Schnaken setzen ein Zeichen

9. Oktober 2017
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SG Herbrechtingen/Bolheim - TSV Zizishausen  23:32 (12:20)

Im ersten Spiel nach der Trennung von Trainer Breitenbacher zeigte der TSV Zizishausen die erhoffte Reaktion und setzte sich bei der SG Herbrechtingen-Bolheim deutlich mit 32:23 (20:12) durch. Selbstbewusst und dominant traten die Zizishäuser in der ersten Halbzeit auf und stellten mit dem 20:12 zur Pause schon die Vorentscheidung her.

Insbesondere  Mark Reinl auf seiner angestammten linken Rückraum-Position drückte der Anfangsphase seinen Stempel auf. Die ersten drei Treffer erzielte er selbst und sorgte dann im Zusammenspiel mit Sebastian Appelrath am Kreis zum 5:2 (8.) für die erste deutliche Führung  der Gäste. Oliver Aeugle, beim Auswärtserfolg in Wangen noch zehnfacher Torschütze, und Tim Albrecht brachten die Gastgeber nochmals auf 4:5 (10.) heran. Doch nachdem dann Minsch, Reinl und Grau mit drei schnellen Angriffen zum 9:5 (16.) für den TSV erhöhten, musste SG-Trainer Sandro Jooß die erste Auszeit nehmen. Der Coach der Gastgeber erkannte nach der Partie die Überlegenheit der Schnaken rundherum an: „Wir wussten zwar oft, was auf uns zukommen würde, aber Zizishausen hat im Angriff zu druckvoll  gespielt, so dass wir es letztendlich doch nicht verteidigen konnten.“

Zudem hatten die Hausherren auch einige Schwierigkeiten mit der offensiveren Abwehr, die der neue TSV-Spielertrainer Georgios Chatzigietim gegenüber der zuletzt praktizierten 6:0-Formation bevorzugte. Zwei schnelle Gegenstöße von Simon Müller und Appelrath vom Kreis zum 8:16 (25.) stellten die Weichen schon deutlich auf Sieg, auch wenn die SG mit schnellen Angriffen  in den letzten Minuten nochmals dagegen hielt. Kurz vor dem Pausenpfiff beendete Dennis Ulbrich mit einer schnellen Mitte zum 20:12 die ersten 30 Minuten, mit denen Schnaken Coach Chatzigietim rundherum zufrieden war: „Wir haben fast alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten und waren auch bei der Chancenverwertung sehr konsequent.“

Sicher hätte er sich gewünscht, dass sein Team auch mit derselben Sicherheit die zweite Hälfte durchgezogen hätte, aber „angesichts des klaren Vorsprungs kam dann etwas die Konzentration abhanden“. Obwohl die ersten Treffer nach der Pause von Nico Fröhlich und Appelrath  zum 13:22 (32.) nochmals schön herausgespielt wurden, zog so nach und nach der Schlendrian ein. Einige Konterchancen wurden durch unsauber und schlampig gespielte Pässe vergeben und auch gute Wurfgelegenheiten frei vor dem Tor nicht genutzt. Allerdings konnten die Gastgeber daraus kein Kapital schlagen und den Abstand weiter verkürzen. Chatzigietim beschränkte sich weiterhin auf das Coachen von der Bank, da sein Team auch ohne sein Mitwirken auf dem Spielfeld alles im Griff hatte.

Am Ende stand ein klarer 32:23-Erfolg, mit dem die Mannschaft ihren Willen demonstriert hat, auch weiterhin vorne mitspielen zu wollen. Steigerungs-Potential ist sicher noch vorhanden – das braucht es vielleicht schon beim nächsten Heimspiel gegen die MTG Wangen, gegen die man im letzten Jahr stets das Nachsehen hatte.

SG Herbrechtingen/Bolheim: Stängle, Maier; Bauer (7), Kling, Klotzbücher (1), Hauser (1), Kraft, Mailänder, Rugaci (3), Abele (2/1), Wurelly (2), Zeiher (1), Aeugle (1), Albrecht (5/3).

TSV Zizishausen: Schröter, Orlic; Minsch (3), Renner-Slis, Friessnig (4/1), Reinl (6), Dreimann, Grau (2), Müller (2), Appelrath (6), Fröhlich (4), Ulbrich (4/2), Gotthardt (1), Chatzigietim.

Schiedsrichter: Baur/Subas (TV Holzheim/HSG Wangen-Börtlingen)

Zeitstrafen:

Herbrechtingen/Bolheim: Bauer, Wurelly, Zeiher, Albrecht.

Zizishausen: Dreimann, Appelrath.

7m:

Herbrechtingen/Bolheim: 6/4, Abele und Albrecht scheitern an Schröter.

Zizishausen: 5/3, Ulbrich verwirft zweimal gegen Maier.

 

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