Starke erste Halbzeit reicht zum Heimsieg

21. März 2017
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TSV Zizishausen – Ebersbach/Bünzwangen 27:23 (20:12)

Nach einer desaströsen zweiten Hälfte setzten sich die Landesliga-Handballerinnen des TSV Zizishausen am Ende doch noch relativ deutlich mit 27:23 (20:12) gegen die HSG Ebersbach/Bünzwangen durch.

Erinnerungen kamen hoch. Erinnerungen an das Spiel gegen Neuffen, in dem der TSV Zizishausen zur Halbzeit mit elf Toren vorne lag, um am Ende mit zwei Treffern Vorsprung zu gewinnen. Ähnlich gestaltete sich das jüngste Spiel gegen die HSG Ebersbach/Bünzwangen, gegen die der TSV noch eine Rechnung offen hatte. Die erste Halbzeit verlief genau nach dem Geschmack der „Schnaken“.

Nach einer fünfminütigen Abtastphase setzten sich die TSV-Mädels binnen weiteren fünf Zeigerumdrehungen mit 8:4 ab. Die Abwehr stand stabil, die Gäste konnten sich kaum gegen die starke Abwehr der Gastgeberinnen durchsetzen. Kam doch mal ein Ball durch, war Maximiliane Watz im Tor der Fels in der Brandung und brachte damit die HSG zur Verzweiflung. Die sehr offensive 5:1-Deckung spielte dem TSV in die Karten, sodass vor allem Selina Tisler im Angriff immer wieder die Freiräume nutzen konnte. Die Gastgeberinnen schienen zu alter Stärke zurückgefunden zu haben. Denn auch über die erste und zweite Welle erzielten sie immer wieder einfache Tore. Über 9:5 (12.), 11:6 (14.), 13:8 (18.) und 16:9 (24.) gingen die „Schnaken“ mit einer beruhigenden 20:12-Führung in die Pause.

Das Spiel schien eine sichere Sache zu sein. So sahen es wohl auch die „Schnaken“. Denn trotz mehrmaliger Ermahnung von Kommandogeber Dietmar Seckinger, ja nicht nachzulassen, kam eine völlig verwandelte TSV-Mannschaft aus der Kabine. Die HSG, die lediglich mit acht Feldspielerinnen angereist war, schien wacher und fitter in die zweite Halbzeit zu starten. Drei Treffer in Folge erzielten die Gäste (20:15, 34.). Die Zizishäuserinnen wirkten hingegen langsam, der Angriff-Abwehr-Wechsel wurde viel zu lässig gemacht, sodass die schnell nach vorne spielende HSG diese Lücken immer wieder nutzen konnte.

Der TSVZ-Angriff war zu lasch und völlig ohne Torgefahr. Viel zu überhastete Würfe und schlechte Anspiele an den Kreis sowie drei vergebene Siebenmeter in Folge ließen die Gäste Morgenluft wittern. Erst in der 35. Minute kam die Seckinger-Truppe durch Nicole Wurster zu einem ihrer gerade einmal sieben Treffer in der zweiten Halbzeit. Dreimal Ulrich, jeweils einmal Tisler, Notheis und Jud hießen die restlichen Schützen der zweiten Halbzeit. Auch der Schiedsrichter hatte so seine Schwierigkeiten – den Gästen sprach er vielleicht den ein oder anderen Siebenmeter zu viel zu, wohingegen auf der anderen Seite der ein oder andere zu wenig gepfiffen wurde.

Nachdem sich jedoch die Zizishäuser Abwehr wieder gefangen hatte, kontrollierten die Gastgeberinnen das Spiel besser. Bis zur 56. Minute setzten sie sich auf 27:21 ab und hatten damit für die Entscheidung gesorgt.

TSV Zizishausen: Watz, Watzke; Schietinger (1), Notheis (2), Lutz (1), Wurster (3), Klaric, Ulrich (5), Hörz, Tisler (10/4), Schlegel (1), Gogulski (1), Jud (3).

HSG Ebersbach/Bünzwangen: Stritzel; Dargel (4), Michel, Rieger (3/1), N. Koser (3), Schilling, S. Koser (1), Schurr (11/8), Roos (1), Schulz.

Schiedsrichter: Malsch (HT Uhingen/Holzhausen).

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