem Happy End.

Ja, die „Schnaken“ standen in der Theodor-Eisenlohr-Halle regelrecht unter Strom. Wenn es in der gestrigen Partie eine typische Szene für den unbändigen Siegeswillen und die hohe Emotionalität im Zizishausener Spiel gab, war es jene in der 36. Spielminute. Zizishausens „Vierer“ Niklas Minsch hatte zunächst mit einer akrobatischen Einlage beim Stande von 18:15 im Fallen vor seinem Laupheimer Kontrahenten den Ball erobert, damit einen fast sicheren Gegentreffer verhindert. Anschließend reckte der TSVZ-Akteur die Faust nach oben und strahlte ins Publikum, als ob er gerade von einem großen Lottogewinn erfahren hätte. Die Körpersprache – ein untrüglicher Beweis dafür, mit welchem Tatendurst die Zizishausener nach dem emotionalen Tiefpunkt in Heiningen ins folgende Heimspiel gegangen waren.

vollständiger Bericht der Nürtinger Zeitung 

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TSV Heiningen - TSV Zizishausen   29:28 (13:17)

Man spricht ja oft von unnötigen Niederlagen, wenn ein Spiel knapp verloren geht. Aber selten passte der Spruch von „unnötig wie ein Kropf“ besser zu als auf die Partie des TSV Zizishausen beim TSV Heiningen, die der Gastgeber mit einem direkt verwandelten Freiwurf nach dem Schlusspfiff mit 29:28 für sich entschied.

Dass die Zizishäuser nun ein Spiel mit einem Tor Unterschied verloren haben, nachdem man in den letzten beiden Begegnungen gegen Bad Saulgau und Langenau/Elchingen genauso knapp das bessere Ende für sich hatte, war nicht der Grund für den Ärger von TSV-Trainer Holger Breitenbacher. Sondern es war vielmehr die Art und Weise, wie es die Schnaken nach einer 25:18-Führung in der Schlußviertelstunde tatsächlich noch fertig brachten nicht beide Punkte mit auf den Heimweg zunehmen.

Dabei trumpften die Gäste von Beginn an wie ein Spitzenteam auf, lagen schnell mit 3:0 (4.) in Front und kamen aus der starken Deckung immer wieder zu einfachen Treffer im Gegenstoß. Beim 7:2 (10.) durch Niklas Minsch betrug der Vorsprung schon fünf Tore, ehe die Gastgeber besser ins Spiel kamen. Doch immer wenn sich Heiningen mal herangekämpft hatte, wie beim 6:8 (16.) und 11:13 (26.) durch ihren erfolgreichsten Torschützen Julian de Boer, konnten die Zizishäuser immer wieder zulegen. Mit dem Halbzeitpfiff bekamen die Hausherren noch einen Strafwurf zugesprochen, den Kevin Walter zum 13:17-Pausenstand verwandelte.

Die Zeitstrafe zu Beginn der zweiten 30 Minuten überstanden die Schnaken mit nur einem Gegentreffer, so dass Heiningen  den Rückstand nur auf 15:18 (35.) verkürzen konnte. Zizishausen agierte weiter konzentriert und legte mit vier Treffer in Folge zum 15:22 (38.) nach und schien auf dem Wege zum sicheren Auswärtserfolg. Bis zum 25:18 (44.) durch Mark Reinl hielten die Gäste diesen Vorsprung, und die Heininger wirkten schon leicht demoralisiert, waren aber weit davon entfernt das Feld kampflos zu räumen.

Warum die Schnaken dann plötzlich anfingen ständig Anspiele an den Kreis zu versuchen, anstatt sich wie zuvor auf die Wurfkraft aus der zweiten Reihe zu verlassen, bleibt ein Rätsel. Heiningen jedenfalls nutzte die zahlreichen Ballgewinne und schnupperte beim 24:27 (51.) durch Markus Spörle wieder Morgenluft. Nach der Auszeit von Breitenbacher erzielte Zizishausen zwar durch Minsch das 24:28, aber das Angriffsspiel blieb weiterhin konfus, zumal nun auch die Würfe aus dem Rückraum in den Armen von Yanik Braun, dem Torhüter der Gastgeber, landeten.

In den Reihen der Zizishäuser behielt kein Spieler kühlen Kopf und so taumelte man weiter dem Schlußpfiff entgegen. Schlußmann Michael Schröter verhinderte zwar noch zwei klare Chancen, doch im Angriff ging das Desaster weiter. Spörle traf zum nicht mehr für möglich gehaltenen 28:28-Ausgleich (59.). Auch die zweite Auszeit der Gäste verhallte scheinbar ungehört und der letzte Wurf landete wieder nicht im Heininger Tor. Den Abpraller beförderten die Schnaken dann auch noch selber ins Seitenaus und gaben den Hausherren tatsächlich die Chance auf die erste Führung und den Siegtreffer.

Den Angriff konnte Zizishausen nur auf Kosten eines Fouls stoppen. Nach tumultartigen Szenen und mehreren Minuten Unterbrechung trat Heiningens de Boer an und wurde mit dem direkt verwandelten Freiwurf zum Held des Spiels. Dass der Wurf in den Torwinkel vom Innenpfosten an den Kopf von Schröter prallte und von dort ins Tor, passte irgendwie zum surrealen Verlauf der letzten Viertelstunde, in der die Zizishäuser leichtfertig zwei Punkte aus der Hand gegeben haben.

TSV Heiningen: Reik, Rapp, Braun; Walter (7/1), de Boer (9/1), Bräunle (1), Brodbeck, Wohlang, Dannenmann (5), Vogl (3), Holzmayr, Spörle (3), Gall (1).

TSV Zizishausen: Schröter, P.Schneider; Minsch (7), A.Schneider, Friessnig (3), Kaplick (3), Ulbrich, Reinl (6), Baum (6/3), Müller, Fröhlich, Appelrath (1), Chatzigietim (2).

Schiedsrichter: Haug / Freundt (TV Rottenburg)

Zeitstrafen:

Heiningen: Dannenmann (2), Holzmyayr.

Zizishausen: Minsch, Ulbrich, Reinl, Müller, Chatzigietim.

7m:

Heiningen: 3/2, de Boer verwirft gegen Schöter.

Zizishausen: 4/3, Chatzigietim scheitert an Timo Rapp.

 

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TSV Bad Saulgau - TSV Zizishausen   27:28 (15:12)

Der TSV Zizishausen bleibt in der Württembergliga nach dem 28:27-Erfolg beim TSV Bad Saulgau weiter auf Kurs. In einer kampfbetonten Partie retteten die Schnaken Dank eines überragenden Mark Reinl mit 12 Treffern den knappen Sieg mit letzter Kraft über die Zeit.

Zizishausens Trainer Holger Breitenbacher war nach dem Schlußpfiff „einfach nur glücklich und froh, dass wir gewonnen haben. Wir hätten in diesem umkämpften Spiel genauso gut auch einen oder beide Punkte verlieren können“

Dabei sahen die wenigen Schnaken-Fans in der vollbesetzten Kronried-Sporthalle zu Beginn einen souverän auftretenden TSV Zizishausen, der konzentriert aufspielte und schnell mit 2:0 vorne lag. Nach dem zweiten verwandelten Strafwurf von Georgios Chatzigietim führten die Gäste mit 4:1 (4.). Als Sebastian Appelrath mit einem Konter auf 7:3 (8.) erhöhte, reagierte Saulgaus Trainer Holger Beck mit der frühen Auszeit. Und diese bekam den Schnaken gar nicht, zumal die Gastgeber nun auch wesentlich aggressiver in der Deckung zu Werke gingen und es den Zizishäusern deutlich erschwerte Tore zu erzielen. Zudem scheiterten die Gästewerfer auch zweimal von der Siebenmeterlinie am „Strafwurf-Killer“ David Bakos. Mit vier Treffern in Folge ging Saulgau mit 10:9 (20.) in Führung und schwamm nun auf der Euphorie-Welle, die die Zizishäuser regelrecht  zu überrollen schien.

Schnaken-Coach Breitenbacher nahm die Auszeit und brachte den angeschlagenen Mathias Dreimann, um das stockende Angriffsspiel wieder zu beleben. Dreimann konnte nach seiner Oberschenkelprellung aus dem Gerhausen-Spiel die Woche über nicht trainieren, sorgte aber zumindest  mit dafür, dass die Gäste nach über sechs Minuten ohne Tor durch Max Kaplick das 10:10 (23.) erzielten. Er selbst traf dann zum 11:11 (25.). Den Lauf der Hausherren konnte dies aber nur kurzzeitig aufhalten, denn der eingewechselte Daniel Matt traf dreimal in Folge zum 14:11 und sorgte für prächtige Stimmung beim Saulgauer Anhang.

Zu Beginn der zweiten Hälfte hielt Mark Reinl seine Farben mit vier Treffern zum 18:16 (40.) fast im Alleingang im Spiel, ehe sich die Gastgeber plötzlich ihre „Krise“ nahmen. Obwohl die Schnaken erneut einen Strafwurf nicht verwandeln konnten, drehten sie mit vier Treffern hintereinander die Partie. Mehrere Ballgewinne in der Abwehr und Paraden von Torhüter „Jimmy“ Schröter reichten, um über schnelle Konter von Niklas Minsch und Simon Müller auf 18:20 (46.) davonzuziehen.

Diesen Vorsprung verteidigten die Gäste eisern, obwohl Saulgau nicht aufsteckte und immer wieder den Anschlusstreffer erzielte, aber der so wichtige Ausgleich wollte der Heimmannschaft nicht gelingen. Auf Seiten der Schnaken waren es immer wieder Reinl mit seinen Würfen aus der zweiten Reihe und Minsch auf der rechten Außenbahn, die zum richtigen Zeitpunkt die Treffer erzielten, um den Zwei-Tore-Vorsprung zu behaupten.

Auch als Chatzigietim wieder einen Strafwurf zum 23:26 (57.) an Bakos vorbei im gegnerischen Kasten unterbrachte, war die Partie noch nicht entschieden. Die Gäste kassierten zwei Zeitstrafen in Folge, standen kurze Zeit nur mit 4 gegen 6 Spieler auf dem Feld und mussten noch zwei Gegentreffer von Matt zum 28:27 (60.) hinnehmen. In den letzten 20 Sekunden blieben die Gäste trotz aller Saulgauer Gegenwehr im Ballbesitz und retteten den knappen Vorsprung über die Zeit.

Ein am Ende etwas glücklicher, aber auch verdienter Erfolg für die Zizishäuser, die sich trotz einiger angeschlagener und fehlender Spieler durchgebissen haben und daraus Selbstvertrauen für die nächsten Spiele ziehen können.

 

TSV Bad Saulgau: Bakos, F. Engler; Zimmerer (1), M. Kruse (2), Gaspar (4), Rosca (3), Söder, Hillenbrand (2), Reck, Matt (11/5), S. Kruse (1), P. Engler (1), Aldica (2).

TSV Zizishausen: Schröter, P.Schneider; Minsch (5), A.Schneider, Kaplick (1), Reinl (12), Dreimann (2), Grau, Müller (2), Fröhlich (1), Appelrath (1), Chatzigietim (4/4).

Schiedsrichter: Tona / Berger (TV Brenz/SG Tübingen)

Zeitstrafen:

Saulgau: Zimmerer, Gaspar, Söder, Kruse, Aldica.

Zizishausen: Appelrath (2), Grau, Chatzigietim.

7m:

Saulgau: 5/5

Zizishausen: 8/4, zweimal Chatzigietim, Grau und Müller  scheitern allesamt an Bakos.

Zizishausen mit dem längeren Atem

9 Januar 2017 geschrieben von
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TSV Zizishausen  -  TV Gerhausen  27:24 (11:12)

Der TSV Zizishausen ist mit einem 27:24-Sieg gegen den TV Gerhausen erfolgreich in das neue Jahr gestartet. Die Partie gegen die abstiegsbedrohten Gäste war dabei fast ein Spiegelbild der Begegnung zum Saisonstart, als die Zizishäuser ebenfalls erst am Ende den Sack zumachten.

TSV-Spieler Georgios Chatzigietim brachte es nach dem Spiel auf den Punkt: „Wir haben ganz gut angefangen, dann fehlte es aber manches Mal an der letzten Konsequenz, so das der Gegner ins Spiel kam. Doch am Schluss hatten wir den längeren Atem und haben uns die zwei Punkte geholt.“

Tatsächlich ließen die Anfangsminuten auf ein Angriffs-Feuerwerk der Schnaken hoffen, denn dreimal wurde Chatzigietim nach schnellen Kombinationen am Kreis freigespielt. Beim ersten Mal traf der Zizishäuser direkt, zweimal wurde er regelwidrig am Wurf gehindert und verwandelte den fälligen Strafwurf anschließend selbst. Allerdings ließen sich die Gäste davon überhaupt nicht beeindrucken und egalisierten im Gegenzug durch Yannik Schopp zum 3:3 (7.). Das Gerhausener Angriffsspiel war vielleicht nicht so spektakulär, aber sehr geradlinig und man nutzte immer wieder die Nachlässigkeiten auf den Außenpositionen in der TSV-Deckung. Und als die Gäste dann plötzlich durch einen Konter von Patrick Maier mit 6:4 (10.)  vorne lagen, dürfte sich so mancher Schnaken-Fan verwundert die Augen gerieben haben. Zwar erzielte Nico Fröhlich mit einem Doppelschlag umgehend den Ausgleich zum 6:6 (12.), doch so richtig kam der TSV nicht ins Rollen.

Mathias Dreimann traf zweimal mit gelungenen Eins-gegen-Eins-Aktionen zum 9:8 und 10:9 (23.), doch kurz darauf musste er nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler verletzt passen und sorgte so für die nächste Schrecksekunde auf Seiten der Zizishäuser. Mit einem Strafwurf zur 12:11-Halbzeit-Führung unterstrich Peter Mayer die Ambitionen der Gäste hier in Nürtingen etwas mitzunehmen.

Trainer Holger Breitenbacher hatte in der Pause mehr Tempo und eine konsequentere zweite Welle von seinem Team gefordert. Die bekam er dann in perfekter Ausführung nach dem 13:15 (35.) zu sehen, als der TSV mit vier Treffern in Folge das Blatt wendete und durch Dennis Ulbrich  und Sebastian Appelrath die Nadelstiche setzte. Aber die Gäste ließen sich nicht abschütteln und schlugen nach den zwei Treffern von Niklas Minsch zum 19:17 (42.) zurück. Mit ihrem geduldigen Angriffsspiel, bei dem die Schiedsrichter des Öfteren Zeitspiel anzeigten, nutzten sie ihre Möglichkeiten fast perfekt aus. Gerhausen erzielte drei Treffern hintereinander zum 20:19  (46.), nachdem die Hausherren erst einen Strafwurf vergaben und dann auch noch eine Zeitstrafe kassierten.

TSV-Coach Breitenbacher hatte kurz zuvor schon mit einem Torhüter-Wechsel versucht einen neuen Impuls zu setzen, und dies sollte sich schon bald auszahlen. Mit zwei Paraden feierte Neuzugang Patrick Scheider einen gelungenen Einstand  – Zizishausen legte durch Chatzigietim vom Punkt und Minsch im Gegenstoß wieder zum 22:20 (49.) vor und ließ sich den Vorsprung nicht mehr nehmen.

Am Ende stand ein 27:24-Arbeitssieg und erfolgreicher Start in die Rückrunde, aber für das nächste Spiel in Saulgau wird man sich steigern müssen.

TSV Zizishausen: Schröter, P.Schneider; Minsch (7), A.Schneider, Kaplick, Ulbrich (3), Reinl (3), Dreimann (2), Grau, Müller (1), Fröhlich (4), Appelrath (2), Chatzigietim (5/3).

TV Gerhausen: Schönefeldt, Leyrer; H.Brinz, J.Brinz (2), Hoßfeld (1), Pointinger, Fanelli, U.Mayer (2), Schopp (3), P.Mayer (9/6), Maier (2), Sigg (2), Deckwitz (2), Hagmann (1).

Schiedsrichter: Lander / Schmelovski (HSG Rottweil/HSG Baar)

Zeitstrafen:

Zizishausen: Reinl, Appelrath, Chatzigietim.

Gerhausen: Schopp (2), J.Brinz, Hagmann, Leyrer.

7m:

Zizishausen: 4/3, Chatzigietim scheitert einmal an Schönefeldt.

Gerhausen: 6/6.