Jule macht's noch einmal

11. September 2017
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TSV Zizishausen  - HRW Laupheim  29:28 (15:11)

Der Auftakt in die neue Württembergliga-Saison war ja schon mal viel versprechend. Nicht dass der TSV Zizishausen, der von vielen Konkurrenten zu den Meisterschafts-Favoriten gezählt wird, seinen Gegner aus der Halle gefegt hätte. Nein, sondern die Handballfreunde, die sich auf spannende und packende Begegnungen freuen, kamen beim ersten Heimspiel der Schnaken gegen den HRW Laupheim mal wieder auf ihre Kosten.

28:28 unentschieden  stand es nach Ablauf der 60 Minuten, als die Zizishäuser noch einen direkt auszuführenden Freiwurf zugesprochen bekamen, und mit Julian Baum stand der Mann parat, dem dieses Kunststück schon mal gelungen war, nämlich am 12. Januar 2014 beim 34:33-Sieg gegen Wolfschlugen. Und „Jule“ enttäuschte die TSV-Fans nicht: sein krachender Wurf in den Winkel bedeutete den knappen 29:28-Erfolg zum Start in die neue Saison.

Die Gastgeber hatten kein einziges Mal im Rückstand gelegen, doch die bravourös kämpfenden Laupheimer kamen immer wieder zurück und verpassten ihren ersten Punktgewinn in der Eisenlohr-Halle nur ganz knapp. Zizishausen startete konzentriert und wollte sich auch für den misslungenen Auftakt mit der Niederlage im HVW-Pokal in Friedrichshafen rehabilitieren. Baum machte den Anfang und Dominic Gotthardt traf im erweiterten Gegenstoß zur 2:0-Führung (2.). Aber die Gäste hielten dagegen und glichen durch Tim Rodloff und Sergiu Zvanciuc zum 2:2 (5.) aus. Die Hausherren hatten in der Folge jedoch weiterhin die Nase vorn, lagen teilweise mit zwei Treffern in Front, aber der HRW ließ sich nicht abschütteln und schaffte bis zum 7:7 (18.) durch Kenan Durakovic erneut den Gleichstand. Erst in den Schlussminuten des ersten Durchgangs wurden die „gefühlten“ Vorteile der Gastgeber auch auf der Anzeigetafel sichtbar. Eine Zeitstrafe für Laupheim nutzten die Schnaken, um sich von 12:10 (26.) auf 15:11 abzusetzen.

Doch das schöne Polster war zu Beginn der zweiten Hälfte schon nach fünf  Minuten aufgebraucht, als Laupheim mit drei Treffern in Folge zum 16:16 (36.) egalisierte. In dieser Phase drohte die Partie zu kippen, denn mit Mathias Dreimann und Mark Reinl mussten zwei Akteure des TSV kurz hintereinander eine Zeitstrafe abbrummen. Doch Keeper „Jimmy“ Schröter war mit einer Klasse-Parade zur Stelle, so dass den Gästen nur der 17:17-Ausgleich (40.) gelang. Zizishausen legte nun immer wieder einen Treffer vor und konnte sich in dieser Phase, wenn es mal spielerisch über den Wühler am Kreis, Sebastian Appelrath, nicht klappte, immer noch auf die Wurfgewalt von Baum und Reinl aus der zweiten Reihe verlassen. Ein Minute vor Schluss verwandelte Timo Wolf einen Strafwurf sicher zum 28:27, aber Laupheim riskierte alles, brachte den siebten Feldspieler, spielte die Überzahl clever aus und erzielte durch Daniel Amann das 28:28.

TSV-Trainer Holger Breitenbacher nahm umgehend seine letzte Auszeit, doch in den verbliebenen 18 Sekunden schaffte es sein Team nicht eine richtig freie Chance gegen aufopferungsvoll kämpfende Gäste herauszuspielen. Aber immerhin gab es noch den letzten Freiwurf und damit die veritable Chance auf zwei Punkte, die Julian Baum eiskalt nutzte und anschließend von seinen jubelnden Mannschafts-Kameraden  begeistert gefeiert wurde.

Insgesamt war dies sicherlich ein etwas glücklicher Erfolg  und auf den TSV Zizishausen wartet noch einiges an Arbeit. Aber mit zwei Punkten ist man erst einmal gut in dies Saison gestartet und kann die nächsten Aufgaben selbstbewusst angehen.

TSV Zizishausen: Schröter, Orlich; Minsch (1), Wolf (3/2), Reinl (4), Baum (7), Dreimann (1), Grau (3), Müller, Appelrath (5), Fröhlich (1), Ulbrich, Gotthardt.

HRW Laupheim: Biller, Federle; Durakovic (7), Nief, Rodloff (3), Anderson, Müller, Matthes (3), Zvanciuc (2), Pancu (2), Amann (4/2), Geiß (1), Zodel (3), Pohl (3).

Schiedsrichter: Müller / Schmidt (SG Leonberg/Eltingen)

Zeitstrafen:

Zizishausen: Reinl, Dreimann, Grau.

Laupheim: Rodloff, Zvanciuc, Zodel.

7m:

Zizishausen: 2/2.

Laupheim: 3/2, Amann scheitert an Schröter.

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